Nach dem aufstehen Gleichgewichtsstörung linkslastig!?

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1 Antwort

Hallo! Mir fallen da jetzt auf Anhieb zwei mögliche Ursachen ein.

Bei deiner Schwindelbeschreibung dachte ich als erstes an den sog. gutartigen Lagerungsschwindel.

Lies mal:

Hierbei bilden sich in der Flüssigkeit in den Bogengängen des Vestibularogans Steinchen (so gen. Canalolithiasis), die mit ihrem Gewicht die Sensorzellen im Inneren des Organs reizen und damit durcheinander bringen. Diese senden dem Gehirn gemessen an der Körperhaltung falsche Informationen, die dann nicht mehr mit den Informationen aus Lageempfinden und Sehen übereinstimmen, wodurch dann (Dreh)Schwindel entsteht. Dieser dauert jeweils nur Sekunden an und tritt oft nach schnellen Bewegungen des Kopfes auf, zum Beispiel beim nächtlichen Umdrehen im Bett oder beim Aufrichten vom Nachtschlaf. In Ruhe sind die Patienten beschwerdefrei.

http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de/npin/npinkrankheit/show.php3?p=4&id=106&nodeid=24

Dieser Lagerungsschwindel ist völlig ungefährlich und hält meist nicht lange an. Mit gezielten Lagerungsübungen (s. Link) kann man sich da sehr gut helfen.

Allerdings würde hier das Gefühl des Druck im Kopf weniger passen...

Sollten die Beschwerden allerdings länger andauern, sollte sich das mal ein HNO ansehen, ggf. auch ein Neurologe.

Jetzt zur zweiten Idee:

Es könnte auch sein, dass du dich in der Nacht irgendwie "verlegt" hast. Dadurch könnte es zu Verspannungen oder evtl. auch einer leichten Blockierung in deinen Kopfgelenken (das sind die oberen beiden Halswirbel) gekommen sein. Störungen in diesem Bereich rufen sehr oft Schwindel hervor. Dafür spräche auch dein Gefühl von Druck im Kopf.

Versuche doch einmal, ob es dir hilft, wenn du dir ein Körnerkissen (oder was anderes Warmes) in den Nacken legst. Wenn es Muskelverspannungen sind, dann könnten diese durch die Wärme gemildert werden.

Wie schon oben gesagt: wenn das Problem länger anhält oder schlimmer wird, dann solltest du auf jeden Fall mal einen Arzt aufsuchen. Im Falle, dass es sich tatsächlich um ein HWS-Problem handelt, wäre ggf. sogar ein sehr guter Physiotherapeut (der sich am besten auch mit manueller Therapie auskennt) evtl. noch hilfreicher. Auch ein Osteopath könnte dir dabei ggf. helfen.

wichtig ist, dass du dir erstmal keine allzu großen Sorgen machst. Schwindel ist zwar mehr als unangenehm (ich weiß, wovon ich spreche, habe den seit fast 8 1/2 Jahren), aber in den meisten Fällen eher ungefährlich.

Alles Gute und gute Besserung!

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