Probleme mit der Muskulatur des unteren Rücken?

3 Antworten

Um Deine Frage für Dich beantworten zu können, muss man sehr viel mehr wissen, als Du hier angibst. Da selbst in Deinem Profil keinerlei Angaben stehen, müsste man hier noch mehr fragen, wie m/w, Alter, Beruf, Sport, Vorerkrankungen, etc, pp.

 

Zunächst mal glaube ich nicht, dass Deine Skoliose angeboren ist. Du hat Deine Skoliose vermutlich schon so lang, wie Du bewusst zurück denken kannst, das wäre dann eine glaubhafte Aussage.

 

Wichtig zu wissen ist die Ursache der Skoliose, in den allermeisten Fällen ist diese Ursache überhaupt nicht mal bekannt. Es gibt aber eine recht große Anzahl an Möglichkeiten; hattest Du mal eine Rachitis, eine Knochenmarksentzündung, einen Morbus Scheuermann, oder gar eine Knochentuberkolose, bist Du irgendwann einmal extrem schnell gewachsen, hast Du ungleich lang gewachsene Beine, sind die Füße beide gleich geformt, hast Du Café-au-lait-Flecken auf der Rückenhaut, betreibst Du einseitig belastenden Sport oder ebenso Beruf, besteht genetisch eine Disposition, leidest Du an einer Nervenerkrankung, kann ein Unfall (vom Wickeltisch gefallen) in Kleinkindheitstagen Ursache sein ? Es gibt als Ursache noch weitere Möglichkeiten, Du siehst es müssen erheblichst mehr Parameter bekannt sein.

 

Desweiteren muss man wissen wieviel Grad nach COBB Deine Verkrümmung aufweist. Aber egal, - auch ohne dieses genaue Wissen kann ich sagen, dass eine Skoliose im oberen Bereich der WS immer eine Auswirkung auch auf den unteren Teil der WS hat, - das kann garnicht anders sein!

 

Desweiteren ist für einen Therapie-Rat wichtig zu wissen, wie die Beweglichkeit, die Kraft und die Dehnfähigkeit des betroffenen Bereiches ist. Dabei ist auch wichtig, ob die Skoliose von einer Rotation begleitet wird. Das kann durchs Net keiner überprüfen.

 

Wenn Du bereits bei so viel verschiedenen Ärzten warst, dann kann ich es mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Dir noch nie einer dieser Ärzte das Problem mit Dir oder Deinen Eltern ernsthaft durchgesprochen hat. Daher kann ich es auch nicht nachvollziehen, dass Du Dich nicht für ernst genommen fühlst. Kann es nicht auch umgekehrt sein, dass Du die Ärzte nicht ernst nimmst? Oder vielleicht haben Dir der eine oder andere Arzt es Dir nicht so gut erklärt, dass Du es deshalb nicht verstanden hast, was sie Dir gesagt haben und Du fühlst Dich deswegen unverstanden. Oder umgekehrt, Du erklärst den Ärzten nicht exakt genug wie die Beschwerden sich auswirken.

 

Aber egal, wie auch immer, Deine Frage ist so nicht zu beantworten, außer, dass ich Dir empfehle, schau mal auf Youtube die Seiten der Kollegen Liebscher&Bracht an, dort werden Übungen gegen allerlei orthopädische Beschwerden gezeigt. https://www.youtube.com/watch?v=PSUgh62FsVE Vielleicht ist da ja was für Dich bei das Dir hilft. Die Übungen gegen die Skoliose müssen dann aber täglich durchgeführt werden, sonst kannstes gleich lassen. Du findest natürlich auch Übungen für die LWS, aber die alleine werden Dein Problem nicht lösen, gute Besserung. VG

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Danke für Deine ausführliche Antwort.

Bei mir ist es Morbus Scheuermann. Sport habe ich nie gemacht und ich saß seit der 5 Klasse bis zur Beendigung meiner Ausbildung die samte Freizeit am Computer und habe Videospiele gespielt. Aber seit den letzten 3 Jahren laufe ich sehr viel und seit 2 Monaten mache "normale" Krankengymnastik zuhause. Ich arbeite 8 Stunden am Tag am Computer, stehe allerdings einen Großteil davon an einem hohen Tisch und ich bin in der Pubertät sehr schnell gewachsen.

Das besagte Problem ist erst mit dem Ende des Wachstums aufgetreten und da war die Skoliose schon seit 10 Jahren bei mir bekannt.

Genaue Bemessungen usw. gibt es alles. Wie geschrieben war ich bei einem Spezialist. Es gibt sowohl oben als auch unten eine Verkrümmung und eine Beinlängendifferenz von mindestens 3cm. Während meiner Reha wurde sich um solche Dinge gar nicht gekümmert. Ich habe auch mal eine Laufanalyse gemacht und bekam anschließend Einlagen von 1cm. Ich habe jedoch keine leichte Verbesserung gespürt. 3cm würden gar nicht in den Schuh passen.

Und nein, ich wurde nicht von den Orthopäden ernst genommen. Wenn man etwas mehr im Internet ließt, dann wird man feststellen, dass das ein weitverbreitetes Problem ist. Der Spezialist sagte, ich soll die Reha machen und die speziellen Übungen danach fortsetzen, aber meine beschriebenen Beschwerden haben sich nicht verändert. Ich habe den Hausarzt darum gebeten, eine MRT-Untersuchung zu bekommen, aber er sagt, dass er so etwas nicht verschreibt, wenn keine Schmerzen vorliegen.

Ich will hier keine Diagnose, ich will nur wissen, an wen ich mich jetzt wenden muss.

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@Ungeheilt

Tja, der Orthopäde ist da schon der richtige Facharzt. Dann habe beim nächstem Mal eben "Schmerzen"! Schmerz ist total subjektiv, was für Dich ein Ziehen ist, ist bei anderen bereits ein Schmerz. Oder geh zu einem anderen Arzt. Er sollte Dir im Idealfall eine Verordnung über KGG geben, der Physiotherapeut wird Dir dann zeigen, an welchem Gerät, welcher Muskel trainiert werden muss und mit welcher Dehnung welcher Muskel gelockert werden muss.

Nur 1cm Längenausgleich ist natürlich viel zu wenig, wenn die Differenz der Beinlängen echte drei Zentimeter beträgt. Mein Tipp: Nimm eine altes Paar Schuhe, die Du eigentlich schon immer mal aussortieren und entsorgen wolltest. Geh damit zu einem Schuhmacher (kann auch Mr.Minit sein) und lass Dir eine zusätzliche Sohle in 1 cm Stärke unter den gesamten Schuh (nicht nur die Hacke) des kürzeren Beines kleben. Damit lauf mal einige Wochen zur Gewöhnung, dann geh erneut zum Schuhmacher und lass eine weitere Sohle drunterkleben. An diese nun 2 cm wieder eine Zeit lang gewöhnen, dabei die Rückenproblematik bewusst beachten, als hilfreich hat sich dabei ein Problemetagebuch zu führen erwiesen. Sollten sich nun die Beschwerden spürbar mehr oder weniger stark bessern, dann geh ein weiteres Mal zum Schumi und lass erneuteine Sohle, nun 0,5 cm dazu kleben, und wieder dran gewöhnen. Meiner Erfahrung nach sollte es nun reichen, da bei Dir ja die doppelte Ursachenproblematik eine Rolle spielt. Gegen die Auswirkung des Scheuermann helfen die Sohlenverstärkungen natürlich nix. Hast Du den Scheuerman stark, also mit Brüchen von Seiten- oder Grund-/Deckplatten (Keilwirbel), oder bestehen nur die Schmorl´schen Knötchen? Dagegen können nur die o.g Muskelbehandlungen (kräftigen/dehnen) helfen. Machst Du beides, also Schuhsohlenerhöhung und die muskulären Maßnahmen, kann es nur besser werden.

Wenn der Selbstversuch der Schuhsohlenerhöhung Erfolg zeigt, - wovon ich aus Erfahrung ausgehe, dann geh mit dem erhöhten Schuh in der Hand zum Orthopäden, zeige ihm die Maßnahme. Dann kann er Dir diese Erhöhung auch auf Rezept verordnen, damit gehst Du zum orthop. Schuhmacher. VG

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@Winherby

Ich habe nächste Woche Freitag einen Termin bei meinem derzeitigen Hausarzt. Ich habe vor, das Thema bei ihm wieder anzusprechen bzw. diesem Arzt hatte ich es vor einem Jahr 1 mal erzählt und da kam die Frage mit den Schmerzen und als ich das verneinte, wollte er mir nicht helfen. Der erinnert sich da bestimmt nicht mehr dran. Deshalb wollte ich mich hier vorbereiten, damit ich weiß, wie ich es angehen kann. Ich werde dann sagen, dass ich seit 10 Jahren Schmerzen in dem Bereich habe und die Ursache für die Beinlängendifferenz wissen möchte. Es gibt ja Röntgenbilder, mindestens 3 Versionen. Ansonsten lasse ich mir eine Überweisung geben, für einen anderen Orthopäden.

Das mit den Einlagen halte ich als zweite Alternative fest. Ich kenne den YouTube-Kanal von Liebscher und Bracht auch schon etwas länger. Erst vor 2 Monaten hat er auch Video veröffentlicht, wo es genau um das Thema Beinlängendifferenz geht. Und er erklärt, wie es dazu (in den meisten Fällen) kommt und es eigentlich nicht ideal ist, diese Muskelfehlfunktion mit Einlagen zu unterstützen, sondern das verkürzte Bein wieder an die richtige Position zu bringen. Deshalb ist es für mich wahrscheinlich nun am wichtigsten zu wissen, ob ich bei mir die Muskulatur mit Übungen verändern kann. Wenn es nur von der Skoliose kommt, dann kann ich das vergessen.

Einer der Orthopäden sagte damals auch mal etwas davon, als ich ihn auf Einlagen angesprochen hatte (das war ein paar Jahre, bevor ich dann das erste mal welche hatte), dass sie, wenn nicht das kürzere Bein, sondern das längere verlängern müssten. Ich habe das damals nicht verstanden, aber da war wohl auch gemeint, um die Muskulatur bei dem Kürzeren irgendwie zu verändern.

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@Ungeheilt

WENN, also nur wenn die Beinlängendifferenz durch eine Fehlstellung z. B. im Iliosacralgelenk (ISG) ausgelöst wird, nur dann kann man dagegen mit KG oder Manuelle Therapie etwas unternehmen. Ich glaubte Deinem bisherigen Text entnehmen zu können, dass es sich um eine echte Beinlängendifferenz handele, also um unterschiedlich lang gewachsene Beinknochen. Nur für diesen Fall gilt auch mein Tipp mit der verdickten Schuhsohle.

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Hallo ungeheilt,

ich glaube nicht das dir ein Physiotherapeut ein Ferndiagnose

stellen kann, das geht nur an Ort und Stelle.

Glaubst Du das die Verspannungen surch Fehlhaltung bei der

Bewegung "Laufen" entsteht oder hast Du morgendliche
Verspannungen ? 

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Ich habe sowieso nicht um eine Diagnose gebeten.

Ich weiß/glaube gar nichts zur der "Verspannung", wenn es denn überhaupt eine sein sollte.

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hast du ein hohlkreuz?

Ja, 45° Lordose

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