Noch einmal das Thema Blutverdünner: Einnehmen trotz Nebenwirkungen - was tun?

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5 Antworten

Entschuldige, aber da muss ich die behandelnden Ärzte in Schutz nehmen.

Niemals wird allein wegen des Alters ein Blutverdünner gegeben !!

Bei Deinem Mann wurde es mit Sicherheit wegen des intermittierenden Vorhofflimmern gegeben und nicht wegen des Alters oder des Diabetes.

 Dabei gibt es kein leichtes oder schweres Vorhofflimmertn, lediglich ein kurz-oder langanhaltendes, und bei jedem besteht die Gefahr einer Lungenembolie oder eines Schlaganfalls. Beides wird die durch den Blutverdünner vermindert.

Warum nun das Eliquis gegen das Xarelto ausgetauscht wurde, kann ich nicht sagen. Für beide gibt es derzeit noch kein Antidot. Vielleicht ist die Forschung beim Xarelto schon etwas weiter.

Die Gefahr einer Nebenwirkung kann man minimieren, wenn man das Präparat streng nach Vorschrift nimmt und versucht, Verletzungsmöglichkeiten zu vermeiden !!

Ich nehme selbst seit 3 Jahren das Eliquis wegen eines Herzinfarktes !!

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Kommentar von rs2206
09.05.2017, 19:54

Tut mir leid, aber meinem Mann wurde eindeutig gesagt, dass es sich um eine vorbeugende Maßnahme aufgrund seines Alters und Diabetes Typ II handelt. Er hatte weder Herzprobleme noch einen Herzinfarkt, noch irgendeine Operation oder ähnliches. Um einem event. Schlaganfall vorzubeugen, könnte man sicher wie bei mir einen Betablocker verschreiben. Aber die scheinen aus der Mode gekommen zu sein. Blutverdünner sind angesagt - fast alle unsere Bekannten und Verwandten in unserem Alter bekommen die inzwischen verschrieben. Um die Nebenwirkungen scheren sich die Ärzte anscheinend nicht wirklich, im Gegenteil, so haben sie Dauerpatienten! 

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Hi rs2206,

Dein Mann hat wie du schreibst Vorhofflimmern, auch wenn es nur sehr leicht ist. Das bedeutet aber dass auch ein erhöhtes Thromboserisiko vorliegt da sich bei Vorhofflimmern im Vorhofohr Thromben entwickeln könnten die zu einem Schlaganfall führen könnten.

Da der Chads-Score deines Mannes wahrscheinlich mindestens 2 Punkte hat ist eine Blutverdünner Therapie empfehlenswert.

Dass man Xarelto nicht vorbeugend nehmen soll ist meines Wissens nicht richtig, ich habe das Mittel selber nach einer OP vorbeugend verschrieben bekommen. Allerdings nur für 3 Monate.

Xarelto ist ein Medikament welches Effektiv ist und allgemein gut Verträglich ist. Zwar gibt es im Internet einige negative Berichte von Patienten die plötzlich verstorben sind aber das sind Einzelfälle. Xarelto wird inzwischen sehr häufig verordnet und leistet gute Arbeit. Ein Risiko hat man bei Blutverdünnern immer, egal ob Xarelto oder ein Mitbewerber Produkt.

Ich bin wirklich verzweifelt, weil die Ärzte heute anscheinend
automatisch einen Blutverdünner verschrieiben, wenn man ein gewisses
Alter hat.

Verzeihung aber es ist ja nicht nur das Alter, dein Mann hat neben seinen "hohen" Alter Vorhofflimmern und Diabetes Typ II .. Das sind Risikofaktoren.

ber Blutverdünner haben nun mal schwerwiegende Nebenwirkungen

Das sind potentielle Nebenwirkungen, ich hatte mit Xarelto wenig Probleme.

Ich würde schon sagen dass dein Mann auf die ärztliche Weisung hören sollte und mit Xarelto beginnen sollte. Falls ihr euch damit nicht Abfinden könnt und ihr an der Meinung des Arztes zweifelt steht es euch frei noch eine Zweitmeinung bei einem anderen Arzt einzuholen.

Alles Gute!

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Kommentar von rs2206
09.05.2017, 19:55

Das war bereits eine Zweit- bzw. eine Drittmeinung!

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bei Vorhofflimmern wird häufig Xarelto als Blutverdünner verschrieben, denn bei Vorhofflimmern besteht das Risiko, dass sich Blutgerinnsel bilden, die zu einem Schlaganfall führen können.

Xarelto hat den Vorteil, dass man auf die lästigen Gerinnungskontrollen wie bei Marcumar verzichten kann.

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Da dein Mann Vorhofflimmern hat und Diabetes ist es schon richtig das er einen Gerinnungshemmer bekommt.

Er bekommt den Gerinnungshemmer damit er keinen Schlaganfall bekommt.

Ich selber nehme auch seit einem Jahr Eliquis, wegen Vorhofflimmern, das mittlerweile behoben ist, OP, habe auch keine KHK, muss aber aufgrund meines Alters weiter Eliques nehmen.

Dein Mann sollte den Gerinnungshemmer nehmen, bevor er einen Schlaganfall bekommt.

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Kommentar von rs2206
09.05.2017, 19:58

Wie alt bist Du und warum mußt Du wegen Deines Alters Eliquis nehmen? Einen Schlaganfall bekommst Du ohne oder auch mit Eliquis! Dieses Medikament hat genauso Nebenwirkungen wie alle anderen - nimmst Du die einfach in Kauf?

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Nochmal zum mitmeißeln:

Vorhofflimmern (egal ob, paroxysmal, persistierend, oder permanent - "leichtes Vorhofflimmern" gibt es nicht) stellt eine Indikation zur Antikoagulation mit Vitamin K Antagonisten oder den neuen oralen Antikoagulantien  (NOAKs) dar, wenn sich im CHA2DS2-Vasc-Score bei einem Mann 2 oder mehr Punkte ergeben. 

Ihr Mann hat einen Punkt für das Alter (65-75) und einen Punkt für den Diabetes. Also (mindestens) 2 Punkte. Damit wird bei ihm die Antikoagulation empfohlen. Das ist eine Klasse IA Empfehlung, d.h. diese Erkenntnis wird durch mehrere randomisierte große Studien gestützt. 

Ja, Sie haben Recht: Es handelt sich um eine rein vorbeugende Maßnahme (wenn er noch kein Ereignis hatte), um ihn vor einem Schlaganfall zu schützen. Sein jährliches Schlaganfallrisiko ist 2,2% (das sagt dieser Score aus). Das bedeutet, dass von 100 Männern mit den gleichen Eigenschaften ihres Mannes (Alter, Diabetes, Vorhofflimmern) 2 bis 3 Männer im Verlaufe des nächsten Jahres einen Schlaganfall bekommen, wenn sie nicht geschützt werden. Dieses Risiko ist höher als das einer Blutungskomplikation unter Xarelto, Eliquis und Co.

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Kommentar von Tigerkater
10.05.2017, 18:06

Trotz des Vorhofflimmern eine rein vorbeugende Maßnahme ?

Darf ich das bezweifeln ??

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Kommentar von rs2206
10.05.2017, 18:25

Warum muß man unbedingt einen dieser Hammer nehmen - reichen nicht auch Telcor Arginin oder ASS 75 bis 100 oder andere mehr oder weniger natürliche Mittel? Steckt da nicht die Pharmalobby dahinter? Das frage ich mich ernsthaft!

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