Frage von Anonym268, 11

Schwermetall-Provokationstest wo machen (keine Homöopathie)?

Seit Jahren leide ich unter einer chronischen Sinusitis, gegen die allerlei Medikamente und selbst eine Operation nur kurzzeitige Linderung verhalfen.

Neu bekannt wurde mir nun eine mögliche Belastung mit Quecksilber. Ob dieses überhaupt mit der chronischen Krankheit zusammenhängen kann, wird sich morgen nach einigen Telefonaten heraussstellen, dennoch möchte ich mich weitergehend informieren.

Im Netz fand ich verschiedene Tests, die Quecksilber im Blut und Urin nachweisen. Wichtig ist mir allerdings, dass insbesondere gebundenes Quecksilber nachgewiesen wird, da lediglich aufgenommenes Hg für Probleme verantwortlich sein könnte. Das könnte ein Urin-Provokationstest nachweisen, der nach einem ersten Vergleichstest mithilfe von Chelaten die Menge an gelöstem Quecksilber aufzeigt. Mit dem Keratinwert wird das verglichen, sodass der tatsächliche Unterschied erkannt werden kann.

Leider ist das Netz von homöopathischem Schwachsinn verseucht, sodass ich nun nicht weiß, wo ich diesen Provokationstest überhaupt machen kann, ohne dass ich den Blödsinn über mich ergehen lassen muss. Geht das vielleicht beim Hausarzt? Oder in einer Dermatologie/Allergologie?

Für Hilfe bin ich sehr dankbar.

Antwort
von Hanah, 6

einen dmps-test bieten verschiedene labore an (zum bsp http://www.mlhb.de/labor/schwerpunkte/umweltmedizin/biomonitoring/dmps-test/) . allerdings wird über dessen aussagekraft zur tatsächlichen belastung kontrovers diskutiert. vllt. konntest im rahmen deiner telefonate aber schon mehr erfahren...?

Kommentar von Anonym268 ,

Ich dachte, die DMPS-Tests sind gerade jene, die über die Belastung noch am meisten aussagen? Worin ist die Kritik begründet? (Quellen reichen, ich fand dazu jedoch nichts)

Meine Telefonate bestätigten zumindest den vermuteten Zeitpunkt: 2006 erhielt ich erste Amalgam-Füllungen, etwa sechs Monate später hatte ich meine chron. Stirnhöhlenentzündung (damals noch sehr sanft) datiert.
Die Amalgam-Füllungen kommen also auf jeden Fall heraus. Eventuelle Bestätigungen (wie zB. aussagekräftige Tests) würden mir aber natürlich trotzdem weiterhelfen.

Antwort
von Reigel, 3

Ich hatte mir vor vielen Jahren alle Amalgamfüllungen herausbohren lassen. Leider war ich damals nicht gut über so eine Aktion informiert, so dass viel Schaden dadurch entstanden war. Mein Zahnarzt war auch nicht gut informiert, und so wurden die Füllungen ohne Schutz- und Ausleitungsmaßnahmen entfernt. Ein paar Jahr später erzählte ich einer Naturheilärztin davon, sie gab mir DMPS-Spritzen und ließ Urinmessungen machen. Das Ergebnis war ein "irrsinnig" hoher Quecksilberwert. Bevor du dir also deine Giftfüllungen entfernen lässt, informiere dich gründlich darüber und lasse es von jemand machen, der/die dich dabei nicht noch mehr vergiftet. Das wird die gesetzliche Krankenkasse nicht bezahlen. Bezahlt bekommt man nur die Vergiftung mit Amalgam, die Entgiftung muss man selbst finanzieren.
Ich bin z. Zt. bei einem Privatarzt in Behandlung, um noch verbliebene Reste der Vergiftung durch das ungeschützte Ausbohren auszuleiten. Dafür habe ich ein paar Infusionen mit DMSA bekommen, dann ein Urintest, und nun geht's weiter mit Chlorella-Algen und Koriander, um die Schwermetalle auch interzellulär zu entfernen. (Hinweis: DMPS ist eine gesundheitlich riskante Substanz, DMSA und EDTA sind verträglicher. Chelate können Schwermetalle nur aus dem Bindegewebe entfernen. Um sie auch interzellulär, wo sie am meisten stören, wieder herauszukriegen, bedarf es anderer Mittel.) Meinen jetzigen Privatarzt habe ich durch Suche im Internet mit den Suchworten Entgiftung, (mein Wohnort) gefunden.

Kommentar von Anonym268 ,

Ich danke dir für deine ausführliche Meinung und deine Eindrücke. Ihrer Beschreibung nach werde ich definitiv zu einem Zahnarzt gehen, der das sehr gründlich macht, wobei ich noch schauen muss, welcher das sein wird.

Was ich mich mittlerweile zudem frage, ist, ob sich das Ausbohren lohnt, oder ob eine reine Entgiftung vielleicht sogar die bessere Wahl wäre, da Amalgam an sich nur noch wenig Quecksilber abgibt, wenn es verfestigt ist...

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