Selbstvertrauen von Kindern fördern?

5 Antworten

Ich denke auch, dass das einfach eine Frage des Charakters sein kann, ich war als Kind auch eher zurückhaltend und die Sachen, die andere Kinder mit Freude gemacht haben, wollte ich nicht. Ich glaube, dass er einfach anders ist und das kommt einem halt komisch vor, aber später mal wird er sich auch nicht so leicht von anderen beeinflussen lassen, was ein Vorteil sein kann.

Meinst du denn, dass es an mangelndem Selbstbewusstsein liegt? Wenn er immer klein bleiben will, vielleicht hat er einfach ein Problem mit der Rolle das große Geschwisterkind zu sein? Vielleicht denkt er, wenn er klein bleibt, dann wird er auch nicht mehr der "Große" sein? Hast du ihn gefragt, warum er keine Rolle in dem Stück möchte? Und hast du gefragt, warum er nicht alleine zum Geburtstag gehen möchte?

Oh, das ist schwer, wenn man den Kleinen nicht genau kennt. Es muss ja nicht unbedingt etwas mit mangelndem Selbstvertrauen zu tun haben, wenn er z.B. nicht Theater spielen möchte oder ungern alleine zu einem Geburtstag geht. Möglicherweise ist er von der Persönlichkeit her einfach nur introvertiert.

Ich war selbst auch eher ein zurückhaltendes Kind (trotz massenweise positivem Feedback von außen), brauchte (und brauche noch heute) viel Zeit mit mir selbst und verabscheue es, mich ins Rampenlicht zu stellen. An Selbstvertrauen hat es mir aber trotzdem nie gemangelt.

Schwierig war es für mich nur, wenn ich gespürt habe, dass ich die Erwartungen meiner Eltern nicht erfüllt habe. Wenn die mich z.B. liebevoll irgendwohin geschoben haben (mit der Bemerkung: Spiele doch mal mit den Kindern dort drüben). Von meiner Seite aus hätte ich mit den anderen Kindern überhaupt nicht oder erst viel später Kontakt aufgenommen, doch der Druck, den meine Eltern unbewusst bei mir aufgebaut haben, hat mich dann verunsichert und ich habe an mir selbst gezweifelt.

Vielleicht wäre es daher besser, euren Sohn einfach so zu akzeptieren, wie er ist, und ihn das auch merken zu lassen. Sobald er spürt, von euch geliebt zu werden, auch wenn er nicht der publikumsheischende Tausendsassa ist, dann entspannt er sich bestimmt - und wird vielleicht etwas lockerer. Wobei ich letzteres nicht als Ziel sehen würde, denn dann besteht ja wieder eine möglicherweise unerfüllbare Erwartungshaltung :-).

Wie gesagt, das ist nur eine Idee von vielen, ich kenne euren Kleinen ja nicht. Unabhängig davon finde ich aber, dass man niemals zu viel loben kann - vorausgesetzt, das Lob ist ernstgemeint. Kinder spüren sehr schnell, wenn man nur leer daherredet :-).

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