Psychische Schwierigkeiten?

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3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hey Rosie,

erstmal Respekt für dein Outing. Ein guter Schritt vorwärts.

Fühl dich nicht schlecht, wenn Menschen in deinem Umfeld vielleicht nicht so reagieren wie du es vielleicht erwartest vorallem Großeltern wir sprechen hier von ganz anderen Generationen die in einer Zeit aufgewachsen sind wo diese Thematik nicht so offen behandelt wurde wie heute. Nimm ihnen das bitte nicht übel.

Zu deinen Problemen

Deine Phobien kannst du alle auflösen es ist nicht unmöglich, dafür gibt es sogenannte Konfrontationstherapien.

Was ich dir empfehlen würde, frag dich selbst mal woher diese Phobie kommt.

Versuch dich an deine Vergangenheit zu erinnern an welche Stelle in deinem Leben diese Phobie gegenüber der Dunkelheit entstand, denn meistens hat sich eine gewisse Situation vorallem im Kindesalter sich verknotet und du verknüpfst negative Emotionen mit der Dunkelheit.

Bezüglich den Panikattacken und den anderen Phobien wäre langfristig eine Therapie eine durchaus gute Option. Fühl dich nicht blöd und denke nicht du bist nicht normal wenn du eine Therapie brauchst. Extrem viele Menschen machen eine Therapie und extrem viele Menschen machen keine obwohl sie eine brauchen.

Ich selbst habe Therapien hinter mir und glaub mir wenn ich dir das so sage.

Du suchst nach Personen die dich verstehen und aufklären können was du machen kannst? Genau das bringt eine Therapie mit. Wichtig hierbei ist es das du die Person auch sympathisch findest dies hilft deutlich bei der Therapie.

Stress mit Eltern

Das du Stress mit deinen Eltern hast ist völlig normal. Im Endeffekt machen sich deine Eltern einfach sorgen und wenn sie nicht mehr wissen was sie noch machen können werden sie frustriert und Konflikte entstehen vorallem in deinem Alter.

Nimm ihnen das aber nicht übel es ist völlig menschlich und zeigt eine klare Empathie dir gegenüber.

Wohlfühlsein

Du sagst das du dich wohlfühlst wenn du in der Nähe deiner Freundin bist. Das ist gut. Du fühlst dich wohl und sicher bei ihr, also sprich mit ihr über all deine Probleme. Das solltest du aber auch definitiv mit deinen Eltern machen und zwar so wie du es eben mit deiner Freundin machst, da deine Eltern mehr Erfahrung mit sich bringen und das Gespräch eure Eltern-Kind Beziehung auch hilft. Du wirst überrascht sein was deine Eltern alles erlebt haben.

Was ich dir noch mitgeben kann, fokussiere dich nicht auf deine negative Gedanken. Beschäftige dich mit etwas was dein Kopf beansprucht, denn wenn du nichts machst wird deine Stimme im Kopf lauter eben weil dein Kopf was zu tun braucht.

Solltest du keine Besserung sehen, versuch etwas ganz anders. Ändere dein Alltag, nimm dir Projekte vor. Plan deinen Tag.

Abschließend möchte ich dir sagen, fühl dich nicht schlecht!

Du bist toll genauso wie du bist mit all deinen Macken und Ecken.

Bei Stress:

Vitamin B als Komplex und Magnesium extra einnehmen. Außer B12 läßt sich da leider nichts sinnvol lmessen.

Im Winter unbedingt den Vitamin-D3-Spiegel messen lassen.

Ich habe selbst psychische Belastungen und bin in Therapie, was ich dir natürlich auch rate. (Seltsamerweise schreibst du nichts davon.)
Kürzlich wurde mir ein Selbsthilfebuch empfohlen, und es ist das hilfreichste Buch das ich je gelesen habe. Es beschreibt die auf Achtsamkeit basierende Akzeptanz-und-Commitment-Therapie (ACT), die sehr erfolgreich ist. Der Titel ist: Wer dem Glück hinterrennt, läuft daran vorbei, von Russ Harris. Die Methode ist bei vielen psychischen Belastungen hilfreich, auch bei Angststörungen und sogar bei Schizophrenie. Online gibt's Leseproben.

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