Nebenhöhlenentzündung durch Verspannung?

3 Antworten

Eine Sinusitis ist eine durch Viren oder Bakterien hervorgerufene Entzündung der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen.

So gesehen kann sie mMn nicht durch Verspannungen des Nackens entstehen, dies habe ich in meiner langen berufl. Zeit so auch noch nicht gehört.

Was natürlich nicht heißt, dass die Schmerzen die Du in den Nasennebenhöhlen empfindest, nicht vom Nacken her rühren können.

Wenn die eine oder andere Bandscheibe im oberen Bereich des Nackens einen Defekt erlitten hat, dann ist es sehr gut möglich, dass Nervenwurzeln gereizt werden, die dann zu solchen Missempfindungen (Parästhesie) führen.

So gesehen wäre der Neurochirurg für Dich der bessere Ansprechpartner, als der Orthopäde. Aber nun haste den Termin, geh halt hin.

Sollte der Nacken der Auslöser sein, dann sollte Wärme und voooorsiiiichtiiiige Dehnung der Nackenmuskeln Linderung bringen. Schau Dir dieses Video an und versuche die Übung durchzuführen. Die Muskeln sind dabei eher bereits sich dehnen zu lassen, wenn sie möglichst gut vorgewärmt sind. Die gute alte Wärmflasche, oder ein Körnerkissen aus der Mikrowelle, oder eine Rotlichtbestrahlung ist eine gute Vorbereitung vor dieser Übung. LG

https://www.youtube.com/watch?v=lJX4129XgcU&t=204s

Hallo, bist Du der nette Herr auf dem Bild ??

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@Tigerkater

nee, das ist Kollege Liebscher Bracht, den ich sehr schätze. LG

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Vielen Dank für deine Antwort und den Link zum Video! Das mit dem Nacken und den Missempfindungen im Gesicht klingt logisch, gut das es hier so einen Fachmann gibt. Die Übung vom Video probiere ich heute gleich mal aus, habe häufiger mit Nackenverspannungen zu kämpfen.

Vielen Dank und liebe Grüße

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@Dora1984

Gut, aber "mal" ausprobieren bringt nichts, Du wirst es mehrere Male durchführen müssen, um eine Wirkung zu verspüren, jedenfalls wünsche ich Dir Erfolg. Und ich wiederhole mich, bitte mache die Dehnübung der Nackenmuskulatur sehr langsam und vorsichtig, um die Bandscheiben zu schonen. LG

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Ich hatte letztes Jahr eine Nebenhölenentzündung, die auf Verspannungen zurückführbar war. Ich war auch beim Osteophat und es hat geholfen. Gute Besserung!

Es mag ja sein, dass Deine Schmerzen im Bereich der Nebenhöhlen auf Verspannungen zurückzuführen waren.

Eine Entzündung tritt ganz sicher nicht durch Verspannungen auf !

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Vielen Dank! Dann habe ich ja ein wenig Hoffnung, dass es bei mir auch von Verspannungen kommt.

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Hallo Dora1984,

meines Wissens gibt es überhaupt keine Verbindung zwischen einer Nasennebenhöhlenentzündung und Verspannungen.

Es ist jedoch nicht verwunderlich, dass es Dir durch die Einnahme der zahlreichen Medikamente nicht besser geht. Man muß nicht immer gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen. Atemwegsinfekte werden in der Regel durch Viren ausgelöst, da helfen keine Antibiotika. Gerade im Zuge der zunehmenden Resistenzentwicklung sollten diese nicht so unkritisch eingesetzt werden. Sie können zudem diverse Nebenwirkungen haben und schädigen die Darmflora, die jedoch für ein gutes Immunsystem immens wichtig ist. Daher sollte man nach jeder Antibiotika-Einnahme, die Darmflora mit entsprechenden Präparaten aus der Apotheke (sog. Synbiotika) wieder aufbauen.

Auch Cortison schwächt übrigens das Immunsystem.

Schmerzmittel wie Ibuprofen erhöhen bei Infekten das Herzinfarktrisiko deutlich.

Bei konventionellen Nasensprays ist es wichtig, dass man solche verwendet, die keine Konservierungsmittel enthalten. Generell sollten solche Nasensprays nicht länger als 10 Tage eingesetzt werden.

Mit Kochsalz inhalieren, bringt rein gar nichts. Hier ist z. B. Kamillentinktur empfehlenswert.

Ebenfalls sinnvoll bei Nasennebenhöhlenentzündung ist die Einnahme von Angocin Anti-Infekt N. Dies ist ein pflanzliches Arzneimittel mit Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel, das es in der Apotheke gibt.

Zur Stärkung des Immunsystems empfiehlt sich eine vitalstoffreiche Ernährung wie z. B. die traditionelle Mittelmeerkost, tägliche Bewegung in der Natur (u. a. zwecks Vitamin D-Bildung), ein gutes Stressmanagement, ausreichend Schlaf und eine ca. 3-monatige Kur mit dem Spurenelement Zink (z. B. Unizink, rezeptfrei aus der Apotheke). Zink hat sich zudem bei diversen Infekten bewährt, ist wichtig für die Schleimhäute, und es wirkt entzündungshemmend.

Ich wünsche Dir gute Besserung!

Vielen Dank für die Antwort!

Ich bin niemand der sofort zu Schmerzmittel oder anderem Medikamenten greift und versuche es erstmal mit Hausmitteln. Leider haben die aber keine Wirkung gezeigt und ich kann ja nicht ewig zu Hause bleiben, sieht der Arbeit geber nicht so gern. Das Antibiotika war laut HNO-Arzt richtig, da in den Nebenhöhlen Eiter war und das Cortison hab ich erst später zusätzlich bekommen, damit die "Verästelungen" abschwellen. Ich nehme übrigens dauerhaft eine geringe Menge Cortison, da ich Rheuma habe. Das es mein Immunsystem schwächt habe ich leider schon oft zu spüren bekommen, aber leider geht es ohne das Cortison momentan nicht und ich bin sehr froh, dass es das gibt.

Vielen Dank für die Tipps mit den genannten Medikamenten und mit dem Immunsystem! Das mit dem Zink ist mir neu, das werde ich definitiv mal probieren. Habe schon sehr viel probiert, aber gefühlt hilft nix, da ich trotzdem ständig Infekte bekomme (arbeite im Kiga) und das nervt mich sehr.

Deshalb vielen Dank für den Ratschlag!

Liebe Grüße

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