PH-Wert im untersten sauren Bereich zu jeder Tageszeit

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

"Der umgangssprachliche Begriff Übersäuerung meint eigentlich die medizinische Azidose und bezeichnet dann einen abnorm niedrigen pH-Wert (*) in Blut oder Gewebe (in diesem Falle Gewebsazidose).
Dabei handelt es sich um einen behandlungsbedürftigen Zustand, der typischerweise auf Intensivstationen beobachtet und behandelt wird. Er ist Hinweis auf schwere Grundkrankheiten der Lunge und/oder des Stoffwechsels oder auf Herz-Kreislaufversagen.

Abweichend davon wird der Begriff der Übersäuerung im Umfeld der Pseudomedizin jedoch ganz anders verstanden und ist eine beliebte Pseudodiagnose oder schlichte Verdachtsdiagnose, die von Hypothesen ausgeht.

Derartige Pseudodiagnosen sind dann Begründung für eine breite Palette an Therapievorschlägen. Typischerweise handelt es sich auch um angeblich chronische oder "latente" (also versteckte) Formen einer Übersäuerung des Körpers. Zum Nachweis einer "Übersäuerung" wird dann eine Vielzahl von meist untauglichen (pseudo-)diagnostischen Methoden eingesetzt.

Eine chronische Übersäuerung (gern auch als "latente" Übersäuerung bezeichnet) als Krankheit bzw. Krankheitsfaktor ist in dieser Form wissenschaftlich nicht anerkannt, da in den genannten Fällen keine messbare pH-Absenkung im Blut nachweisbar ist. Dieses pseudomedizinische Konzept ist als eine Form der Krankheitserfindung anzusehen.

Bei pseudomedizinisch diagnostizierten Übersäuerungen wird meist auf die Bestimmung des Blut-pH-Wertes durch ein anerkanntes Labor verzichtet. Dies zum einen, weil der pH-Wert frischen Blutes lediglich bei tatsächlichen Azidosen unter 7,35 liegt und zum anderen auch aus rechtlichen und abrechnungstechnischen Gründen. Die Punktion einer Arterie wird hier meist gescheut.

Stattdessen findet man in diesem Umfeld häufig eine Übersäuerungsdiagnostik [z.B. durch "Sticksen" ]

Beim Sticksen (auch: Stixen) werden preiswerte Papierstreifen aus der Apotheke verwendet (analog zum so genannten Lackmuspapier), die in die zu prüfende Flüssigkeit getaucht werden und anhand eines so genannten Farbumschlages auf grobe Weise den pH-Wert anzeigen können.
Sie wären lediglich bei ausgeprägten Azidosen (= Übersäuerung) in der Lage, den zu niedrigen pH-Wert anzuzeigen. Sie sind zur Diagnose einer Azidose ungeeignet.

Speichel- und Urin-pH schwanken im Laufe eines Tages beträchtlich und können allenfalls bei extremer Azidose eine Aussage ermöglichen.
Die entsprechenden pH-Werte unterliegen einem circadianen Rhythmus (regelmäßiger Tagesgang), dessen individuelle Phasenlage aber zunächst bekannt sein muss (Schichtarbeiter?), um sie zu berücksichtigen. Dabei sind individuell unterschiedliche Ausprägungen normal.
Die Messwerte im Speichel werden auch durch Mikrobenaktivität verfälscht und hängen stark von Nahrungsaufnahme und Medikamenteneinnahme ab. Diese Faktoren müssten jeweils berücksichtigt werden.
Der Urin-pH-Wert wird ebenfalls durch Nahrung und Medikamente beeinflusst und kann durch Vorliegen von Entzündungen und Infekten verändert sein. Es muss also vor pH-Bestimmung ein Infekt ausgeschlossen werden."

http://www.psiram.com/ge/index.php/%C3%9Cbers%C3%A4uerung

Du solltest besser deine Schmerzen von einem Arzt abklären und therapieren lassen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine Uebersaeuerung des Koerpers, was die meisten Menschen haben, ist ein Vergiftungszustand des Koerpers, gewoehnlich die Folge im Dickdarm verbliebener Abfall- und Zersetzungsprodukte; natuerliche Folge einer herkoemlichen Ernaehrung, die hauptsaechlich aus konzentrierten Staerkeprodukten, Zucker und Fleisch besteht. Die meisten Lebensmittel sind im sauren, sogar stark sauren Bereich. Dadurch entstehen auch Schlacken, welche neutralisierte Saeuren und Gifte sind, die in verschiedenen Geweben und Organen des Koerpers abgelagert werden. Saeuren und aggressive Gifte, wie z.B. Harnsaeure aus Zellverfall und Fleischkonsum, Essigsaeure aus Fett- und Suesswarenkonsum, Gerbsaeure aus schwarzem Tee und Kaffee, Milchsaeure aus Muskeltaetigkeit, Schwefelsaeure aus Schweinefleisch. Ohne eine Neutralisierung wuerden sie Gewebe, Organe und Druesen veraetzen und funktionsunfaehig machen. Dazu benoetigt der Koerper unablaessig aus seinen Mineralstoffdepots Spurenelemente und Mineralien fuer die Neutralisierung der Saeuren und Gifte, die er sich aus der Haut, Haarboden, Zaehne, Naegel, Gefaesse, Knochen, Sehnen und Kapseln loest (was wohl Deine Nachbarin meint, mit den Knochenschmerzen). Nimmt aber der Mensch taeglich mehr Mineralien zu sich, als er zur Neutralisierung der anfallenden Saeuren und Gifte benoetigt, ist sein Mineralstoffdepot immer gefuellt, und der Mensch erfreut sich an einer langen Gesundheit. Der Mensch sollte fuer eine Aufnahme von wenigstens 75% basenbildender, mineralstoffreicher und von 25% saeurebildender Nahrung sorgen. Aber heutzutage ist leider das Verhaeltnis genau umgekehrt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von pferdezahn
04.10.2013, 17:02

Damit Deine Urin-pH Messung nicht immer im sauren Bereich ist, solltest Du Dich Mal vermehrt basisch ernaehren. Dies erreichst Du folgendermassen: Morgens als Fruehstueck, nur frisches und rohes Obst nach Wahl, oder einen Obstsalat ohne Zucker. Das Mittagessen besteht aus einem bunten Gemuesesalat mit einer grossen Pellkartoffel, und zu Abend darfst Du essen, was Du magst und auf was Du Appetit hast. Verzichte nach Moeglichkeit auf Zucker, auch auf zuckerhaltige Getraenke, denn Zucker ist stark saurebildend, und beschleunigt das Altern, ebenso Medikamente.

0

Die Antwort von Zweimal ist völlig richtig, aber ein bisschen lang. :)

Hier noch mal die Kurzfassung:

Ob dein Urin sauer ist (das ist sogar gut!) oder nicht, sagt überhaupt nichts über deine Blutbeschaffenheit aus.

Deshalb ist es auch sinnlos, "auf Verdacht" Basenpulver zu nehmen.

Deine Knochenschmerzen können sonstwoher kommen - das sollte der Arzt ergründen und kein anderer.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?