Sexuelle Aufklärung -in welchem Alter?

3 Antworten

Aufklärung immer und überall

Aus meiner Erfahrung werden Kinder dauernd 'aufgeklärt', wenn auch nicht gerade im Sinne ihrer Eltern. Fernsehen, Werbung, Internet, selbst entdeckte Gefühle oder körperliche Regungen, Bilder und Erzählungen von Kollegen aus der Schule mit, aus Sicht der Erwachsenen, sexuellen Inhalts, prasseln dauernd auf ein Kind ein und können ohne Erklärungen nicht eingeordnet werden. Die sexuelle Aufklärung eines Kindes fängt eigentlich schon beim ersten Babybad an. Irgendwann können die Eltern die Teile, die sie waschen auch mit (richtigem) Namen benennen.

Ganz wichtig finde ich die Bemerkung von "TanteBertha" und "Lena101", auf Fragen einzugehen. Natürlich spürt das Kind die Unsicherheiten/Scham der Eltern, was an sich nichts Schlimmes ist, solange es von den Eltern Antworten erhält. Dabei dürfen die Eltern ruhig sagen, dass sie etwas auch nicht mehr so genau wissen und es zuerst nachlesen wollen oder sie gerne die Frage später beantworten, weil es ihnen jetzt peinlich ist und sie mit Privatem nicht den ganzen Bus unterhalten wollen. Dieses Versprechen aber unbedingt einhalten! Kinder fragen sehr offen, was mir als Vater auch schon rote Ohren bereitete: sexuelle Spielereien der Kinder. Dabei beachten, dass Kinder- und Erwachsenen-Sexualität getrennt sind wie "Filme, die in verschiedenen Kinos laufen!" (habe ich mal gelesen). Sexuelle Aufklärung beinhaltet nicht nur den biologischen Teil, den man leicht anhand von Büchern erklären/nachlesen kann. Zur Aufklärung gehören auch die Gefühlsebene und Werte, die man dem Kind weitergeben will. Das schützt das Kind, Opfer von oder gar Täter bei sexuellem Missbrauch zu werden. Es muss lernen, "Nein" sagen zu dürfen, sich zu wehren, wenn sein "Nein" übergangen wird (mögliches Opfer) und ein "Nein" von anderen auch zu akzeptieren (möglicher Täter). Aufklärung ist Aufgabe von Vater und Mutter. Beidseitiges, gegenseitiges Vertrauen zwischen Eltern und Kind müssen geschaffen werden und das geht über ehrliche Schilderung der eigenen Gefühle am besten: Der Vater kann dem Jungen von seinen eigenen Unsicherheiten bei der "Mannwerdung" erzählen und der Tochter erklären, wieso die Jungs in der Schule so albern (=verunsichert) sind. Nehmen Sie unbedingt alle Bemerkungen Ihrer Kinder ernst. Kleine Jungs können sich große Probleme mit ihrem "kleinen (!) Unterschied" einreden. Kinder schließen in der Umkleide oder am Badestrand nicht die Augen.Kinder erhalten immer Antworten auf ihre Fragen, sei das von ihren Eltern oder ihren Freunden, die hoffentlich von deren Eltern richtig aufgeklärt worden sind und nicht irgendwelchen interessanten Müll (Mythos/Machomär) weitertragen. Leider gibt es auch geschickt agierende Leute, welche die Wissensgier des Kindes zu ihrer eigenen, erwachsenen Lustbefriedigung ausnutzen. Kommt so ein Missbrauch dann unter Tränen ans Tageslicht, ist die Tragödie/Schaden da.

Absprache der Eltern

Vater und Mutter sollten sich möglichst frühzeitig absprechen, welche Grenzen (Scham, Privatsphäre) sie gegenüber den Kindern setzen. - Kleiderumziehen vor den Kindern, - Umziehen der Kinder, wenn andere zugucken können - Respektieren geschlossener (Schlaf-)Zimmertüren der Kinder/Eltern - körperliche Nähe beim Baden mit den Kindern; gegenüber Verwandten ("gib artig Küsschen"), zu Familienfreunden (Köpfchenstreicheln), Fremden (sich anfassen lassen) etc. Das kann vor juristischen Überraschungen schützen. Ehen können in die Brüche gehen und bei einem Rosenkrieg wird manchmal scharfes Geschütz aufgefahren ("Papa war oft mit dem Töchterchen alleine in der Badewanne". Seien Sie nicht überrascht, wenn Sie feststellen, dass die körperliche Reifung Ihrer Kinder viel früher als bei Ihnen selbst einsetzt.

Aufklärungsbücher und Kinderpornographie

Eine Bemerkung zur Antwort von "neuhaus": Es gibt gute Lexika mit genauen, biologisch korrekten Abbildungen (Zeichnungen). Seien Sie aber vorsichtig beim Einsatz von älteren Aufklärungsbüchern mit Nacktfotos von Erwachsenen oder gar Kindern. Im heutigen Umfeld können Sie solche Abbildungen vor die Staatsanwaltschaft bringen.

Gefahren Aufklärung andere Kinder

Und auch wenn die Freunde Ihrer Kinder ebenfalls sexuell gefärbte Fragen stellen, beantworten Sie sie im engen Kreis der Familie nur gegenüber Ihren Kindern. Alles andere ist heute schon fahrlässig - die Verjährungsfristen können lange sein und Ihr Erinnerungsvermögen lückenhaft oder jemand greift zu körperlicher Gewalt, weil das Kind einen anderen kulturellen Hintergrund hat.

Das Kind wird irgendwann Fragen stellen. Die kann man dann Stück für Stück beantworten. In der Schule beginnt der Sexualunterricht bereits in der 5. Klasse. Da sind die Kinder grade mal so 10, 11 Jahre alt. Vorher ist warscheinlich das Verständnis der Kleinen noch nicht so ausgereift. Man kann dem Kind bei vielen Gelegenheiten das eine oder andere erklären: die Nachbarin bekommt ein Baby, woher kommt es, der Papa und die Mama schmusen gern, warum ....und so weiter. Oft ergibt sich alles fast wie von alleine.

Dann, wenn er sich dafür interessiert. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er mit 8 Jahren noch nicht Bescheid weiß - wenn nicht von euch, dann auf anderen Wegen. Unser Sohn wollte mit 4 wissen, wie es funktioniert. Und spätestens seit er 5 ist weiß er es ganz genau.

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