Psychische Erkrankung Verfolgungswahn

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Einweisungen in eine psychiatrische Abteilung oder in die Psychiatrie können nur vom Gericht vorgenommen werden. Oder der Patient entschließt sich freiwillig zu einer Behandlung in der Psychiatrie. Leider ist es aber meistens so, dass sich erst ein enormer psychischer Stress aufgebaut haben muss, bevor der Patient erkennt, dass er Hilfe braucht. Erst wenn diese Menschen, ähnlich wie Süchtige, ganz unten sind, sind sie bereit etwas zur Heilung zu unternehmen. Und genau so verhält es sich auch bei dem Mann, von dem du erzählst. Tut mir leid, aber so ist es wirklich.

Gibt es angstbedingte Wahnvorstellungen?

Ich habe Brechangst, die sogenannte Emetophobie. Ich bin körperlich kerngesund, das haben mir alle Ärzte nach allen Untersuchungen bestätigt. Ich bin stark hypochondrisch, was Viren/Infekte betrifft. Sobald ich höre, dass irgendwo jemand krank ist, geht es mir selbst tagelang schlecht. Ich wasche mir ständig die Hände, rechne die Inkubationszeit nach, rede mir einen Infekt ein und ich habe tatsächlich KÖRPERLICHE SYMPTOME! Diese sind: permanente Dauerübelkeit, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Muskelzucken, Haarausfall, Pickel, Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Zittern, Bindegewebsschwäche, Herzrasen/stolpern, Unwohlsein, Speichelfluss, Mundtrockenheit, Zyklusstörungen, Nervosität, innere Unruhe, Hitzewallungen, Appetitlosigkeit, keinen Hunger, Mundentzündungen, Erkältungssymptome, Schwindel, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und einfach allgemeines, permanentes Unwohlsein + Krankheitsgefühl. Ich bin permanent der Meinung, mir einen Infekt eingefangen zu haben und wenn dann gerade DIESE Symptome kommen, fühle ich mich in der Annahme bestätigt, wirklich ein Virus zu haben. Das steigert sich dann so, dass ich mich richtig krank fühle und es sich jedes Mal anfühlt, wie eine Magendarmgrippe aus Kindheitstagen, und dann denke ich "Das ist nicht die Psyche, DAS ist ein VIRUS!" Jedes Mal ist es dasselbe, und es fühlt sich so verdammt echt an, so passend und ich fühle mich krank. Dann kommen noch Zwangsgedanken und Angstfantasien und ich mache sogar Prophezeiungen, wann ich k*tzen werde; wenn Sommer/Winter ist ktze ich, wenn das und das passiert ktze ich, wenn ich das und das mache ktze ich und nie passiert es wirklich. Manchmal beobachte ich die Übelkeit und wenn ich sie ignoriere, wird sie so stark, dass ich wirklich meine, ich ktze gleich. Oder ich male mir aus, dass mir so übel wird, dass ich aus Panik zu Verwandten laufe etc weil ich das damals bei meinem Brecherlebnis als Kind gemacht habe. Ich glaube auch gar nicht, dass ich unbedingt ein Virus brauche um zu ktzen; manchmal glaube ich einfach jetzt schon zu wissen, dass ich irgendwann jeden Tag einfach so ktze, aus Angst und Stress. Ich würde gerne glauben, dass das alles reine Kopfsache ist, aber es geht nicht, ich hab bei Viren/Krankheiten den Bezug zur Realität verloren und logisch denken kann ich da auch nicht mehr. Seitdem klar ist, dass ich nichts Chronisches habe, vermute ich hinter diesen Symptomen einfach in jeder akuten Lage einen Magendarminfekt. Ausgeschlossen ist sowas ja nie und wenn dann die Panik kommt, verstärken sich die Symptome und die Angst wächst. Meine beiden größten Probleme sind der permanente Glaube, ein Virus zu haben und jeden Moment krank zu werden, weil es sich so ECHT anfühlt und die Tatsache, dass ich nicht glauben KANN, dass meine KÖRPERLICHEN SYMPTOME psychisch bedingt sind. Frage: Woher kommen diese verdammten Symptome? Woher kommen diese fast schon wahnhaften und komischen Gedanken? Und vor allem: Sind diese Symptome wirklich eindeutig rein psychisch bedingt?

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Seit 4 Wochen krank geschrieben und keine Besserung in Sicht (Depressionen) Psychiater sagt ich flüchte?

Liebe Communit,

ich habe ein ernsthaftes Problem. Ich hatte schon immer Depressionen und früher auch Angstattacken. Immer wieder bin ich auf der Arbeit (es geht dann nicht mehr und ich schlafe nicht und könnte heulen und finde keine Ruhe) krank geschrieben meist nur 1 Woche so alle 2 Monate etwa. Jetzt wurde es immer mehr und diesmal war ich auch beim Psychiater, der mich 2x krank schrieb. Nun will er aber, dass ich wiedee zur Arbeit gehe.Ich flüchte und vermeide. Ich werde gemobbt und verstehe mich mit direkten Kollegen nicht gut (mit einer ganz schlecht, sie ist generell sehr giftig). Ich habe es immer wieder versucht doch es geht nicht und dazu kommen die depressiven Phasen, die nun seit vielen Jahren mehr geworden sind. Hinzu Trauerfälle, die mich stark getroffen haben. Mir fehlt die Hoffnung und der Sinn. Ich bin innerlich leer und gleichzeitig total traurig und sehne mich nach Hilfe.

Ich weiß nicht was ich tun soll, ich finde keine ruhige Minute, keine wirkliche Freude, ich habe keine Kraft mehr und das war schon mehrfach schlimm nur jetzt ist der Höhepunkt. Ich muss mich zusammenreißen Termine wahrzunehmen, den Alltag Kriege ich mwhr schlecht als recht auf die Reihe, putzen, waschen... keine Energie dafür.

ich will nicht mehr dahin, aber ich habe Angst wie es weiter geht. das ich es bereuen könnte...

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Ist ein Neurologe bei psychischen Erkrankungen ebenso „geeignet“ wie ein Psychologe?

Weil ich vor Jahren unter einer Zwangsneurose (Waschzwang) litt, ging ich nach dem Klinikaufenthalt damals zur Nachsorge und weiteren Medikamentenverordnung zu einem bei uns ansässigen Neurogen. Ich fühle mich dort gut aufgehoben, Besuche sind eigentlich nur noch zur Rezeptverordnung und gelegentlicher Blutkontrolle nötig. Mein Medikament (Venlaxafin) soll ich weiter, quasi zur Rückfall-Vorsorge, nehmen. Damit komme ich auch gut klar. Aber nun zur eigentlichen Frage: Ich bin ja nun zu einem Neurologen gegangen, ein Psychologe wäre aber natürlich auch der richtige Ansprechpartner gewesen. Ich weiß, dass die Neurologie auf Erkrankungen des Nervensystems spezialisiert ist, der Übergang zur Psychiatrie aber fließend ist. Haben denn beide Fachrichtungen auf dem psychologischen Feld den gleichen Ausbildungs- und Wissenshintergrund?

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