Rhesusfaktor?

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Bei der Bestimmung der Blutgruppe unterscheidet man neben den Blutgruppen an sich (A, B, AB und 0) auch nach dem Rhesusfaktor. Es gibt zwar noch zahlreiche weitere Faktoren in der Blutgruppenbestimmung, aber diese beiden sind die wichtigsten.

Der Rhesusfaktor beschreibt ein Oberflächenmerkmal der roten Blutkörperchen. Die Strukturen auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen bezeichnet man allgemein als Antigene, wobei das Rhesus-Antigen ein Oberflächenmerkmal ist, das in 5 verschiedenen Formen vorkommt. Der bekannte Rhesusfaktor bezieht sich jedoch nur auf eines der Merkmale. Je nachdem, ob sich dieses Rhesus-Antigen auf den roten Blutkörperchen befindet oder nicht, spricht man von Rhesus-positivem und Rhesus-negativem Blut.

Die meisten Menschen sind Rhesus-positiv, besitzen also das Rhesus-Antigen. Das liegt daran, dass bei der Vererbung das Rhesus-Antigen auch dann auftritt, wenn nur ein Elternteil Rhesus-positiv ist. Damit ein Kind Rhesus-negativ ist, müssen beide Eltern auch Rhesus-negativ sein.

Der Rhesusfaktor ist wichtig bei Blutübertragungen um die Verträglichkeit des Spenderbluts zu prüfen. Deswegen wird bei der Bestimmung der Blutgruppe immer der Rhesusfaktor mit angegeben. Es kann zwar Rhesus-negatives Blut ohne Probleme einem Rhesus-positiven Patienten gegeben werden, aber umgekehrt kann Rhesus-positives Blut bei einem Rhesus-negativen Empfänger zu Komplikationen kommen.

Hier kannst du weiterlesen: http://www.med.de/lexikon/rhesusfaktor.html

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