OP der Halsschlagader nach Schlaganfall - wie lange darf man warten?

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1 Antwort

Der Mechanismus des Schlaganfalls ist bei diesen Carotisstenosen in den meisten Fällen arterioembolisch.

Das bedeutet, dass es nicht - wie Sie annehmen - durch die Verengung zu einer generellen Unterversorgung des Gehirnes kommt, sondern, dass sich im Bereich der Verengung Gerinnsel an der Gefäßwand bilden, die sich dann ablösen und eine (oder auch mehrere) nachgeschaltete kleinere Arterie(n) im Gehirn verstopfen.

Den Mechanismus, den Sie angenommen haben, gibt es prinzipiell auch - dann führt meist ein genereller Blutdruckabfall dazu, dass in entfernten Gefäßabschnitten des Gehirnes (sogenannte "letzte Wiesen") kein ausreichender Blutfluss mehr herrscht. Die von Ihnen geschilderten Symptome passen aber nicht recht zu diesem typischerweise betroffenen Stromgebiet. 

In einen frischen Schlaganfall operiert man ungerne hinein. Perioperativ müssen sie aus OP-Technischen Gründen die Gerinnung medikamentös zeitweilig relativ stark blockieren. Bei einem relativ frischen Schlaganfall besteht dann ein hohes Risiko der sekundären Einblutung in den Infarkt. Deshalb wartet man gern etwas ab.

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