Nebenwirkungen bei Impfungen?

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1 Antwort

Diese Fragen werden hier sehr gut beantwortet:

"Viele Eltern halten Impfungen für riskanter als die möglichen Folgen der Krankheiten, vor denen die Impfstoffe schützen sollen.

Die Liste der vermuteten Impfschäden ist lang:

Wunden an der Einstich-Stelle, Allergien, Hirnschäden.

Die Krankheiten dagegen, die das Kind dann durchmachen soll, gelten den besorgten Eltern als natürliche Prozesse, die die Abwehrkräfte stärken sollen.

Doch in Wahrheit haben gerade die Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps oder Röteln schwerwiegende Folgen.

Eine einfache Gegenüberstellung macht das klar: die Symptome oder Komplikationen nach einer Impfung im Vergleich zu den Begleiterscheinungen und Folgen der Erkrankung, gegen die sie schützen soll.

Beispiel: die Masern-Mumps-Röteln-(MMR-) Impfung. Sie wird den meisten Kindern heute als Kombinationsimpfung gegeben. Nach einer MMR-Impfung bekommen 5 von 100 Kindern einen Hautausschlag und Fieber. Bekommen die Kinder dagegen die Masern, liegen 98 von 100 mit Fieber und Pusteln im Bett.

Fieber und Hautausschlag sind noch vergleichsweise harmlose Begleiterscheinungen. Anders sieht es da schon bei der Hirnentzündung aus. Nach einer MMR-Impfung erkrankt ein Kind von 1.000.000 an einer akuten Hirnentzündung - bei der Masern-Infektion sind es 150 Kinder!

Noch eindeutiger sind die Zahlen für die so genannte SSPE (Subakute sklerotisierende Panenzephalitis), die tödlich verlaufende Spätinfektion des Gehirns nach einer Masernerkrankung. Sie ist nach einer Impfung weltweit noch nie aufgetreten - sehr wohl jedoch nach der Infektion mit dem Masernvirus. Dann trifft sie immerhin 200 von 1.000.000 Kindern.

Masern sind nicht die einzige so genannte Kinderkrankheit, die schwere Folgen haben kann.

Eine weitere Erkrankung, gegen die mit dem MMR-Impfstoff geimpft wird, ist Mumps – im Volksmund auch Ziegenpeter genannt. Ein Junge von 1.000.000 bekommt nach der MMR-Impfung eine Hodenentzündung. Bei einer Mumpserkrankung tritt die Hodenentzündung bei jedem dritten Jungen auf. Sie kann die Zeugungsfähigkeit einschränken.

Viele Impfgegner behaupten, aufgrund der vielen Impfungen hätten allergische Erkrankungen, besonders bei Kindern und Jugendlichen in den letzten 30 Jahren erheblich zugenommen.

Hier hilft ein deutsch-deutscher Vergleich:

In der damaligen DDR gab es eine Impfpflicht für Keuchhusten. Daher lag die Impfrate bei etwa 90 Prozent.

In der BRD hingegen war die Impfung bis 1991 von der STIKO nur für Risikokinder empfohlen, nur etwa 10 Prozent der „Wessi-Kinder“ sind entsprechend gegen Keuchhusten geimpft worden.

In den alten Bundesländern wurde die Keuchhustenimpfung erst 1991 empfohlen. Nun waren aber gerade die geimpften Kinder und Jugendlichen der ehemaligen DDR erheblich seltener von Allergien betroffen als die weniger häufig geimpften in der Bundesrepublik.

Mit der Entwicklung eines neuen Impfstoffes und dem Mauerfall nähern sich nun die Impfraten für Keuchhusten in etwa an. Die Allergieraten aber auch.

Würden tatsächlich die Impfungen Allergien auslösen, müsste die Allergierate in den neuen Bundesländern analog zur Impfrate sinken.

Dass die Allergieraten in den neuen Bundesländern steigen, hat viele Ursachen. Aber eines wird aus diesen Zahlen deutlich: Allergien und Impfungen haben sicher nichts miteinander zu tun.

Viele Behauptungen über Impffolgen erweisen sich beim genauen Hinsehen als haltlos. Dennoch hört oder liest man immer wieder Horrorgeschichten über Impfschäden.

Experten wollen hier Licht ins Dunkel bringen: Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständig ist, hat eine Online-Datenbank konzipiert, die erfasst, welche Verdachtsfälle auf Impfkomplikationen in den letzten Jahren verzeichnet wurden.

So meldeten im Jahr 2005 Ärzte und Pharmahersteller knapp 1.400 vermutete Impfkomplikationen.

Im selben Zeitraum wurden insgesamt etwa 44 Millionen Impfstoffdosen in Deutschland verkauft – das entspricht einer Rate von etwa drei Verdachtsfällen pro 100.000 verkauften Dosen.

Bei knapp einem Drittel der gemeldeten Fälle bestand kein Zusammenhang mit der Impfung.

Zudem war ein großer Teil der Auffälligkeiten – beispielsweise hohes Fieber – vorübergehender Natur.

Lediglich bei fünf Geimpften wurde eine dauerhafte gesundheitliche Beeinträchtigung gemeldet, die möglicherweise durch die Impfung ausgelöst worden war.

Dennoch will das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) auch die Verdachtsfälle öffentlich zugänglich machen und mit dieser europaweit einmaligen Aktion ein Höchstmaß an Transparenz zum Thema Impfnebenwirkungen bieten.

(http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2008/0610/002_impfung.jsp)

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