Sehr Große Schürfwunde an der Oberschenkel

2 Antworten

Säubern und desinfizieren

Schürfwunden sollten Sie sorgfältig von Schmutz befreien, damit keine Keime in die Wunde eindringen und sich über die Blutbahn im Körper ausbreiten können. Kleine, oberflächliche Schürfwunden können Sie vorsichtig mit einem milden Desinfektionsmittel reinigen. Ideal ist es, wenn die Wunde an der Luft trocknen und heilen kann. Oft ist das aber nicht möglich, zum Beispiel weil Kleidungsstücke an der Verletzung reiben. Um die Wunde abzudecken, klebt man ein Pflaster auf die Wunde. Ist die Wunde für ein normales Pflaster zu groß, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Wann zum Arzt?

Bei vielen Schürfwunden erkennt man als Nicht-Mediziner auf den ersten Blick nicht, wie schlimm sie sind. Die Wunde kann zum Beispiel handtellergroß sein, aber nur sehr oberflächlich. Solche Wunden heilen schnell und ohne Narben. Andere Schürfwunden sind nur sehr klein, gehen aber tief in die Haut. Wenn eine Schürfwunde stark verschmutzt, ziemlich tief oder groß ist, sollten Sie die Verletzung einem Arzt zeigen. Er kann entscheiden, wie die Wunde am besten behandelt wird, damit keine oder eine möglichst unauffällige Narbe zurückbleibt.

Zunächst säubert der Arzt die Wunde ausgiebig mit Kochsalzlösung und desinfiziert sie sorgfältig. Manchmal betäubt er dabei den Hautbereich. Bei kleineren Wunden klebt er anschließend ein normales Pflaster auf. Wunden im Gesicht können an der Luft heilen. Größere Schürfwunden verbindet der Arzt. Der Wundverband sollte nicht mit dem Wundgrund verkleben und die Wunde feucht halten, damit sie optimal heilen kann. Gut geeignet sind interaktive Wundauflagen. Alternativ können Schürfwunden auch mit Wundauflagen mit Fettgaze oder einem Silikongitter verbunden werden.

Tetanusschutz prüfen!

Bei jeder Verletzung können Keime in die Blutbahn gelangen. Besonders gefährlich sind Tetanusbakterien, die Erreger des Wundstarrkrampfes (Tetanus). Sie produzieren ein Gift, das zu Muskelkrämpfen am ganzen Körper führt. Wundstarrkrampf endet in 10 bis 20 Prozent der Fälle tödlich.

Die Tetanusimpfung schützt vor dem gefährlichen Wundstarrkrampf. Die Impfung sollte man alle zehn Jahre auffrischen lassen. Ist bei einer Verletzung nicht ganz klar, wann man das letzte Mal geimpft wurde, empfiehlt die ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut eine Tetanusimpfung direkt nach der Verletzung.

http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Wundversorgung/Wissen/Schuerfwunde-10179.html

Hallo Evistie...;)

Danke für deinen Umfangreichen Text...

ich war am Freitag früh noch gleich zum Arzt der hat es desinfiziert, und ne salbe raufgeschmiert..und nen riesen pflaster raufgeklebt.Die tetanus-impfung hatte ich schon... tut zwar noch weh aber der schorf ist ab und es wird schon schön blau und grün....danke nochmals für deinen Text....

schönen Sonntag wünsch ich dir....

mfg xBrazil

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Geh doch in die Apotheke und erkläre ihnen, was du hast. Vielleicht ist auch ein Salbenverband angebracht oder etwas mit Jod zum Desinfizieren. Es gibt so viele verschiedene Mittel und so viele Möglichkeiten. Einfach nur ein Pflaster halte ich nicht für gut. Besonders weil die Abschürfung doch recht groß ist.

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