Private KV mit negativer Bonität?

3 Antworten

Ich würde mir einen Wechsel aus "Kostengründen" gut überlegen. Die Frage im Augenblick ist, ob das System mit der PKV überhaupt zukunft hat, wenn (wie bald in Hamburg) die Beamten entscheiden dürfen, ob sie auch in die GKV gehen dürfen. Dann würde ein Riesenteil der PKV-Patienten wegfallen und die Preise könnten auf die anderen umgelegt werden.

Wenn du nur die gesetzlichen Aspekte abgedeckt haben willst, dann interessiert das normal keinen Leistungserbringer. Falls du einen Arzt brauchst, dann verlangen die oft den 2,3 fachen Satz oder mehr und du würdest von deiner PKV nur den 1,0 fachen Satz bekommen.

Ich würde auch an die nächsten Jahre denken. Frau, Kinder, etc. würden evtl auch mitversichert werden müssen. Und ab spätestens diesem Zeitpunkt ist die GKV sehr praktisch. Wenn man überlegt, dass man noch 10 Jahre draufzahlt und danach froh ist, dass es eine Familienversicherung in der GKV gibt.

Es sind nur ein paar Denkanstöße, die mir zur Zeit viele Personen sagen, die sich im Nachhinein nicht mehr in die PKV begeben würden.

Soweit ich weiß, gibt es noch immer bei den gesetzlichen den sog. Studententarif, der aber auch für frische Selbstständige gültig ist.

Du musst dazu ein geschätzes Einkommen angeben und das wird von Zeit zu Zeit überprüft. Für diese Zeit bist Du mit ca. 155 € ges. krankenversichert. Frag mal danach. LG

Die DAK hat das so scheinbar nicht. Also schon für Studenten, aber nicht für Existenzgründer.

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@Kontraproduktiv

Bei der BEK gibt/gab(?) es diese Möglichkeit, jedenfalls war es noch vor 8 Jahren so, weiß ich aus einer Erfahrung in der Familie. Womöglich musst Du mal andere GKV anfragen. LG

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Hallo,

jedes Unternehmen der privaten Krankenversicherung (PKV) entscheidet völlig selbständig, ob ein Versicherungsantrag angenommen wird oder nicht. Wenn das Risiko, dass die Beiträge später nicht gezahlt werden, überdurchschnittlich hoch ist, neigen viele PKV-Unternehmen zu Antragsablehnungen. Die Bestimmung dieser "roten Linie" ist bei jedem Unternehmen unterschiedlich (teilweise auch je nach Tarif). Die Versicherung kann seit 2009 den Vertrag nicht mehr einseitig beenden. Ggf. ist in 1 oder 2 Jahren bei positiver Entwicklung der Bonität die Aufnahmechance besser.

Als Selbständiger kann man später nicht mehr zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln (auch nicht als Arbeitsloser oder Rentner).

Ich bin so gut wie nie krank und ein hoher Selbstbehalt und der Verzicht auf Krankentagegeld sind absolut kein Problem, wenn nötig würde ich alle Behandlungskosten allein tragen.

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Aussage bis zum Lebensende zutreffen wird. Was ist dann? Auch Leistungen, die man jetzt nicht benötigt, können sehr teuer werden, wenn man sie dann doch überraschend braucht.

Am besten über die Kosten für diese Leistungen informieren:

  • Reha nach Schlaganfall
  • Leistungen nach Burnout
  • Chemo- und Strahlentherapie bei Krebs
  • Hilfsmittel für Blinde
  • Therapien bei MS und Parkinson

Der Wechsel aus der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die PKV ist ähnlich wichtig wie ein Hauskauf.

Am besten mit der jetzigen Krankenkasse ganz in Ruhe die Möglichkeiten für geringere Beiträge durchgehen (z.B. anhand von § 240 SGB V).

Gruß

RHW

Danke für die Antwort, aber das was du da sagst ist mir völlig bewusst und darüber habe ich auch schon unzählige Vorträge meiner jetzigen KK gehört. Ich bin erst 23 Jahre alt und wenn wir mal davon ausgehen, dass ich im Schnitt 2500 Euro im Jahr bei der gesetzlichen mehr zahle ( Hanse Merkur als Beispiel mit 280 Euro ) ergibt das auf 20 Jahre auch einen Mehraufwand von 50.000 Euro. In meinem Alter sehe ich den Wechsel zur privaten falls möglich, noch nicht all zu dramatisch.

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Jetzt hatte mich meine PKV angeschrieben, dass sie die Kosten dafür nicht länger übernehmen wollen. Sie baten um eine Stellungnahme meines Arztes. Dieser hat daraufhin einen Bericht geschrieben und darin ausgeführt, dass regelmäßige Behandlungen auch weiterhin unbedingt notwendig wären. Seine Diagnose lautet "Chronifiziertes myofasciales Schmerzsyndrom mit rezidivierenden Blockaden und Kettenblockaden insbesondere im BWS Bereich". Dieses Schreiben habe ich meiner PKV geschickt, daraufhin haben diese ein Gutachten (nach Aktenlage) angefordert.

Jetzt habe ich die Entscheidung der PKV mit dem Gutachten erhalten, mit der Entscheidung, dass laut GA keine krankengymnastische Behandlung nicht mehr notwendig sei und nicht mehr bezahlt werde. Zitat: "Die KG kann in Eigenregie und in häuslicher Umgebung durchgeführt werden. Eine Behandlung durch den Physiotherapeuten ist nicht weiter notwendig. [...] Um die Übungen der Krankengymnastik zu kontrollieren beteiligen wir uns halbjährlich an maximal sechs Anwendungen."

Ein Abschnitt im Gutachten lautet z.B.: "In der Zwischenzeit hat die Versicherte so viele krankengymnastische Verordnungen (...) erhalten, dass sie in der Lage sein muss, die Übungen auch selbständig in häuslicher Umgebung täglich durchzuführen. Außerdem ist die tägliche Übung wesentlich effektiver als eine ein- oder zweimalige Krankengymnastik pro Woche. " Dies würde auch so in den nationalen Leitlinien empfohlen.

Aber ich mache ja beides: Behandlungen bei der Physio und zusätzlich meine Übungen zuhause!

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