Schadet es dem Körper,wenn man jeden harten Seelenschmerz geduldig annimmt?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich denke dass jeder Mensch seine eigene Art hat, mit Schicksalsschlägen umzugehen. Der eine macht soetwas mit sich selbst aus, der andere hat Redebedarf um über seine Sorgen und Ängste zu sprechen. Womit dein Pfarrer aber sicher recht hat ist, wenn er meint, dass man Dinge, die geschehen sind nicht ändern kann und man lernen muss mit einer neuen unangenhemen Situation umzugehen. Doch wenn man Sorgen in sich hineinfrisst, obwohl man eingentlich lieber darüber sprechen möchte, kann das auf Dauer sicher dem Körper schaden.

Wenn Du so willst, habt Ihr beide recht. Du kennst doch sicherlich das Gelassenheitsgebet: "Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

Ich weiß nicht, in welchem persönlichen Zusammenhang Dein Pfarrer seinen Ausspruch getätigt hat. Er meinte damit vielleicht, Du sollst nicht hadern und wehklagen, sondern akzeptieren, was nicht zu ändern ist. Mir fällt da spontan z. B. die Geburt eines behinderten Kindes ein. Es nutzt nichts, zu hadern, warum gerade ich, warum gerade mein Kind. Es gilt, das Beste aus diesem Schicksal ("Härte des Schicksals") zu machen.

Rebellion? Das ist mir ein zu starkes Wort. Versuche zu ändern, worauf Du Einfluss hast.

Gespräche? Sind immer gut und können Dir helfen, die Dinge zu verarbeiten, "anzunehmen". Offenbar hast Du bereits das Gespräch mit dem Pfarrer gesucht. Ich kann nicht beurteilen, ob er genügend im praktischen Leben steht, um Dir ein hilfreicher Gesprächspartner zu sein. Such Dir ggf. andere.

Gut gesagt!

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Ich halte nichts davon, wenn man sich wie ein geduldiges Schaf in sein Schicksal fügt. Ich glaube, dass dies der körperlichen Gesundheit schadet.Ich denke, dass eine gesunde Verarbeitung durch Gespräche und auch Rebellion hilfreicher ist

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