Psychologie: wie gehen Menschen in Gesundheitsberufen mit Beleidigungen und Beschimpfungen um?

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Wie geht man mit Psychos um? Mit Selbstbewusstsein und klaren Ansagen. Behandle deine Frau liebevoll, aber fordere Respekt ein. Respekt kommt nicht von allein. Man muss Grenzen aufweisen. Bis hierher und nicht weiter! Streitgespräche nutzen gar nichts und auch Rechtfertigungen sind eher kontraproduktiv.

Ich wollte dir helfen, wenn du das anders siehst, dann mache es selbst oder sage genau, wie du es willst. Ich liebe dich, aber ich bin nicht dein Prellbock und Blitzableiter. Beende Gespräche, die ins Unendliche führen, indem du einfach das Zimmer verlässt und sage, so kommen wir nicht weiter.

Viele Probleme liegen auch an uns, weil wir einfach zuviel zulassen und dabei hilflos wirken, was der andere für sich ausnutzt. Lass es nicht mehr zu, aber ohne zu verletzen. Suche selbst, was bei deiner Frau wirkt. Nimm sie einfach mal in die Arme und sage ihr, du siehst gut aus, ich mag es sehr, wenn du lachst.

Im Übrigen auch Lachen und Humor kann Streit entschärfen. Einfach noch eins draufsetzen und dann lachen. Mit Humor geht alles besser und Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

Stärke dein Selbstbewusstsein und deinen inneren Frieden! Eine Beziehung ist nicht nur Lust und Frust, sondern in erster Linie harte Arbeit, vor allem an sich selbst!

Man kann alles, wenn man richtig will, weiß was man will und nach Lösungen sucht! Alles Gute für dich und deine Frau!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

So wie ich die Frage verstehe, ist Dein privates Problem nicht vergleichbar mit der Situation der Menschen die in Gesundheitsberufen tätig sind.

Der Grund ist denkbar einfach: Wir Menschen, vermutlich auch die höher entwickelten Tiere, sind im Falle einer Erkrankung einfach "schlecht drauf". Wir sind reizbarer, schneller verletzend, reagieren ungewöhnlich heftig, etc.pp., eben all das, was Du mit Deiner Frau erlebst. Diese Tatsache wird den jungen Menschen, die einen Gesundheitsberuf erlernen, im Laufe der Ausbildung von vorn herein bewusst gemacht. Auch der entsprechende Umgang mit den Kranken wird erlernt, regelrecht eingeübt. Die Ausprägung ist dabei natürlich von Berufsbild zu Berufsbild unterschiedlich stark. Ich habe als erstes den Masseurberuf erlernt, für mich war Bedingung, um in der Schule aufgenommen zu werden, vorher drei Monate lang kostenlos in einem Krankenhaus in der chirurgischen Station bei der Krankenpflege zu helfen. Da bekommt man es mit sehr unterschiedlich ausgeprägten Charakteren zu tun, man lernt sehr gut den Umgang damit.

Dazu kommt, dass der Mensch im Gesundheitsberuf auch ein Gutteil abstumpft. Hört sich ersteinmal traurig an, ist es aber nicht, es stellt einen Teil des Selbstschutzes dar. Stell Dir nur vor, jede Beleidigung oder gar Handgreiflichkeit eines Patienten würde vom Gesundheitspersonal persönlich genommen. Das ginge garnicht, da gäbe es bald keine Pfleger/Krankenschwestern mehr.

Einen Tipp für Dich i. S. Deiner Frau habe ich eher nicht. Ich bin nur der Meinung, wenn es eine klare Diagnose für das Verhalten Deiner Frau gibt, dann sollte es auch entweder eine passende Therapiemöglichkeit -, und/oder aber zumindest eine medikamentöse Lösung geben, um die Reizschwelle Deiner Frau abzusenken. Eine milde Variante fällt mir dazu mit Johanniskrautpräparaten ein. Vielleicht reicht auch bereits Johanniskraut-Tee, tgl. ein paar Tassen. Auch die Familie der B-Vitamine können nützlich sein, denn sie sorgen für gut funktionierende Nerven, Vit. B 12 = Nervennahrung. Ich rate aber immer dazu alle Vitamine der B-Familie zu nehmen. (Vit.B Complex)

Auch ein Test auf Nahrungsmittelunverträglichkeit kann viel Sinn machen. Habe einmal einen Beitrag im TV gesehen, da wurde ein Kind gezeigt, das in einer Szene sehr friedvoll und sozial mit anderen Kindern spielt. In einer anderen Szene sieht man das gleiche Kind wie es völlig ausrastet, tobt, schreit, um sich schlägt. Grund: Er hatte ein Stück Banane zu essen bekommen. Darauf passierte irgendetwas im Körper, das diese Ausraster auslöste. Der Prof., der diese psych. Klinik leitet, ist der Meinung, dass mindestens 40% der stationären Psychiatrien leer wären, wenn all die Insassen auf eine Lebensmittelunverträglichkeit getestet,- und entsprechend ernährt wären. Wie weit seine Aussage von anderen Psychiatern bestätigt wird, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis, lässt sich aber sicherlich herausfinden.

Sollte Deine Frau aber einfach nur frech und unerzogen sein, dann würde ich tatsächlich die Trennung vorziehen, denn Ihr Verhalten verdienst Du nicht.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Zunächst mal: dafür hat man zwei Ohren, da rein und da wieder raus.

Wenn es um Deine eigene Frau geht, ist das etwas anders gelagert, denn als Ehemann bist Du verpflichtet, sie zu lieben. Liebe erträgt alles.

Zur Aggression:

Ich habe es selbst erlebt, daß folgende Ernährung dazu führen kann, daß man teils extrem aggressiv werden kann:

  • Genuß von Weizen (seit Umstellung auf Dinkel ist alles ganz easy)
  • Medikamente wie Kortison
  • bei Frauen: ein Ungleichgewicht von Progesteron und Östrogen, läßt sich am besten behandeln
  1. mit dem massiven Essen von Mandeln (die schwemmen Östrogen aus und enthalten gleichzeitig Magnesium zum Entspannen und B-Vitamine für die Nerven)
  2. und dazu Essen von Schafgarbe oder jungen Trieben von Frauenmantel, die erhöhen den Progesteronspiegel und relativieren damit das Östrogen)
  3. Vermeiden von allen östrogenhaltigen Nahrungsmitteln, wie Soja, Holunder (Hugo), Salbei, Leinsamen usw.

Dann solltet Ihr Euch um normale Kommunikation bemühen, dazu hilft vielleicht das Modell von Friedemann Schulz von Thun.

Es gibt weiter "die 5 Sprachen der Liebe", die von verschiedenen Menschen gesprochen werden. Man sollte sich um die jeweils andere bemühen und sie erlernen, damit der andere sich auch geliebt fühlt und und es nicht nur theoretisch weiß. Ohne Liebe ist das schwierig mit Beziehungen, aber keine Angst, dsa läßt sich erlernen. So kommen dann auch wieder ganz neu die Gefühle dazu.

Habt Ihr mal eine Paartherapie gemacht?

Bide.de gibt wertvolle Hilfen für Paare an einem Wochenende ohne spezielle Therapie.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Mit den Ernährungsaspekten werde ich mich bei nächster Gelegenheit einmal auseinander setzen. Psychologiebücher habe ich schon mehrere gelesen (u. a. Doris Wolf, Berckhan, Glass), aber in Bezug auf meine Frau hat mich das alles nicht weiter gebracht. Paartherapie sowie weitere Einzeltherapien lehnt sie grundsätzlich ab. Das größte Problem sind ihre Stimmungsschwankungen und die Aggressionsausbrüche, s. o.

"Liebe erträgt alles." -> ich habe schon sehr, sehr viel in den letzten Jahren ertragen. Aber wenn man sich quasi ein Bein ausbricht und dafür wenig oder gar keine Anerkennung erhält, ist das schon frustrierend. Und wenn man dann noch als einziger quasi als Fußabtreter genutzt und beschimpft wird, kommt irgendwann der Punkt, wo es langsam reicht.

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@elvislebt

Du hast recht, menschlich gesehen reicht es.

Aber Gott (ich rede hier von dem Gott der Bibel) bietet Dir eine unerschöpfliche Quelle der Liebe an. Er selbst ist die Liebe (lies dazu das Johannesevangelium https://www.bibleserver.com/text/SLT/Johannes1

und laß weg, was Dir zunächst unverständlich erscheint. Lies einfach weiter.

In Jesus Christus bekommst Du Vergebung Deiner Sünde und hast dadurch Zugang zu Gott. Er bietet Dir an, mit Dir und in Dir zu leben, so daß seine Liebe durch DIch wirksam werden kann. Das klingt wohl erst merkwürdig, aber lies das mal aufmerksam durch und bitte Gott vor jedem Lesen, daß er Dir erklärt, was DU wissen mußt. Ich habe das getan und viele andere auch. Und dann ist es möglich, den verrücktesten Ehepartner zu lieben ;-)

Gibt es eine ärztliche Diagnose dafür, warum Deine Frau unter diesen Stimmungsschwankungen leidet? Es ist ja nicht nur für Dich schrecklich, sondern auch für sie.

Sie sollte zum Hausarzt gehen und sich auch beim Frauenarzt untersuchen lassen.

Und Ihr beide solltet Euch mit Gottes Wort befassen. Das könnt Ihr jeder selber tun. Und Ihr solltet Euch ganz seiner Liebe aussetzen. Dann kann Gott Euch beide erziehen und mit den Dingen ausrüsten, die Euch fehlen.

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Da gibt es nur eins. Trennung. Erst wenn deine Frau ganz unten angekommen ist, wird sie ihr Verhalten ändern. Und ihr Umfeld bestätigt sie, dass sie richtig handelt. Setze ihr klar eine Grenze. Wir Kinder dürfen es nicht und Erwachsene sind unsere Vorbilder. Wenn du so nicht in Zukunft auch von Pflegekräfte behandelt werden willst, musst du handeln. Entweder Anstand oder gehe. Wenn sie ihre Arbeit nicht schafft, hat sie kein Recht jemanden als dumm zu bezeichnen. Dann muss sie zusehen, wo sie bleibt. Das ist eine menschliche Reduzierung auch für dich. Aber du bist nicht reduziert, sondern eine wertvolle Person, die es nicht verdient hat sie so behandeln zu lassen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ganz wichtig ist die Selbstfürsorge. Tu dir immer mal wieder etwas Gutes, etwas was dich stärkt. Wenn du stark bist, respektiert dich dein Gegenüber eher.

Eventuell kann dir auch Therapie zustehen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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