Neue Hörgeräte?

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2 Antworten

Regulär hast Du alle sechs Jahre Anspruch auf neue Hörgeräte, denn dann geht man davon aus, dass die bisherigen Geräte "verbraucht" und technisch überholt sind.

Bei Verlust oder irreparablem Schaden kann der Anspruch auch früher geltend gemacht werden. Der Akustiker wird Dir sicherlich gern bestätigen, dass die Geräte für Dich "unbrauchbar" geworden sind, ggf. auch der HNO-Arzt, von dem Du Dir die Verschreibung holst.

Wie hoch die jetzige Zuzahlung der Krankenkassen ist, hat Dir @Mahut schon beantwortet. Mit der Erhöhung des Zuzahlungsbetrages ist die Chance, bereits mit einem "Kassengerät" (also ohne eigene Draufzahlung) ausreichend versorgt zu sein, größer geworden.

Bei der Anpassung neuer Hörgeräte testest Du drei oder vier verschiedene Hörgeräte. Eines davon muss das "Kassenmodell" sein. Prüfe unvoreingenommen, ob dieses bereits für Dich in Betracht kommt. Für mehr Geld magst Du auch "mehr" bekommen - es stellt sich die Frage, ob Du "mehr" überhaupt nutzen kannst. Ich z. B. hatte die Wahl zwischen einem 4-, 8- und 12-Kanal-Gerät - während ich zwischen 4 und 8 Kanälen noch (geringe) Hörverbesserungen erreichen konnte, fehlten diese in Richtung der - teuren - Geräte mit 12 Kanälen völlig. Merke: Nicht jedes Ohr kann alles nutzen, was die Technik so bietet. Drum lass Dich beraten, aber bleibe kritisch. Viel muss nicht viel helfen.

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Die gesetzlichen Krankenkassen haben zum 1. November 2013 ihren Zuschuss für Hörgeräte erheblich erhöht. Der Festbetrag stieg von 421,28 Euro auf 784,94 Euro pro Gerät. Die regelmäßige Wartung ist darin nicht mehr inklusive, sondern wird von den Kassen extra vergütet. Damit verdoppeln sich die Leistungen für Menschen mit Hörbehinderungen. Dieser Schritt sei "für die angemessene Versorgung Schwerhöriger notwendig", sagt Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes, in dem alle gesetzlichen Kassen organisiert sind. Betroffene können nun darauf hoffen, bessere Hörgeräte zu bekommen, ohne die Preise durch eigene Zuzahlungen ausgleichen zu müssen. Ganz freiwillig ist dieser Schritt der Kassen nicht. Das Bundessozialgericht hat sie dazu bereits 2009 in einem wegweisenden Urteil gedrängt.

Quelle: http://www.onmeda.de/g-rat/hoergeraete-preise-1679.html

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