Person zum Nichtraucher machen?

7 Antworten

Ich habe nach 40 Jahren Rauchens meinen Nikotispiegel gaaaanz langsam runtergebeamt. Damit habe ich vermieden in ein "Entzugs-Loch" zu fallen aus dem man nur durch wieder erneutes Rauchen heraus kommt.

Das Runterbeamen habe ich bewerkstelligt, indem ich so ca. alle vier Wochen eine neue Marke geraucht habe, die aber immer nur den kleinsten Schritt von 0,1 mg weniger Nikotin enthielt. So kam ich dann nach Monaten irgendwann bei Phillips Morris Ultra Light an, ohne bis dahin auf Suchtstoff verzichten zu müssen. Ich hatte nie das Gefühl, dass mir etwas fehlt.

Das generelle Problem einer Sucht ist ja, dass sie im Limbischen System unseres Hirns stattfindet, also in dem Teil, wo alle Emotionen stattfinden und eine Sucht ist eine Emotion. Da kannst Du Deinem Vater rationelle Gründe in die rationelle Großhirnrinde hämmern so oft und soviel wie Du willst, dies erreicht nicht das Limbische System. Den Entschluss aufhören zu wollen muss Dein Vater selbst entwickeln, und auch dann ist es noch schwer genug durchzuhalten.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das schlimme ist, dass Raucher von langlebigen Personen auch noch überzeugt werden, dass es nicht schadet. Helmut Schmidt ist mit 97 vermutlich auf Grund seines Rauchens elendig eingegangen. Sterben Das Raucherbein ist nicht angenehm. Aber bei seinem letzten Interview sagte er, er wolle nicht 100 Jahre werden.

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@Winherby : Ich kenne ja Deine durchgemachte Problematik mit dem Rauchen. Widersprechen muss ich jedoch Deiner Behauptung : Aus dem " Enzugs-Loch " komme man nur durch erneutes Rauchen. Es gibt auch einen eisernen Willen, mit dem kann man nahezu aus jeder Sucht ohne Hilfsmittel heraus kommen.

Ich habe es beim Nikotin zumindest so geschafft.

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@Tigerkater

Stimmt, das habe ich doof formuliert.

Ich hatte es damals bei meinem ersten Versuch ja nicht geschafft, d. h. ich hatte starke Wesensveränderung. So stark, dass meine Frau mich bat doch wieder zu rauchen. Ich habe deshalb mein Entzugsloch durch die oben beschriebene Methode stark abgeflacht, und so schafft es mMn jeder ohne große Probleme aufzuhören. LG

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Ich habe bis zu meinem 30. Lebensjahr geraucht.

Ein Erlebnis hat mich zum Nichtraucher gemacht : Ich habe während meiner Ausbildung zum Mediziner in einem Krankenhaus mit einem starken Raucher über Sinn und Unsinn des Rauchens diskutiert und diesem empfohlen wegen seiner Probleme das Rauchen zu beenden.

Jahre später machte ich im Krankenhaus als Stationsarzt Visite . Als ich an das Bett eines Patienten trat, fing dieser hemmungslos an zu weinen. Als ich nach dem Grund fragte, schlug er seine Bettdecke zurück und zeigte mir seine beiden Beinstümpfe unterhalb des Knies amputiert und sagte : " Hätte ich doch auf Sie gehört ". Erst da erkannte ich in ihm den früheren Patienten.

Seit diesem Tag habe ich nie mehr geraucht. In den ersten Monaten wenn ich rückfällig werden wollte, habe ich mir diesen Patienten vor Augen geführt und hatte wirklich keine Lust mehr.

Vielleicht solltest Du Deinem Vater solche Folgen des Rauchens vor Augen führen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wie soll man einem Patienten beibringen nicht zu rauchen, wenn man selbst raucht. Dient diese Empfehlung nicht dazu, um durch geringere Nachfrage beim Tabak das eigene Rauchen billiger zu halten? Ich habe meinem Adoptivvater das Rauchen abgewöhnt. Rauchen hat teilweise schwere Konsequenzen. Andererseits gibt es auch schwere Raucher, bei denen keine Folgen vorhanden sind. Anhand seinen Erlebnissen kann man nur empfehlen. Ich freue mich für Dich, dass du es geschafft hast, vom Rauch weg zu kommen. Denke, 1 Zigarette am Tag sind heute rund 140 Euro im Jahr. Für 99 Euro fahrt man nach Tschechien in eine Ferienwohnung für 1 Woche. Für 40 Euro kann man sich eine Woche selbst verpflegen.

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@kllaura

Vielleicht nur zur Erklärung : Wenn man gesund ist und raucht sieht man die negative Seite dieser Handlung nicht so, wie ein an diesem Laster Erkrankter !

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@Tigerkater

Da gebe ich dir Recht. Ein Gesunder Rauchen beruft sich auf das relativ gesunde Leben von Herrn Heesters, der 108 Jahre alt wurde und starker Raucher war. Wer das aber auf das elende Krepieren vom Altbundeskanzler Schmidt sagt, der wurde 97,hat eine Meise. Ist es angenehm mit einem Raucherbein in der Behandlung zu sterben? So etwas würde ich niemand wünschen wollen.

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Meinem Adoptivvater habe ich das Rauchen abgewöhnt. Da nahm ich die ganz kleinen Silvesterkracher und habe sie in die Zigaretten gesteckt. Nach dem die 5. Zigarette zwar geknallt hatte, hörte er auf zu rauchen, Aber mein Hinterteil bekam dann eine kräftige Massage, dass er rot wurde. Pafft wie ein Schlot und sagt zu seinen Patienten, dass sie nicht rauchen sollen. Auch eine Möglichkeit, dass durch weniger Nachfrage seine Zigaretten billiger bleiben.

Raucherlunge

Hallo, ich bin 24 Jahre alt und seit 6 jahren Raucher. Vor 3 Jahren hatte ich ziemlich verschleimte Bronchien, wenn ich tief ausatmete, blubberte es förmlch, Rauschen würde es auch beschreiben, zu der Zeit ohne Schmerzen. War damals auch sehr starker Raucher, 2 Schachteln am Tag waren ab und an schon drin, hauptsächlich am Wochenende. War zu der Zeit auch sportlich nicht sehr viel aktiv, da ich psychisch auch Probleme hatte. Vor einem Jahr tat es dann immer mehr weh, mal hier mal da. Ich war schließlich beim Arzt und er meinte, es ist nie zu Früh, das Rauchen aufzuhören als ich eine anstoßende Antwort erwartete. So hörte ich vor 6 Monaten auf und war dann für 3 Monate rauchfei, aus meiner Lunge kam Auswurf in dunkelgelblicheren Farbtönen, darin waren dann noch so bis zu 3 mm lagne braune "Fetzen". DIe hatte ich aber vorher schon genau so.

Als ich vor 3 Monaten wegen gewissen Problemen wieder anfing zu rauchen, kam das Stechen nach einer guten Woche wieder zurück. Die "Bronchitis" war jedoch komplett verschwunden als ich Nichtraucher war. Und ist bis heute eigentlich gar nicht oder kaum vorhanden, zumindest in Relation vor 2 Jahren.

war Vor 2 Monaten beim Lungenfachartzt, jener röngtge meine Lunge und stellte nichts auffälliges fest. Atemtest fiel mit Flow 86%>78%>56% jedoch eher bedenklich aus. Als ich meinte ob es denn bedenklich sei meinte er er hätte auch Patienten in meinem Alter die unter 20% im letzten Testwert haben, aber das Rauchen würde bei mir zumindest definitiv schaden hinterlassen. Die 56% Air Flow sind auf das letzte bisschen Luft welches aus der Lunge gedrück werden kann bezogen, ergo die Ganz feinen Atemkanäle, welche bei mir bereits verstopft sind und sich ohne Sport nie wieder öffnen dürften zurückzuführen. Er notierte dann noch "ich habe dem Patienten geraten das rauchen aufzuhören und Sport zu treiben.

Ich versuchte es vor wenigen Tagen wieder, jedoch war es nach 2 Tagen wieder vorbei mit der Standhaftigkeit.

Ich weiß, spätestens wenn einem der Körper sagt, hey es tut dir nicht gut, wäre es Zeit aufzuhören, genau so wie jeder natürlich an der Lunge erkrankte den Kopf schütteln würde, jedoch habe ich zur Zeit sehr großen Stress und fühle mich nicht in der Lage es zu schaffen, zur Zeit sind es so 20 Zigaretten am Tag. Die Schmerzen in der Lunge waren bei den letzten 2 Tagen rauchfrei wieder fast weg, sie sind auch nicht schlimm, gerade mal störend.

Aber die Frage an euch, die sich eventuell auch auskennen oder es einmal genau so hatten, ist es denn Ernst, bedenklich oder bemerkenswert???

Würde mich freuen wenn konstruktive Beiträge folgen würden, welche mich nicht zum aufhören treiben, (klar ist immer gut (gemeint) aber eher nicht erwünscht) sondern mir die Lage in der ich mich befinde bewusst machen.

Ich danke euch jetzt schon, Mfg, Sven.

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