Rechnung/Diagnose

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3 Antworten

So spontan würde ich behaupten, dass das kein Wunschkonzert ist und du das auf die Rechnung schreibst, was du diagnostiziert hast. Du stößt ihn damit ja nicht vor den Kopf, sondern machst lediglich deine Arbeit.

Würde ich auch sagen....

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@badboybike

Das fällt mir echt schwer, weil ich den Patienten nicht in die Ecke drängen will, mit dem Ergebnis, dass er dann "zumacht" und das zumindest kleine/aufkeimende Vertrauensverhältnis durch diesen "Vorwurf - sozusagen" beendet.

Ach es ist nicht so einfach, andererseits habt Ihr beide natürlich auch Recht, .........aber er versteht diese Diagnose halt als Vorwurf, gegen den er sich wehement wehrt.

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@Piratenbraut

Mir fällt gerade noch ein, dass du ja auch den ICD drauf schreiben kannst. Andererseits musst du m. M. nach keinen Mehraufwand betreiben, nur weil der Patient etwas schwierig ist.

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Bekommt er denn die Rechnung zu sehen? Wie wäre es mit dem lateinischen oder griechischen Begriff für Zwangsneurose?

Ja das sind Privatrechnungen, auf denen stehen oben als Auflistung die Diagnosen mit drauf.

Das mit der Übersetzung ist gut, da schaut ja nicht unbedingt jeder gleich nach. Ist vielleicht eine Ausweichmöglichkeit, die Idee hatte ich noch nicht, dankeschön:-)

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Ich verstehe das Problem, muss aber sagen, dass Dein Patient, wenn er Leistungen von seiner Kasse in Anspruch nehmen möchte, auch die Spielregeln einhalten muss.

Dazu kommt, dass ohne Einsicht, dass eine Erkrankung vorliegt, und auch welche, sowieso kein Therapieerfolg zu erwarten ist.

Wenn also Deine Patienten Deine Diagnose vor den Kopf stösst, dann ist das eben so. Und er ist (noch) nicht therapiewillig und -fähig.

Alles das weisst Du sicher selber.

Ich frage mich, ob eine Einweisung in eine Klinik eine bessere Möglichkeit wäre, die Zwangsneurose anzugehen.

Einweisung ist nicht nötig, er schadet nur sich selber und ist keine Gefahr für andere, aber Dein Rat ist auch sehr gradlinig und professionell - da denke ich jetzt als nächstes drüber nach, was ja gleichzeitig eine Neupositionierung dem Patienten gegenüber bedeutet. Danke für den Denkanstoß:-)

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