Refluxösophagitis 0.-1. Gr bei sehr kleiner Hiatusthernie- lebenslang PPI-Gabe erforderlich?

1 Antwort

Hallo! Ich habe deine Frage leider erst jetzt gesehen.

Bei mir wurde im letzten Jahr auch eine Refluxösophagitis festgestellt. Nachdem ich zunächst sehr hochdosiert einen Protonenpumpenhemmer genommen habe (80 mg/Tag) habe ich nach einiger Zeit wieder langsam reduziert. Mein Arzt hatte mir dann gesagt, dass ich jetzt erstmal wieder nur 20 mg nehmen soll. Ich muss jedoch dazu sagen, dass ich sowieso immer schon 20 mg genommen habe, da ich auch regelmäßig Schmerzmittel nehmen muss, und den PPI dann als Magenschutz.

Dennoch wurde mir zur Reflux-Behandlung gesagt, dass man im Grunde die 20 mg regelmäßig nehmen sollte. Wenn allerdings keine Beschwerden/Symptome mehr vorhanden wären, könnte man auch mal ausprobieren, ob man ohne auskommt und dann nur noch welche symptomorientiert nehmen, also nur dann, wenn man Beschwerden hat. Allerdings weiß ich nicht wirklich, ob die dann auch so schnell wirken.

Ich nehme halt jetzt regelmäßig meine 20 mg/Tag und wenn ich mal mehr Beschwerden habe, dann kurzzeitig 40 mg und reduziere dann nach Nachlassen der Beschwerden wieder auf 20.

Welchen PPI nimmst du denn? Ich frage aus folgendem Grund: Ich habe immer Omeprazol genommen. Als ich vor einem halben Jahr beim Augenarzt war, musste ich zu einem neuen, da mein alter in Ruhestand gegangen war. Dort musste ich erst einen Fragebogen ausfüllen bzgl. Vorerkrankungen etc. Und da sollte ich auch angeben ob und welche MEdikamente ich nehme. Als der Arzt dann gelesen hatte, dass ich schon seit mehreren Jahren Omeprazol genommen habe, meinte er, dann müsse er eine bestimmte Untersuchung des Augenhintergrundes machen, da es bei Omeprazoleinnahme zu Problemen mit den Augen kommen könne. Bei dieser Untersuchung hat er dann auch tatsächlich festgestellt, dass ich eine beginnende Makuladegeneration habe (mit 33!). Ich habe dann nach seiner Empfehlung sofort das Omeprazol abgesetzt und auf Pantoprazol gewechselt, weil dabei nach seiner Aussage diese Nebenwirkungen nicht auftreten würden. Er meinte, wenn ich Glück hätte, und das erst relativ am Anfang sei, dann könnte es sich nach Absetzen des Auslösers auch wieder ein bißchen erholen. NAch 3 Monaten musste ich zur Kontrolluntersuchung hin, da hatte sich aber (leider) noch nichts verbessert. Aber zum Glück auch nicht mehr verschlimmert. Nächste Woche sind wieder 3 Monate um, da muss ich dann wieder zur Kontrolle mit Netzhautspiegelung.

Davor will ich dich nur warnen. Falls du Omeprazol nehmen solltest, lasse bitte deine Augen vorsichtshalber untersuchen. Mein Augenarzt sagte, dass das gar nicht so selten sei.

Alles Gute und viele Grüße!

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