OP oder Krankengymnastik bei Impingement-Syndrom der Schulter?

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Die Aussage des Arztes scheint mir fragwürdig, bzw. was soll denn das eigentl. Problem sein, wenn nicht die Muskulatur.

Die Engstellung des Gelenkspaltes ist doch das Ergebnis einer muskulären Dysbalance, die Knochen können nix dafür, die sind passiv. Diese Dysbalance gilt es zu beheben, dann sind Engstellung und dessen Schmerz bald beseitigt.  Wir haben durch Arbeit an den Muskeln der Rotatorenmanschette sehr viele Imp.-Pat. vor einer OP bewahrt.

Und die nicht vorhandene Geduld wirst Du nach einer OP erst recht haben müssen, denn die postoperative Rekonvaleszenz dauert und dauert und dauert......., - auch mit viel Physiotherapie begleitet.

Mit einem vernünftigen Arzt der ausreichend Physioth. verordnet und einem erfahrenen Physio solltest Du um eine OP herum kommen.

Die Muskulatur ist beim Imp. entscheidend. Trainiere besonders die Außenrotation, das sollte am meisten Effekt bringen. Es ist natürlich sehr wichtig zu wissen, wodurch sich das Imp. gebildet hat, sei es beruflich oder in der Freizeit (Sport ?)  verursacht. Letztlich ist irgend eine einseitige muskuläre Belastung immer die Ursache, - von Unfällen mal abgesehen. Deshalb ist die Muskulatur und deren richtige Behandlung der Schlüssel zum Erfolg. Und vermeide künftig so gut es geht alle Überkopfbelastungen für die Arme!

Sollten sich aber bereits Exostosen in der Pfanne gebildet haben, dann wirds schwierig ohne OP. Aber dafür biste eig. noch zu jung.

Vor der OP und zusätzlich, also ergänzend zur Physio, kann noch mit Stoßwellen oder mit Röntgenheilbestrahlung versucht werden Linderung zu erlangen.  LG


Hallo EmmaBW!

Ich würde Dir unbedingt erst einmal zu einer guten Physiotherapie raten, denn nach einer OP wird auch nicht immer gleich alles besser!!!! Bei der Physio wird man Dir gute Übungen zeigen, mit denen die Beschwerden wesentlich gelindert werden kann. Hier noch meine Erfahrungen mit einer als "dringend" empfohlenen OP, die ich schon vor 20 Jahren hätte machen sollen. Aber es ging auch so! Ich hatte zwar einen Sehnenanriss, aber auch die gleichen Beschwerden wie Du (Impingement-Syndrom).

Vor vielen Jahren hatte ich mir bei einem Sturz einen Anriss der Suprapinatussehne an der Schulter zugezogen. Zusätzlich wurde noch ein Impingement-Syndrom festgestellt. Man wollte mich dann sofort operieren, was ich aber ablehnte, ohne vorher zumindest eine Physiotherapie durchgeführt zu haben. Ich hatte dann eine Physiotherapeutin, die sich auf Schulterprobleme spezialisiert hatte. Die hat dann bei mir eine "Trigger-Point-Massage" durchgeführt, die zwar im Moment sehr schmerzhaft war, aber nach einigen Behandlungen waren alle Beschwerden völlig weg!!! Auch hat sie mir einfache Übungen gezeigt, wie man den Engpass in der Schulter positiv beeinflussen kann. Im Laufe der Jahre kamen die Beschwerden hin und wieder zurück, konnten aber jedesmal auf die gleiche Weise wieder behoben werden!!! Als ich bei einer späteren Kontrolle bei einem Orthopäden wieder einmal eine OP ablehnte, hat er mich fast aus der Praxis geschmissen!! Da habe ich mir das Physio-Rezept beim Hausarzt ausstellen lassen - und alles ist wieder okay!! Für mich käme eine OP an der Schulter nur infrage, wenn sämtliche konservativen Maßnahmen nicht mehr helfen. Ich kenne einige Patienten, die nach einer Schulter-OP mehr Probleme hatten als vorher!!!! Also - bitte nicht vorschnell operieren lassen!!

Alles Gute wünscht walesca

Guten Morgen,

du hast schon hervorragende Antworten erhalten.

Vielleicht wäre eine Strahlentherapie noch hilfreich - sie wird auch bei Schultererkrankungen eingesetzt.

Mir hat sie insoweit geholfen, dass ich wieder einigermaßen schmerzfrei schlafen kann, was vorher nicht mehr möglich war.

Es gibt zahlreiche Links dazu. Die Behandlung wurde mir von meinem Schulterfacharzt verschrieben.

Ganz gute Besserung und liebe Grüße

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