Sieht der Frauenarzt bei einer Routine-Untersuchung ob ich schwanger werden kann?

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Bei einer Routine-Untersuchung sicher nicht, dazu sind weitere umfangreiche Untersuchungen notwendig:

Fruchtbarkeitsuntersuchung bei der Frau

Nach einem ausführlichen Gespräch mit dem behandelnden Gynäkologen wird als erstes eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter und der Eierstöcke durchgeführt. Diese Untersuchung ist schmerzlos, bestenfalls etwas unbequem. Der Gynäkologe bewegt das Ultraschallgerät über die Bauchdecke oder führt es in die Scheide ein. Das Gerät liefert dann Bilder von Gebärmutter und Eierstöcken auf einen Bildschirm. Der Arzt kann damit sofort feststellen, ob eventuelle Zysten an den Eierstöcken, Verwachsungen der Gebärmutter oder Ähnliches für die Unfruchtbarkeit verantwortlich sind.

Kann bei dieser Untersuchung nichts Negatives festgestellt werden, folgt meist eine Blutuntersuchung, bei der hormonelle Unregelmäßigkeiten abgeklärt werden. Dazu wird etwas Blut abgenommen, ins Labor geschickt und dort untersucht. Nach einigen Tagen erhält der Arzt die Ergebnisse der Untersuchung und wertet sie gemeinsam mit der Patientin aus.

Zeigt auch die Blutuntersuchung keine Auffälligkeiten, müssen als letztes die Eileiter der Frau auf ihre Durchgängigkeit untersucht werden. Liegen hier Verwachsungen oder Verklebungen vor, etwa durch eine unbemerkte Infektion mit Clamydien, kann das Ei nicht zur Gebärmutter “wandern”. Die Untersuchung der Eileiter wird in einer Frauenklinik durchgeführt, meist unter Vollnarkose. Drei bis vier Tage Krankenhausaufenthalt sollte Frau dafür einplanen. Untersucht wird durch drei kleine, etwa einen Zentimeter lange Schnitte in der Baudecke. Durch diese führt der Operateur seine Instrumente ein. Ein eingespritztes Kontrastmittel zeigt dem Arzt dann an, ob die Eileiter durchgängig sind oder nicht. Festgestellte Verwachsungen oder Verklebungen wird der Arzt, wenn möglich, sofort beseitigen. Ein abschließendes Spülen zeigt dann an, ob die Eileiter wieder durchgängig sind. Nach erfolgreicher OP kann Frau die Klinik nach etwa drei Tagen verlassen. Ein Wundschmerz ist durch die kleinen Einschnitte kaum zu befürchten. Frauen, bei denen Verklebungen oder Verwachsungen der Eileiter erfolgreich behoben wurden, sollten aber wissen, dass die Chance, schwanger zu werden, trotzdem gering ist. Oftmals sind die kleinen Flimmerhaare, die das Ei im Eileiter bewegen, unwiederbringlich beschädigt oder verloren. Eine künstliche Befruchtung bringt diesen Patientinnen aber meist den gewünschten Kindersegen.

http://www.dein-baby.net/163_die-fruchtbarkeitsuntersuchung/

Nein, bei einer Routine-Untersuchung ist normalerweise nicht festzustellen, ob Du schwanger werden kann bzw. warum Du es nicht wirst. Es gibt so viele verschiedene Gründe, warum es nicht zu einer gewünschten Schwangerschaft kommt, einer davon ist z.B. verklebte Eileiter. Dies kann, ebenso wie die meisten anderen Ursachen für das Ausbleiben einer Schwangerschaft, nur durch spezielle Untersuchungsmethoden, die teilweise auch einen kurzen/ambulanten Klinikaufenthalt erforderlich machen, festgestellt werden. Allerdings muss es nicht zwingend an der Frau liegen, wenn es zu keiner Schwangerschaft kommt. Sollte es hier Probleme geben, sollten auf jeden Fall beide Partner untersucht werden.

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