Frage von Hamburg112, 167

Positiv auf Influenza getestet. Wie ist das weitere Vorgehen?

Erst einmal ein frohes neues Jahr. Leider ist das von mir nicht gut angefangen, am Sonntag bekam ich auf der Rückreise vom Urlaub massiven Schüttelfrost und Termperaturen um die 38,5 Grad. Gestern Spitzenwerte bis 39,9. Blutentnahme und Abstrich auf Influenza, Test positiv, Blutwerte u.a. CRP über 30. Seitdem extrem schnelles Herzklopfen, starke Kopfschmerzen, teilweise nicht möglich den Kopf zu bewegen und allgemeines Krankheitsgefühl. Amoxicillin 1000mg bekommen, aufgrund vermutlich, dazugekommener eitriger Mandelentzündung.

Wie ist das weitere Vorgehen bei der Erkrankung? Bin vorerst 2 Wochen krank geschrieben. Amoxicillin tauend mg schützt ja u.a. vor bakterieller Meningitis, Herzentzündung, etc.

Mache mir nun Gedanken, da mir es wirklich schlecht geht, die Ärztin sagte man muss es nun beobachten.

Hat jemand Erfahrungen oder es selbst?

Gruß

Antwort
von GeraldF, 149

Nur Abwarten und symptomatische Therapie (Fieber senken, etwas gegen die Gliederschmerzen). Wenn es in ein paar Tagen nicht deutlich besser wird, dann nochmal zum Doktor. Menschen mit einem intakten Immunsystem überstehen das folgenlos.

Amoxi - ich weiß nicht. Die Ärztin hat ihren Hals gesehen, ich nicht. Gegen die Viren wirkt es nicht.

PS: es gibt eine Impfung gegen Influenza...kein 100%iger Schutz, aber besser als nix. (nur mal so als Anregung für nächstes Jahr)

Kommentar von Hooks ,

Sicher? Ich hatte jetzt 4 Keuchhustenjugendliche, mindestens 2 davon geimpft. Nur der, in dessen SS ich das hatte, bekam keine Pertussis.

Kommentar von GeraldF ,

Sie kennen aber den Unterschied zwischen Pertussis und Influenza, oder?

Pertussis: Der Impfschutz hält bei durchgemachter Erkrankung einige Jahre länger an als nach der Impfung, aber ist in beiden Fällen grundsätzlich befristet. Die Auffrischungsimpfung im 11. Lebensjahr wird leider häufig nicht mehr wahrgenommen, so dass die Jugendlichen dann keine ausreichende Immunität mehr aufweisen. Eine Leihimmunität spielt bei Pertussis übrigens keine Rolle.

Influenza: Der unzureichende Schutz besteht hier darin, dass die WHO-Empfehlungen für die Hersteller einfach daneben liegen können. Es besteht dann zwar ein Schutz gegen zwei (oder drei) Subtypen, aber eben nicht gegen den, der sich ein halbes Jahr später tatsächlich ausbreitet.

Antwort
von Hooks, 123

Mein ganze Familie war daran erkrankt. In Absprache mit dem Arzt habe ich sie alle versorgt, wie man das bei Fieber tut. Bei zu starken Schmerzen Einreiben mit Voltaren oder Einnahme von 1000 mg ASS (wir sind fast alle groß und schwer), aufgelöst auf einem Löffel mit viel Wasser, nüchtern!

Viel trinken, notfalls auch Wasseraufnahme über die Haut bei starken Schluckbeschwerden, dazu nehme ich lauwarmes Wasser mit etwas Obstessig. Das bvewirkt dann auch Mineralstoffaufnahme über die Haut. Wenn man nicht aufsitzen kann, jedes Glied einzeln abwaschen und dann wieder zudecken. Dazu Rohkost, um den Darm zu entlasten.

Viel Obst oder Gemüse zum Knabbern, Favoriten waren Kiwi, Pomelo, Zitronenwasser. Oder auch Bananenbrei mit geriebenem Apfel, oder auch in Stücken. Paranüsse, Mandeln, je nach Laune.

Ich selbst nehme manchmal auch Salzchips, wenn das Verlangen nach Salz zu groß wird. Oder ich tippe mit der Fingerspitze Meersalz auf.

(Bei meiner letzten Mandelentzündung habe ich viele Tinkturen genommen, am besten half mir Goldrute. Holunder war auch gut.)

Ich war damals als erster wieder gesund und pflegte die anderen, sie hatten alle keine Lust auf große Aktionen, Bett (später mit Langeweile) war angesagt. Je nach Typ hilft dann Erzählen, Zuhören, Kassette / CD, Buch, Film. Oder einfach nur dabeisitzen. Und eine Glocke am Bett mit dem wohltuenden Bewußtsein, daß jemand kommt, wenn man das Bedürfnis danach hat... hast Du jemanden, der Dich pflegen kann? Sonst ein Telefon? Es tut manchmal gut, wenn man jemanden hat, bei dem man jammern kann ;-)

Und ansonsten bleib im Bett und schlafe, das ist das beste.

Wenn ich Dir noch einen Tip geben darf: Mein Ältester ging viel zu früh wieder zur Arbeit und lag 4 Wochenenden lang (!) von Freitagmittag bis Sonntagabend im Bett...

Kommentar von GeraldF ,

notfalls auch Wasseraufnahme über die Haut bei starken Schluckbeschwerden, dazu nehme ich lauwarmes Wasser mit etwas Obstessig. Das bvewirkt dann auch Mineralstoffaufnahme über die Haut

Geht nicht. Obstessig hin oder her. Über die intakte Haut nimmt man weder Wasser noch Elektrolyte auf.

Kommentar von Hooks ,

Ich habe das so gelesen.

Sei es so oder nicht, es tut den Fieberkranken jedenfalls gut. So gut, daß sich meine pubertierenden Jungs das täglich haben gefallen lassen - und das will schon was heißen.

Antwort
von Mahut, 150

Du solltest dich ins Bett begeben und dich auskurieren, nehme regelmäßig, das Amoxicillin.

Anstrengung solltest du meiden.

Gute Besserung

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