Privatpatient-Krankenhausauswahl?

4 Antworten

Also es kommt tatsächlich immer auf den Krankenversicherungstarif an. Manche Tarife bieten keine freie Krankenhauswahl. Allerdings kommt das meist erst zum Tragen, wenn man einen Unfall hat und schnell ins Krankenhaus muss. Besonders günstige Tarife zahlen dann nur den Weg zum nächstgelegenen Krankenhaus.

Bei einer bevorstehenden Operation kannst du dir den Arzt bzw. das Krankenhaus selber auswählen. Häufig wird bei sowas auch auf eine Krankenhaustagegeld (http://www.krankenhaustagegeld123.de/leistungen/) zurückgegriffen, um ggf. dem Chefarzt die Operation durchführen zu lassen. Die Mehrkosten können dafür dann über die Versicherung gedeckt werden.

Du kannst dir auch die Klinik und den Chirurgen aussuchen auch als Kassenpatient.

Stimmt. Nur kann man nicht auf die Behandlung durch den Chefarzt bestehen. Auch nicht bei Operationen. Dafür gibt es dann in aller Regel den Ltd. Oberarzt, der in dieser Funktion auch den Chefarzt "vertritt".

1
@Nic129

Also das bezieht sich jetzt auf Kassenpatienten.

Bei Privatpatienten besteht natürlich - sofern es in der PKV enthalten ist - das Recht auf Behandlung durch den Chefarzt. :)

0
@Nic129

Wobei, ich teilweise die Erfahrung gemacht habe, dass viele Oberärzte näher am Geschehen sind und sie meines Erachtens genau soviel, wenn nicht mehr, Erfahrung haben als ihre Bosse. Ich persönlich bestehe nicht auf Chefarztbehandlung obwohl es in meinem Vertrag als Leistung mit drin ist. :-))

3
@rulamann

Es ist am Ende ja wirklich sowieso egal, ob jetzt der Oberarzt angelaufen kommt oder der Chefarzt. Am Ende wird der Patient doch trotzdem in der Demo besprochen und sich mit allen Kollegen ausgetauscht. Da ist dann die ganze Mannschaft versammelt. Toll, dann kommt eben am Mittag der Chefarzt persönlich rein und teilt vielleicht eine Entscheidung mit, die in der vorherigen Demo von einem Oberarzt eingebracht wurde g

Ne stimmt schon. Es gibt Chefärzte die operieren im Jahr eine überschaubare Anzahl an Patienten - wo mancher Oberarzt ihn sogar zwei Mal in den Sack stecken könnten. Da wäre es sicherlich sinnvoller, einen "erfahrenen" Oberarzt schneiden zu lassen.

Muss nicht immer alles besser sein. Manchmal kann so ein Schuss auch mal in die falsche Richtung gehen. Dann steht man vielleicht schlechter da, als wenn man nicht auf seine CA-Behandlung gepocht hätte.

2
@Nic129

Ja, Nic, diese Erfahrungen habe ich leider auch schon mehrfach gemacht. Ich frage oft schon bei der Anmeldung nach einem Termin beim Oberarzt. Bei den Chefärzten im Krankenhaus ist es doch oft so, dass sie zwar i.d.R. 2 mal täglich zur Visite kommen, kurz "guten Tag" sagen und dann ganz schnell wieder draußen sind! Für Fragen bleibt da wirklich keine Zeit. Aber die 2 Visiten stehen natürlich dann täglich auf der Rechnung (allerdings auch, wenn mal "nur" der Oberarzt reingekommen ist!!) Die tägliche Arbeit machen doch auch bei privaten Patienten die Stations- oder Oberärzte. Wenn wirklich große Probleme auftauchen, so wird der Chef ja sowieso mit in die Behandlung einbezogen. LG

2

Privat Versicherte haben gewisse Vorteile gegenüber gesetzlich Versicherten. Nicht nur eine freie Krankenhauswahl, sondern auch individuelle Wünsche über Verpflegung, Unterkunft und behandelnden Arzt werden berücksichtig, während Patienten in der gesetzlichen Krankenkasse oftmals Krankenhäusern und Ärzten nur zugewiesen werden.

Was möchtest Du wissen?