Rippenbruch - nach 7 Wochen kaum besser?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo, ich hatte vor einiger Zeit nach einem Motorrad-Unfall eine Rippenserien-Fraktur, die mich bis zu 1/4 Jahr " beschäftigt " hat.

Die Beschwerden dauern so lange an, weil bei jeder Bewegung, bei jedem Atemzug die frakturierten Rippenenden immer wieder auseinander gezogen werden und dadurch die Wundheilung extrem verzögert wird.

Fixieren wie bei Brüchen der Extremitäten zum Beispiel durch Gips oder elastischen Binden geht nicht, weil dadurch die Atmung erheblich behindert wird.

Nur : Gegen sehr starke Schmerzen gibt es eine Vielzahl von Analgetika, die muss man wirklich nicht haben. Wenn Dein Hausarzt Dir nicht helfen kann, solltest Du zu einem Schmerz-Therapeuten gehen.

Und ja, die Schmerzen wirst Du mit Sicherheit wieder los. Nur : Das dauert !!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Dein letzter Absatz vor allem ist echt tröstlich! Und ein Vierteljahr - ok, dann hätte ich ja immerhin schon mehr als die Hälfte hinter mir, das macht Hoffnung.

Leider gehöre ich zu der Gruppe von Menschen, bei denen Opioide nicht wirken. Das macht die Schmerztherapie schwierig.

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@Horsewoman

"...Opioide nicht wirken .." Das würde mich nun wirklich interessieren . Magst Du mir das erklären ??

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@Tigerkater

Es gibt eine Gruppe von Menschen, in Europa je nach Quelle 7-10% der Bevölkerung, bei denen Opioide aus genetischen Gründen keine analgetische Wirkung entfalten. Ihr Organismus stellt ein Enzym nicht her, das für die Wirksamkeit der Medikamente unabdingbar ist. Den genauen Mechanismus kann ich dir nicht erklären, bin nicht Medizinerin. Aber es weist alles darauf hin, dass ich dazugehöre; bin noch am Abklären. Darum hatte ich vermutlich zu Beginn trotz sehr starker Medikamente extreme Schmerzen, später mit viel schwächeren Nicht-Opioiden plötzlich weniger.

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@Tigerkater

Hallo Tigerkater, es ist ja jetzt schon lange her, aber vielleicht interessiert es Dich, was bei meiner genetischen Untersuchung herausgekommen ist. Tatsächlich habe ich eine Variante des Gens CYP2D6, die verhindert, dass gewisse Opioide (auf jeden Fall Oxycodon und Tramadol) in meinem Körper eine schmerzlindernde Wirkung entfalten können. Genau diese habe ich nach meinem Unfall aber lange Zeit erhalten. Ich bin froh zu wissen, dass ich nicht einfach blödsinnig wehleidig war, sondern die Schmerzen der Rippen- und Wirbelbrüche eben tatsächlich ungelindert ertragen musste.... Natürlich weiss ich jetzt auch für ein anderes Mal (das hoffentlich nie eintritt), dass man es damit bei mir gar nicht versuchen muss.

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So, 1/4 Jahr ist um, und meine Beschwerden sind zwar noch nicht weg, aber es ist doch alles deutlich auf dem Weg der Besserung. Nun kann ich auch die Schmerzmittel reduzieren. Danke noch einmal für deine damalige Antwort, Tigerkater, sie hat mir Mut gemacht!

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@Horsewoman

Das freut mich sehr für Dich und vielen Dank für Deine Rückmeldung : Das findet man leider extrem selten, dass sich jemand nach dieser Zeit noch einmal meldet.

Das ermutigt mich, hier weiter zu machen !!!

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lachen, husten und arme über den kopf sind am schlimmsten, gell?

wenn die rippen nach innen gebrochen sind, dauert es sehr sehr lange.

du solltest in jedem fall alle kontrolluntersuchungen wahrnehmen und du solltest die schmerzbehandlung mit deinem arzt besprechen.

die inneren hämatome brauchen ewig zum heilen. aber sie fixiieren dir auch bis zu einem gewissen grad die brüche.

frag deinen arzt, ob zum stützen und moderaten fixiieren ein neopren nierengurt geeignet wäre (eine nummer grösser kaufen, da er ja nicht um die nieren, sondern um den brustkorb kommt)

es ist ausgesprochen schwirig, rippenbrüche zu fixiieren. je weniger du dich bewegst, desto weniger schmerzen. nur - aufs atmen kannst du ja schlecht verzichten.

ich würde an deiner stelle ein gel aus essigsaurer tonerde oder eine arnikasalbe oder ein niedrig dosiertes heparingel an ort und stelle verwenden. verzichte bitte auf diclofenac in jeder form.

Ich sehe schon du kennst dich aus - ich fürchte, aufgrund von Erfahrungen.....

Ich war fünf Tage im Spital und drei Wochen in der Reha, vor allem wegen der Lunge und weil ich wegen innerer Hämatome kaum mehr gehen konnte. Jetzt bin ich in der Behandlung des Hausarztes. Alle deine Vorschläge befolge ich eigentlich schon, ausser dem Nierengurt. Der Druckschmerz ist schlicht unerträglich. Tja, ich muss wohl einfach vergessen, was man überall liest, nämlich dass ein Rippenbruch in zwei Monaten geheilt sei.

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schmerzen und "Hügel" am Rücken

Hab seid ein paar Wochen fast andauernd Rückenschmerzen, im Urlaub wurds dann so schlimm dass ich da zum Arzt bin (stolze 3 mal), die haben mir dann jedesmal ne Spritze reingejagt, nur die Erste brachte knapp 6h Befreiiung, die 2. nicht mehr (je Dilcofenac) woraufhin ich bei der 3. was andres (Tramal...) bekam (je dazu auch in Tablettenform) was aber kein Stück wirkte (weder Spritze noch Tabletten), dazu noch ein Muskelentspanner (Wirkung: Fehlanzeige). War dann hier zuhause auch beim Hausarzt, heute beim Orthopäden: abgesehn von nem kleinem Rundrücken nix zu sehen im Röntgenbild. Die Freundin mit der ich im Urlaub war hat mich im Urlaub auch mal massiert und da hab ich gemerkt dass neben der Wirbelsäule ne Art Hügel ist (Verspannter Muskel?) und von da strahlt auch der Schmerz irgendwie aus. Warum wirkten aber die Schmerzmittel die ich nahm (nun nicht mehr) kein bisschen und warum geht das nicht weg? Der Orthopäde ist auf den Schmerz nichtmal wirklich eingegangen, Krankengymnastik und MRT war das Endergebnis.

Hab mir aber vor paar Jahren mal die Rippe verletzt (nehm ich an, war nicht beim Arzt) indem ich, als ich auf dem Stuhl stand und abgerutscht bin mit den Rippen auf die Kante der Lehne knallte und kurze Zeit kaum atmen konnte und wochenlang Schmerzen hatte - aber wie gesagt, war nicht beim Arzt (dank Arztabneigung die sich nun etwas legte) aber damit kanns ja nichts zu tun haben nach den Jahren und da der Schmerz ja von hinten ausgeht was ich eigentlich deutlich spüre oder?

Kann das ein Muskel sein der sich einfach dermassen verspannt hat-wochenlang? Aber warum wirkt da nichtmal Schmerzmittel?

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