Schatten auf der Lunge wird größer, aber kein Tumor feststellbar ?

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Harmlos ist das sicher nicht, ich vermute, da sie vor fünf Jahren einen Schlaganfall hatte, das sie still aspiriert, d.h. ein hochgradige Dysphagie (Schluckstörung) hat, keine Sensibilität im Rachenraum hat und Speisen und Getränke schön einatmet und die sich dann als Tumor im Lungengewebe darstellen. Wurde daran schon mal gedacht? Hat sie häufiger Lungenentzündungen gehabt oder unklare, erhöhte Körpertemperaturen oder Fieber? Hat sie deutlich an Gewicht verloren? Verschluckt sie sich häufig und hustet sie dann? Oder passiert gar nichts? Sie sollte dringend mit einer FEES untersucht werden, das ist eine endoskopische Schluckuntersuchung, dabei kann man sehr gut erkennen, wie die Sensibilität ist und ob sie vermutlich still aspiriert. L.G.

Danke für die Hinweise! Eine Lungenentzündung hatte Sie im November 2011, also vor nicht allzu langer Zeit. Gewichtsverlust liegt keiner vor und wegen des Schluckens muss ich mal nachfragen. In punkto FEES werde ich gleich mal recherchieren, ob diese Untersuchung auch bei einem der Krankenhäuser hier in der Nähe möglich ist. Viele Grüße, Elvis

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@elvislebt

Das würde ja genau in das Bild passen! Manche HNO Ärzte führen auch ein FEES durch, da könntest Du Dich auch mal erkundigen. Anonsten könnte ich empfehlen zu einer erfahrenen Logopädin oder klinischen Linguistin zu gehen, die in Sachen neurogener Schluckstörung bewandert ist. Wir können auch einiges in Sachen Dysphagie feststellen. L.G. und ich hoffe, das man ihr helfen kann!

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@schanny

Danke für den Tipp! Werde gleich mal recherchieren bei den hiesigen HNO-Ärzten. Viele Grüße, Elvis

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Hallo, für Schatten auf der Lunge gibt es einige Möglichkeiten, z.B. eine Lungenentzündung oder ein Restbefund nach einer Entzündung, Tuberkulose, Steinstaublunge und eben ein Bronchialkarzinom oder eine Lungenmetastase. Sie sollte sich auf alle Fälle weiterhin sehr engmaschig (also in regelmäßigen, einjährigen Abständen) untersuchen lassen. lg Gerda

Das ist ein etwas merkwürdiger Fall. Aus klinischer Sicht deutet offenbar alles auf einen bösartigen Tumor hin, aber letztendlich wird ein Tumor durch die Histologie "bewiesen" und die ist immer negativ. Wäre mal interessant zu wissen, wie die Histologie denn nun aussieht - normales Lungenparenchym wird es wohl kaum sein.

Wenn du irgendwie mit diesem Fall zu tun hast, würde ich empfehlen (falls nicht schon geschehen), dass der Patient sich wirklich mal an eine große Uniklinik wendet. Da sitzen die Spezialisten, die auch mit exotischen Krankheitsbildern etwas anfangen können. Möglicherweise bringt ein PET-CT Klarheit, aber das ist sehr teuer, aufwändig und die Strahlenbelastung ist auch nicht zu verachten. Da müssen die Spezialisten entscheiden, ob das eine erfolgversprechende Untersuchung ist.

Danke für dein Statement! Große Uniklinik -> Sie war in den letzten Jahren mehrfach im Bergmannsheil Bochum. So weit ich weiß, eigentlich eine recht angesehene Uniklinik. Wobei die Uniklinik Essen anscheinend den noch besseren Ruf hat!? Das mit dem PET-Ct ist sehr interessant. Gerade habe ich über Google erfahren, dass in einer Nachbarstadt (Herne) eine dortige Klinik ein solches Gerät hat. Beste Grüße, Elvis

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@elvislebt

Zu "Wäre mal interessant zu wissen, wie die Histologie denn nun aussieht - normales Lungenparenchym wird es wohl kaum sein."

Im Entlassungs-Bericht vom Februar 2012 habe ich gerade folgendes gefunden: "...Histologiebefund vom 01.02.2012: Beurteilung: 1. und 2. Tumorfreies Lymphknotenpunktat mit mäßiggradiger Antrakose und einzelnen verschleppten Bronchialepithelien EBUS subcarinal und hilär rechts. 3. Zellreiche Bürstenabstriche mit regelrechten Bronchialepithelien vom rechten Oberlappen. 4. Tumorfreies Lungenparenchym mit geringgradigem zentroazinärem Emphysem und peribronchiolärer Antrakose mit RBILD vom Oberlappen rechts. 5. Geringgradige chronisch floride Entzündung mit Bronchialepithelien und Makrophagen in der BAL. Epikritischer Kommentar: Bei klinischerseits vermutetem peripherem Bronchialkarzinom kommt Tumorgewebe hier nicht zur Darstellung. ..."

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