Neurodermitis essen Allergie, Flecken weg kriegen?

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Deine Allergie scheint mir keine Neurodermitis zu sein. Das ist eher eine Histaminunverträglichkeit. Die bewirkt, dass der Körper auf Histamine in der Nahrung mit einer überschießenden Reaktion auf eine vermeintlichen inneren Entzündung und/oder einer Vergiftung reagiert. Die Mastzellen beginnen völlig widersinnig Abwehrstoffe gegen vermeintliche Erreger zu produzieren. Falls die Lunge entzündet sein sollte, werden die Bronchien verschleimt. Haut und Schleimhäute werden extrem durchblutet - Schwellungen, Rötungen, Nesselfieber ... Magen und Darm verschleimen um vorsorglich eventuell aufgenommene Gifte zu binden ... Es wird aus allen Rohren plötzlich mit Kanonen auf nicht vorhandene Spatzen geschossen.

Die Fähigkeit B-Vitamine in der Nahrung aufzuschlüsseln, um sie dann aus dem letzten Drittel dess Dünndarms aufnehmen zu können, erfordern eine "korrekte" Verdauung von Magen bis Enddarm. Das spielt für den intrinischen Faktor eine Große Rolle. Der kann bei Histaminintoleranz, die ja unter anderem die geordnete Verdauung bereits ab dem Magen beeinträchtigt, gestört oder sogar ganz unterbunden sein.

Für den intrinsischen Faktor ist es wichtig, die Nahrung lange genug gründlich zu kauen und einzuspeicheln, damit sie mit ausreichend Amylase gemischt im Magen ankommt. Gleichzeitig passieren dabei noch weitere Dinge: der Magen bekommt gemeldet, wie der Magensaft zusammengesetzt sein soll, der Bauchspeicheldrüse wird der Zuckergehalt für die korrekte Insulinausschüttung vorausgemeldet, und die Galle bekommt informationen zum Fettgehalt, damit die richtige Menge Gallsaft ausgeschüttet wird, wenn der Speisebrei dort vorbeikommt.

Mit den jeweils korrekt dosierten Verdauungsenzymen angereichert, können die Nährstoffe aus dem Speisebrei dann auch die Darmwand passieren, ins Blut aufgenommen und weitertransportiert werden. Die B-Vitamine darin gelangen durch die Amylase des Speichels aufbereitet und ausreichend aufnahmebereit ins letzte Drittel des Dünndarms. Nur dann können sie auch aufgenommen und gespeichert werden.

Um die aufgenommenen B-Vitamine dann auch verwerten zu können, braucht es gleichzeitig vor allem ausreichend Magnesium, Kalium, Calcium, und Zink, aber auch viele andere Mikronährstoffe aus der Nahrung. Eine abwechslungsreiche Ernährung ist bei Histaminintoleranz zumindest problematisch. Da kann schon mal von dem einen oder anderen Stoff nicht genug vorhanden sein. Und das kann die Bildung von Verdauungenzymen für den intrinsischen Faktor beeinträchtigen, massiv stören oder sogar ganz verhindern.

Auch die langfristige Einnahme von Omniprazol oder derartigen Medikamenten zum "Magenschutz" und ein häufiger Genuss von Alkohol behindern den intrinsischen Faktor und können so zu einem Mangel an B-Vitaminen führen.

Ein Vitamin-B-Mangel setzt schleichend ein. Die Vitamine werden nur in winzigen Mengen benötigt und können vom Körper gut gespeichert werden, und sie werden auch wiederverwertet. Fehlt aber auf lange Sicht der "Nachschub", leeren sich die Speicher allmählich, und erst nach langer Zeit schleichen sich nach und nach die Folgen ein.

Die Folgen von Vitamin-B-Mangel sind dennoch erheblich. Er beeinträchtigt den Stoffwechsel der aufgenommenen Kohlenhydrate, Fette und Proteine. Die aufgenommenen Nährstoffe können zunehmend schlechter verwertet werden. Daher sind die nach und nach eintretenden Auswirkungen sehr vielfältig, und bei gravierendem Mangel keineswegs harmlos.

Gedächtnisverlust, Verwirrtheit, Wortfindeprobleme, Orientierungsverlust, Müdigkeit, Erschöpfung, Teilnahmslosigkeit, Depression, Verlust an Muskelmasse, unerklärlicher Gewichtsverlust, Belastungszittern, Muskelkrämpfe, Organflattern, Herzrhythmusstörungen, dünnes, ausfallendes Haar, brüchige, trockene "Uhrglasnägel" mit Längsrillen, trockene und schuppende Haut ... sind alles Symptome von Mangel an B-Vitaminen.

Die roten Pünktchen in der Haut werden Petechien sein. Darunter versteht man eine Vielzahl stecknadelkopfgroßer Blutungen aus denKapillaren in die Haut oder Schleimhäute, die auf eine Störung der Blutstillung hinweist. Oft treten als erstes kleinste Blutpünktchen an den Knöcheln und Unterschenkeln auf.

Sie sind meist Zeichen einer Störung der primären Hämostase; es handelt sich meistens um eine verringerte Zahl oder eine gestörte Funktion der Blutplättchen, z. B. bei derAutoimmunthrombozytopenie oder einer Schädigung der Haut mit ihren Gefäßen (Altershaut, Cortisonschäden). Auch die Überdosierung von Thrombozytenaggregationshemmern kann manchmal zur Bildung von Petechien führen. Durch einen Mangel an Blutplättchen verursachte größere petechiale Blutungen werden auch als thrombozytopenische Purpura bezeichnet.

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