Nach Lauf Schmerzen im Knie. Was könnte es sein?

3 Antworten

Du hast vermutlich eine Ansatztendopathie, vermutlich gepaart mit einer Chondropathia Patellae. Genaueres weisst Du aber erst nach einem MRT, falls es noch nötig werden sollte.

Aber Deine Beschreibung passt zu meiner Vermutung.

Denn beim Bergabgehen/Treppabgehen muss der Oberschenkelmuskel Quadriceps bremsend wirken. Das ist das genaue Gegenteil dessen, wofür er eig. da ist, das Strecken des Beines. Dieses Bremsen nennen Fachkreise "exzentrische Kontraktion". Und diese Art der Belastung, ist für den Muskel eine wesentlich höhere Belastung, als das Strecken.

Jetzt kommt die Komplexität des Kniegelenkes in Spiel.: Muss sich der Quadriceps also sehr stark kontrahieren, dabei aber länger (statt kürzer) werden, dann ist auch die Kniesehne unter erheblich höherem Zug als sonst, dies wiederum wirkt sich als erheblich verstärkter Druck auf die Patella aus, die mit der Knorpelfläche also verstärkt auf die Gelenkkontakte des Femus und der Tibia wirkt. Alle am Gelenk beteiligten Knorpel haben "Stress". 

Mit anderen Worten: In dieser Phase ist Dein gesamtes Knie unter Stress, aber der Quadriceps ist die Ursache, er wurde auf dem Laufband überfordert, - warum auch immer.

Abhilfe kann schaffen, indem Du den Quadriceps zunächst einer intensiven Wärmequelle aussetzt, z. B. einer Wärmflasche, einer Rotlichtlampe, einer Fangopackung, etc. Nachdem der Muskel gut durchwärmt ist, solltest Du gaaaanz vorsichtig Dehnen. Dehne aber nie in einen beginnenden Dehnschmerz hinein, sondern nur bis zum Beginn dieses Dehnschmerzes. Bleib dann möglichst solange in dieser (nicht schmerzenden!!) Dehnhaltung, bis Du merkst, dass die Spannung im Muskel nicht mehr zu spüren ist. Das reicht für´s erste Mal. Am nächsten Tag alles wiederholen, usw.

Wenn diese Behandlung nach drei Tagen noch nichts bringt, dann hast Du wohl ein Läuferknie. Das ist sehr umfangreich zu beschreiben. Lies es bitte hier nach, Dir wünsch ich gute Besserung: http://orthopaedie.klinik-am-ring.de/index.php/kniegelenk/laeuferknie-runners-knee-tractus-syndrom.html

Herzlichen Dank, deine Antwort hat mir sehr geholfen. 

Es beruhigt mich das es eine nicht schlimmere Verletzung ist. :)

Beste Grüße 

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@Battlenator

Hallo, ja gerne geschehen. Mir ist noch eingefallen, dass Du das Laufen und auch die Beinpresse oder Kniebeugen mit Langhantel so lange aussetzen solltest, bis das Knie völlig! reizfrei und schmerzfrei ist. Sport soll ja der Gesundheit dienen, und nicht das Gegenteil bewirken. Ich hffe, Du siehst das genauso, lG

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Läufst du denn regelmäßig? Also ist das Knie trainiert und wurde es nicht nur einmal dieser starken Belastung ausgesetzt? Ich würde darauf tippen, dass dus einfach zu schnell angegangen bist. Vielleicht das nächste Mal bewusster auf den Körper hören und kurz pausieren, das Knie bewegen und möglicherweise spürst du da bereits den Schmerz! Ansonsten einfach Dehnen und einen Strumpf tragen. Wenns weiter anhält bleibt nur der Onkel Doktor - man will ja schlimmeres verhindern!

Ich betreibe regelmäßig Sport. (Kraft und Ausdauer) 


Während dem Lauf selber konnte ich keinen Schmerz spüren und im Normalfall bleibe ich während dem laufen auch nicht stehen nur um zu sehen ob sich etwas komisch anfühlt. (sollte ich vlt)


Könnte man es vlt ein wenig eingrenzen was es den sein könnte? Ich finde es doch ein wenig seltsam dass der Schmerz nur beim Treppen hinunter steigen Auftritt. (mir ist bewusst dass das Knie sehr komplex ist)

Irgend etwas mit dem Meniskus hätte mir gerade noch gefehlt. :-/

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Du hast dein Knie überbelastet. Abstiege sind für die Knie sowieso belastender als Aufstiege.

Du solltest dein Knie jetzt schonen. Eventuell kannst du eine Kniebandage darum machen, es gibt da welche in Versandhäusern oder Sanitätshäusern, die Stauchungen abmildern.

Ich kenne das von Bergtouren. Der Aufstieg war immer problemlos, aber beim Abstieg begannen die Schmerzen.

Mir hilft da immer der Fersensitz über mehrere Minuten. Da richtet sich alles wieder ein. Auch die Beine öffnen und sich zwischen die Beine setzen kann sehr entlastend für die Knie sein.

Wichtig ist immer, sehr vorsichtig ranzugehen und wenn es zu schmerzhaft ist aufhören. Immer nur bis zur Schmerzgrenze gehen.

Auch Einreibungen mit Arnicka Salbe oder Umschläge mit Quark oder Essigwasser können hilfreich sein, aber auf alle Fälle erstmal schonen.


Danke für die Antwort. 

Kann man ausschließen dass es sich um länger anhaltendes Problem handelt?(vermutlich nicht)Meniskus, kreuzband? 

Ist Radfahren möglich? Oder werden dadurch die Knie auch zu viel in Mitleidenschaft gezogen? 

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@Battlenator

Ausschließen kann nur ein Arzt, wenn er eine Diagnose stellen kann. Wenn die Übungen anschlagen, dann ist es Überbelastung.

Ich habe gerade auch von einem Patellaspitzensyndrom gelesen, das auch durch Dehnen besser wird.

Wie gesagt, wenn du eine Diagnose haben willst, dann musst du zum Orthopäden gehen.

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Beginnende Knie-Arthrose, Bakerzyste, Plica aber keine Therapie gegen Schmerzen, was nun?

Hallo ihr Lieben,

ganz doof .... - nachdem ich vor 2 Monaten aus dem Schneidersitz aufgestanden bin, hatte es in meinem Knie laut geknackt und ich hatte unglaubliche Schmerzen sowie das Gefühl, dass meine Kniescheibe vielleicht nicht mehr richtig in der "Bahn" war. Danach ist meine Kniescheibe nicht mehr richtig eingerastet und nur noch bei jeder Beugung/Streckung schmerzhaft eingeschnappt - bis heute. Nachdem ich teilweise keine Treppen mehr steigen konnte, bin ich zum Orthopäden gegangen, der mir ein MRT verordnete. Heute hatte ich die Befundbesprechung:

Beurteilung:

  • Innenmeniskus intakt
  • Außenmeniskus intakt
  • Mediales/laterales Femorotibialgelenk altersgerecht
  • beginnende mediale Gonarthrose
  • Femoropatellares Gleitlager abgeflacht
  • Patella zentriert
  • leichte Patelladysplasie
  • retropatellarer Knorpel noch nicht signifikant verändert
  • Knorpel Trochlea femoris intakt
  • Mäßiggradiger retropatellarer Erguss
  • minimale Bakerzyste
  • Allenfalls rudimentäre mediale Plica

Mein "Ersatz-"Orthopäde meinte, dass der Befund gut aussieht und man nicht handeln müssen. Für eine Schmerzlinderung hatte er mir eine Bandage verschrieben, die ich bei viel Bewegung tragen solle. Ich bin mit 26 Jahren ja noch recht jung, bin gerade selbstständig und täglich viel auf den Beinen.

Ich wollte euch mal nach eurer Meinung fragen ob ihr denkt, ich sollte nochmals eine 2. Meinung einholen, oder es nun mal mit der Bandage versuchen. Hat jemand von euch schon Erfahrungen in diesem Bereich oder einen ähnlichen Befund, wenn ja, was hat euch geholfen? Schmerzlich ist es mal besser, mal wieder stärker, so dass sich meine Entscheidung, eine 2. Meinung einzuholen, immer wieder ändert.

Meine Schwägerin, Physiotherapeutin, meinte, dass ich mit der beginnenden Arthrose und meinem Beckenschiefstand schon etwas mehr dagegen machen sollte.

Ich freue mich von euch zu hören.

Liebe Grüße Vanessa

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