OP verschoben trotz lebensbedrohlicher Umstände weil ein anderer Fall noch dringlicher ist? Ist diese Form der herarischen Form für OP Termine zulässig?

2 Antworten

Ist diese Form der herarischen Form für OP Termine zulässig?

Meines Erachtens ja: eine OP wird auch nach Dringlichkeit festgelegt, insbesondere bei geplanten OPs kann es somit durchaus vorkommen, dass OP-Termine noch verlegt werden, wenn Notfälle oder dringlichere Fälle dazwischen kommen.

Ich hatte z.B. mal einen geplanten OP-Termin. Ich war auch schon im Krankenhaus und alles war vorbereitet. Am OP-Tag morgens hatte es heftig geschneit und es kamen viele Patienten mit Knochenbrüchen etc. Da mussten die Anästhesisten natürlich erstmal gucken, dass diese Patienten alle versorgt werden. Meine OP fand dann erst 2 Tage später statt. Ich wäre aber nicht auf die Idee gekommen zu sagen, mein Termin stand früher fest, jetzt bin ich erstmal dran.

Natürlich ist es ärgerlich, aber es wird derjenige zuerst operiert, dessen Fall die Ärzte am dringlichsten einstufen.

Aber mal ganz abgesehen von der rechtlichen Frage:

Wenn eine OP geplant wird und es bis zum OP Termin über 1 Woche ist, dann wird man wohl nicht von lebensbedrohlichen Umständen sprechen, denn dann würde unmittelbar sofort eine Not-OP erfolgen (hab ich selbst schon 3x erlebt).

Insofern kann es dann auch sein, dass die Ärzte objektiv den Zustand deiner Frau (zu dem Zeitpunkt als der Termin gemacht wurde) besser einschätzen als den Zustand der Person, die stattdessen operiert werden soll.

Natürlich denkt man selber immer, es geht einem so schlecht, das ist jetzt das dringendste, es muss sofort was passieren, aber die Ärzte sehen es objektiver und schätzen es vielleicht nicht ganz so dramatisch ein. Zumal es offensichtlich deiner Frau zu dem Zeitpunkt, als der Termin festgelegt wurde, noch besser ging.

Oder es ist dem Spezialisten etwas dazwischen gekommen und er ist an dem Tag in der Klinik.

Wenn es deiner Frau so schlecht geht, dann bring sie ins Krankenhaus oder wenn das nicht (mehr) geht, rufe einen Krankenwagen und lass sie ins Krankenhaus bringen. Dort könnte dann der aktuelle Zustand von den Ärzten neu eingeschätzt werden. Ob eine OP dann zeitnaher (und ggf. ohne den Spezialisten) stattfinden muss oder ob der Spezialist dann nochmal früher wieder kommt, könnte dann dort nach dem neuen Sachstand geklärt werden. Und zumindest könnte man dort sicher effektiver etwas gegen die Schmerzen unternehmen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Gibt es in diesem Fall ein Recht darauf auf den Termin bestehen zu können?

ist also eine Rechtsfrage, keine Gesundheitsfrage.

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