Psyche und Demyelinisierung

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1 Antwort

Das Myelin der Markscheide (Biomembran) der Markscheiden hat einen besonders hohen Lipidgehalt (70 %) und einen relativ geringen Proteinanteil (30 %). Die Lipidkomponente besteht aus 25 % Cholesterin, 20 % Galactocerebrosid, 5 % Galactosulfatid und 50 % weiteren Phospholipiden, hauptsächlich Phosphatidylethanolamin und Lecithin. Die nötigen Proteine müssen vom Körper alle gebildet werden.

Ausreichend Myelin zu bilden um Marscheiden aufzubauen und zu reparieren ist also eine Komplexe Sache des Stoffwechsels. Auf den wirken sich Ernährungs- und Lebensweise auch aus. Stress kann durchaus langfristig dazu führen, dass da Defizite entstehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Myelin

Multiple Sklerose beruht auf der Zerstörung des Myelins durch körpereigene Zellen des Immunsystems, stellt also eine neurodegenerative Autoimmunerkrankung dar. Dies ist ebenfalls beim Guillain-Barré-Syndrom der Fall, bei dem das eigene Immunsystem durch die Myelinschicht dringt und Nervenzellen schädigt oder gar durchtrennt. Im Gegensatz zur multiplen Sklerose reparieren sich bei dieser Krankheit die Zellen überwiegend selbst...

Diskutiert wird darüber hinaus eine Rolle in der Entstehung psychischer Erkrankungen wie beispielsweise der Schizophrenie. Auch bei der perniziösen Anämie, die auf einen Mangel an Vitamin B12 zurückzuführen ist, kommt es zur Degeneration der Myelinscheiden und der dadurch bedingten Ausfallerscheinungen.

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