Schlaganfall oder Migräne mit Aura?

1 Antwort

Liebe Cormia,

lass dir bitte keine Angst machen von vielen unwissenden Beitragsschreibern, die einen Schlaganfall für wahrscheinlich halten, aber von Migräne keine Ahnung haben...

Eine starke Migräne mit Aura hat auf den ersten Blick die gleichen Symptome wie ein Schlaganfall. Die Symptome treten einseitig auf, nämlich genau auf der Körperhälfte, die der betroffenen Gehirnhälfte entgegengesetzt ist. Es kann zu Sehstörungen, Sprachstörungen, Taubheitsgefühlen, Bewusstseinstrübung, Übelkeit, Erbrechen, Angstzuständen und schließlich sehr starken einseitigen Kopfschmerzen kommen. Selbst wenn die Kopfschmerzen ausbleiben, ist eine Migräne für das Gehirn eine derart große Belastung, dass man sich noch Tage danach sehr erschöpft und etwas "daneben" fühlt.

Es ist wichtig, solche Symptome nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern von einem Arzt (oder mehreren) abklären zu lassen. Das hast du getan. Jetzt solltest du dir keine Angst machen lassen, dass es doch etwas anderes oder gefährlicheres sein könnte - denn was bringt dir das? Es sind typische Migräneanzeichen, und wenn auch deine Ärzte nichts anderes feststellen konnten, kannst du dich wieder beruhigen.

Migräne ist eine ziemlich beschissene Krankheit. Ich selbst leide seit etwa meinem 15. Lebensjahr daran und habe durchschnittlich 2 mal im Jahr eine Migräneattacke. Mein Bruder war deswegen schon auf der Intensivstation, die Cousine meiner Mutter erst neulich auch im Krankenhaus. Migräne kann sehr heftig sein und dann fühlt es sich an wie sterben. Es ist dann gut, wenn man nicht allein ist, sondern jemanden hat, der einem zur Seite steht, einen beruhigt, einem die Angst nimmt.

Falls die Anfälle weiterhin auftreten, führe am besten ein Migränetagebuch. So kannst du mögliche Auslöser herausfinden und gegebenenfalls vermeiden. Wichtig für Migränepatienten ist es, ausreichend und regelmäßig zu schlafen (am besten immer zur gleichen Uhrzeit zu Bett gehen und aufstehen), ausreichend Wasser zu trinken und regelmäßig zu essen (Gefahr von Unterzuckerung). Vermeide es, lang am Computer zu sitzen und trage an hellen Tagen eine Sonnenbrille. Bei Frauen spielen auch die Hormone eine Rolle, d.h. Migräne in Verbindung mit der Periode.

Ein gutes Medikament konnte ich bisher nicht gegen Migräne finden. Nun überlege ich mir, mal zu einem homöopathischen Arzt zu gehen und eine ausführliche Anamnese für ein geeignetes Mittel machen zu lassen.

Und wie gesagt - lass dir von niemandem Angst machen, denn das begünstigt die Migräne nur.

Dir alles Gute!

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