Frage von BodyMindSould, 29

Nicht krankenversichert bei kurzzeitigem Aufenthalt in Deutschland - Zahlt die ehemalige Krankenkasse die Behandlung bei einem Unfall?

Hallo an alle,

ich war bis 30.04. über das Jobcenter krankenversichert. Hatte mich dann zu diesem Datum beim Jobcenter abgemeldet, da ich ins Ausland gegangen bin (bin aber noch in Deutschland gemeldet), um dort freiberuflich zu arbeiten. Das Jobcenter hat mich dann natürlich auch bei beiner Krankenversicherung abgemeldet. Ich bin im Ausland nun über eine Reisekrankenversicherung versichtert und habe diese meiner Krankenkasse vorgelegt. Dadurch bin ich von der Versicherung in Deutschland befreit.

Nun müsste ich für ein paar Tage zurück nach Deutschland. Jedoch wäre ich in diesem Zeitraum dann ja nicht krankenversichert (meine Reisekrankenversicherung schließt Deutschland aus).

Was würde nun passieren, wenn ich einen ernsten Unfall erleide?

  • Ich habe immer noch meine Krankenversicherungskarte, aber wäre diese noch gültig?

  • Könnte ich mich rückwirkend (auch nach einem Unfall) bei meiner alten Krankenversicherung versichern?

  • Würde die Krankenkasse die Kosten übernehmen?

Vielen Dank im Voraus für Antworten.

Antwort
von xraynrw, 14

Wenn es so ist, sie Sie beschreiben, dann:

1. Nein

2. Nein

3. Nein

Was mich wundert: so lange Sie in Deutschland gemeldet sind, unterliegen Sie der Versicherungspflicht. Völlig egal, ob das Jobcenter Kenntnis hat und Sie abgemeldet hat. Siehe auch obligatorische Anschlussversicherung.

Am Besten fragen Sie mal bei Ihrer alten Krankenversicherung nach. Nicht das sich bei Ihnen wegen des Nichtsissens Beiträge (bzw. beitragsrückstände) anhäufen. Dort können Sie Ihr Anliegen auch gleich an der richtigen Stelle prüfen und beantworten lassen.

Lg

Kommentar von Tigerkater ,

Genau so ist es !!

Antwort
von kreuzkampus, 14

Die Nachversicherungszeit bei Krankenkassen dürfte auch heute noch einen Monat betragen. Dann ist Schluss.

Kommentar von xraynrw ,

Richtig. Und nach dessen Ablauf erfolgt die obligatorische Anschlussversicherung (freiwillige Krankenversicherung), dessen Beiträge selbst entrichtet werden müssen. Da der Fragesteller offensichtlich noch in Deutschland gemeldet ist, besteht auch diese Versicherungspflicht weiter und rutscht eben in diese oblig. Versicherung. 

Eine Abmeldung beim Jobcenter reicht dafür nicht aus. Die kommen dann schlicht und ergreifend einfach nicht mehr dafür auf - keine Sozialleistungen.

Von der Versicherung ist er erst erlöst, wenn er sich offiziell bei der Meldebehörde abmeldet, dies geht nur unter Nachweis der Anmeldung in einem anderen Staat - z.B. Bescheinigung des neuen Wohnlandes, wodurch er in Deutschland nicht mehr versicherungspflichtig ist.

Irgendetwas wurde also hier versäumt. Daher ist es dringend zu raten, dass er sich bei der zuständigen Stelle meldet. Die Kosten der oblig. Anschlussversicherung sind nicht unerheblich (mind. ~ 190 Euro pro Monat, tendenziell mehr), die sich natürlich u.a. auch durch Nichtwissen stauen und auflaufen.

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