Neuropathie wegen Diabetes

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3 Antworten

  • Konkret mit Lyrika habe ich keine Erfahrungen. Was ich aber sagen kann ist, dass es a) in seiner Wirkung ziemlich umstritten ist http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50080 und b) nicht die Neuropathie an sich bessert sondern nur gegen die begleitenden Schmerzen verordnet wird. Angesichts der beobachteten Nebenwirkungen empfehle ich mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten und sich nach einer Alternative zu erkundigen (steht der Schmerz im Vordergrund oder soll etwas gegen die Durchblutungsstörungen unternommen werden)

So hart das Folgende klingen mag, es ist tatsächlich Alltag in den Kliniken: Wer diese Probleme mit Durchblutungsstörungen bereits aufgrund Diabetes hat und trotzdem weiterraucht, steht mit einem Bein schon im Operationssaal für eine Amputation

  • Ich weiß, dass ist hart aber in dieser Situation gibt es keine Heilung sondern nur Linderung und Verzögerung und das auch nur wenn man alle Möglichkeiten ausschöpft.
  • Der HBA1C ist "grenzwertig" und angesichts des Gesamtbildes (Übergewicht?) besteht dringender Handlungsbedarf. Ich bin mir sicher, dass ihm dass seine Ärzte bereits seit längerem sagen.
  • Ich empfehle dringend, sich in eine Ernährungsberatung oder eine Gesundheitsberatung zu begeben. Ziel sollte es sein
  1. Das Rauchen möglichst rasch zu beenden
  2. Die Ernährungsgewohnheiten zu überprüfen, mit dem Ziel den HBA1C dauerhaft (!!!) zu senken und ggf. das Körpergewicht zu senken
  3. Das Bewegungsprofil sollte überprüft werden dahingehend welche Möglichkeiten es gibt, die Situation zu optimieren (z.B. Walken, Aqua Jogging, Stuhlgymnastik, Fahrradfahren)
  4. Der regelmäßige Besuch einer Diabetesberatung muss sichergestellt werden.
  5. Der Besuch einer Selbsthilfegruppe dürfte zum Austausch mit anderen Betroffenen führen und ihm wahrscheinlich die Augen öffnen.

Bei einem entfernten Bekannten hat war das Schlüsselerlebnis der Besuch eines Tages der offenen Tür in einem Krankenhaus. Dabei kam er ins Gespräch mit mehreren rauchenden beinaputierten Diabetikern. Ein absoluter Schock der Wirkung zeigte!

Vielleicht hatte Dein Mann aber immer nach den Mahlzeiten erhöhte Zuckerwerte wodurch die Nerven und Blutbahnen geschädigt wurden - und nur der Durchschnittswert war einigermaßen OK?

Der Zuckerwert sollte nach 2 Stunden jeder Mahlzeit unter 140 sein (7.7mmol)

Außerdem wäre viel Sport bei Diabetes Typ2 absolut hilfreich, siehe hier:

http://www.gesundheitsfrage.net/frage/diabetes-typ-2-neues-medikament-glp-analoga#answer182708

Meiner Meinung nach ist es wichtiger viel Sport zu machen, als wie mit dem Rauchen aufzuhören, denn die Schädigung der Nerven und Blutbahnen besonders in den Füßen kommt von erhöhten Zuckerwerten!

Hallo, ihr Mann ist mit der eingeschlagenen Therapie optimal eingestellt. Es gibt nach dem heutigen Wissensstand keine schulmedizinsche Therapie-Möglichkeit, die mir einfallen würde, die man darüber hinaus einsetzen könnte.

Alternativmedizinisch fällt mir folgendes ein:

Die Firma Vitorgan bietet homöopathische Injektinspräparate an, die nach eigener Aussage die Regeneration der Nerven und deren Gefäßversorgung verbessern soll. Das Injektionspräparat heißt NeyFoc Nr 69. Vielleicht würde es ja SInn machen, dies zusätzlich zu probieren.

Naturheilkundlich könnte man auch noch versuchen mittels Neuraltherapie eine Verbesserung zu erzielen. Und was die Pflanzenheilkunde angeht wären Mistel und Ginkgo für die Mikrozirkulation, sowie Johanniskraut zur Beruhigung der Nervenschmerzen möglicherweise eine Idee.

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