schlagartig re. Gehör weg. und Schlagseite nach re. mit hochgradigem Drehschwindel

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2 Antworten

Unser Gleichgewichtssinn bekommt seine Meldungen aus den Bogengängen im Innenohr. Sinneshärchen nehmen die Bewegung der im Labyrinth enthaltenen Flüssigkeit war und melden die Sinnesreize ans Gehirn. Außerdem sind darin winzige Calcit-Steinchen, (Statolithen, Otolithen, auch als „Ohrsteine“ bezeichnet).

Wenn eine lange Drehbewegung endet, rotiert die Flüssigkeit durch ihre Trägheit weiter und ruft den Eindruck einer entgegengesetzten Drehung hervor. Ein Widerspruch zu anderen Sinneseindrücken – vor allem zum Auge – kann ein Schwindelgefühl verursachen.

Solche Effekte entstehen auch dann, wenn Steinchen am falschen Platz zu liegen kommen und dann die falschen Sinneshärchen anregen. Man meint zu liegen, steht aber aufrecht... Auch der geschwächte Gleichgewichtssinn bei Alkohol- und Drogeneinfluss liegt an zu schwach wahrgenommenen und dadurch falsch übermittelten Sinneseindrücken

Gerade weil das bei dir nach körperlicher Anstrengung auftritt, denke ich, dass es nicht Morbus Menière ist. Dazu gehören mehrere Symptome, nicht nur Schwindel und Gehörverlust. Anstrengung gehört da nicht zu den Auslösern.

Es kann sein, dass durch Anstrengung die Hirnschlagader im Kopf anschwillt, weil mehr Blut hindurch gepumpt wird. Das kann auf die Nervernversorgung der Augenmuskeln drücken und dann dazu führen, dass die Augen "zittern". Dann meint man, die Welt würde wackeln oder schaukeln, und auch das führt zu Schwindel. Was wir hören wird auch durch Nerven übertragen, die auf diese Weise gestört werden können.

Bei MRT, CT und allen anderen Tests strengst du dich nicht an, deshalb kann dieser Druck durch Arterien dann auch nicht entstehen, als Auslöser nicht beobachtet und entdeckt werden.

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Das hört sich sehr schlimm an und es erinnert mich an diese Erkrankung:

http://de.wikipedia.org/wiki/Morbus_Meni%C3%A8re

Es gibt dafür Behandlungsmöglichkeiten und der HNO- Arzt sollte sie therapieren. Alles Gute!

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