Rote Punkte am ganzen Körper! Laut Arzt Infektion aber nichts hilft. Was tun?!?

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2 Antworten

Entschuldigung, aber in 2-3 Wochen in mehreren Hautkliniken und Krankenhäusern gewesen ohne Diagnose. Das klingt wenig glaubhaft !

Ärzte zu faul ?? Das klingt bei so vielen Ärzten die das Krankheitsbild Deinen Mutter gesehen haben müssen noch weniger glaubhaft.

Deiner Schilderung nach hört es sich wie eine allergische Reaktion an. Das jedoch würde jeder Dermatologe mit einem Blick erkennen.

Jeder würde Dir raten, die Ambulanz einer Hautklinik aufzusuchen. Aber da warst Du ja bereits bei mehreren....

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Deine Beschreibung ist so vage, wie nur irgend etwas: Punkte oder Flecken? Wurde eine Leberbeteiligung ausgeschlossen?

Von Arzt zu Arzt rennen, ist das eine, den umfassend informieren und sich seine Diagnosen dann erklären lassen, das Andere. Vielleicht hat deine Mutter sich von keinem wirklich erklären lassen, was der meint. Wenn sie dem nächten Arzt dann wieder nicht richtig zuhört, kommt sie auch nicht weiter. 

Wir hier können nur herumrätseln. Wie verlässlich wäre eine Aussage hier? Stell dir vor, ich behaupte, das ist nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste. Das gibst du weiter, und nächste Woche liegt sie tot im Bett - vielleicht gestorben an einem entzündeten Zahn ...

Weil hier auch eine allergische Reaktion möglich ist, sollte man gründlich darüber nachdenken, ob man bei der Ernährung kürzlich etwas verändert hat, Hautpflegemittel, Hygieneartikel, Waschmittel gewechselt hat, neue Medikamente verordnet bekam. Ob die Zähne in Ordnung sind (Entzündungsparameter im Blut)

Die Ursache einer Allergie kann ganz banal sein: Eine neue Zimmerpflanze, ein Haustier angeschafft, neuerdings Raumdüfte verwenden oder Duftsprays im Bad einseetzen, neue Möbel, Teppiche angeschafft, umgezogen, Schimmel in Bad oder Küche, irgendwelche Ungeziefer. Vielleicht spült nur die neue Waschmaschine die Wäsche nicht gut genug? ...

Das nennt sich gründliche Eigen - Anamnese. Das muss man schon selbst machen, das kann einem kein Arzt abnehmen.

Oft hört man, die Ärzte nähmen sich nie genug Zeit für die Patienten. Das Gesundheitssystem sei nur für die Ärzte da. Heutzutage wird man da nur durchs System geschleust und steht am Ende mit irgendwelchen Pillen da.

Beim Arzt in der Praxis oder in einer Fachklinik erwartet jeder eine gründliche Untersuchung, umfasende Auskünfte, eine passende Diagnose die verstehbar erklärt wird. Jeder wünscht sich eine Behandlung, die die vorliegenden Beschwerden rundum bessert und dazu eine Beratung für seine Situation.

Oft ist es aber so, dass man beim hinausgehen schon merkt, dass man etwas wichtiges vergessen hat zu fragen, etwas gar nicht verstanden hat. Schlimmstenfalls hat man das Gefühl nicht ernst genommen und am Ende mit irgendwelchen Pillen und lapidaren Ratschlägen abgespeist worden zu sein.

Man muss sich einmal vor Augen halten, dass eine Praxis oder Klinik ein Betrieb ist, bei dem es auch um Effizienz geht. Sie sind nicht der einzige Patient, der nächste möchte auch noch heute drankommen. Jeder Patient ist individuell, kommt aber jetzt vielleicht als ganz unbekannter Mensch zur Tür herein. Nun soll ein Arzt sich ein ganzes Patientenleben anhören.

Kaum ein Arzt ist erfreut, wenn ein Patient mit einer "selbstgebastelten Diagnose", also einer mutmaßlichen Erkrankung kommt, von der er einmal irgendwo gehört hat, auf die zwei seiner Symptome vage passen könnten. Es ist auch für jeden anstrengend, in einem Gespräch einer großen Anzahl von ungeordneten und nicht zusammenhängenden Symptomen zu lauschen, und diese auch noch banz vage geschildert zu bekommen.

Der Arzt soll ja alles im Kopf mal auf die Schnelle einordnen, um sich ein umfassendes Bild zu machen. Gerade denkt er, der Patient ist fertig, dann kommt: "Ach ja, da fällt mir ein, vor zwanzig Jahren...". Das kann niemand leisten.

Sie als Patient müssen da schon selbst etwas Vorarbeit leisten. Machen Sie es dem Arzt nicht all zu schwer, er soll ja herausfinden, was mit Ihnen los ist. Bereiten Sie sich doch selbst auf ein kommendes Arztgespäch oder einen Untersuchungstermin in einer Klinik vor. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und schreiben Sie die Eckdaten Ihrer Krankengeschichte auf.

Fangen Sie nicht bei Adam und Eva an, aber lassen Sie nichts aus, das wichtig werden könnte. Überlegen Sie schon, wie Sie Ihre ganzen Symptome treffend schildern können, wann und wie es anfing, den ungefähren Verlauf welche Mittel Sie bekamen, ob und wie die geholfen haben, oder nicht.

Dann schreiben Sie sich auch noch auf, wann etwa welche Untersuchungen gemacht worden sind, und was die Ergebnisse waren, bringen die evtl. mit. Außerdem halten Sie auch noch fest, welche Medikamente Sie seit wann ungefähr und in welcher Dosis einnehmen, damit Neben- und Wechselwirkungen gleich abgeklärt werden können.

Mit dem Arzt oder Klinikpersonal sprechen Sie dann über nichts anderes, als die Dinge, die auf Ihrer vollständigen Liste sind. Das machen Sie ohne Jammern und Stöhnen, und ohne irgendwelche Vermutungen und Spekulationen über mögliche Ursachen. Sie wollen ja ein sachliches Gespräch.

Wer so vorbereitet zu einer Untersuchung kommt, ist der ideale Patient. Geben Sie nur nüchterne Daten und Fakten an und lassen Sie Emotionen aus dem Spiel. Lamentieren Sie nicht über frühere Fehler anderer Ärzte, fehlerhafte frühere Diagnosen oder falsche Behandlungen.

Dort wo Sie jetzt hingehen, kann niemand etwas dafür, wenn Sie vorher woanders nicht richtig behandelt oder beraten worden sind.

So, und beim nächsten Arzbesuch machen Sie richtig Attacke!

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