myokardszintigraphie

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4 Antworten

Hallo! Zu deiner Frage kann ich direkt leider nichts sagen, möchte euch aber auf eine Seite im Internet hinweisen, wo man sich solche Befunde übersetzen lassen kann. Sieh dazu mal meinen Tipp hier: http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/hilfe-bei-unverstaendlichen-unklaren-befunden

Natürlich ist sonst der Ansprechpartner der Hausarzt, der sich nach den Feiertagen dann auch wirklich mal die Zeit nehmen sollte, um euch das in Ruhe alles zu erklären.

Wenn es deinem Mann aber jetzt an den Feiertagen schlechter gehen sollte, dann solltet ihr euch auch nicht scheuen, ins Krankenhaus zu fahren. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Alles Gute und trotzdem schöne Feiertage!

Liebe JessyFly,

aufgrund der letzten Vorgänge auf dieser Plattform verbietet sich mir jede Kritik sowie auch ein genaueres Eingehen auf diese Thematik - noch verfüge ich über einige wichtige Patientendaten;

ich kann und darf daher nur allgemein antworten:

Die Myokardszintigraphie stellt ein komplimentäres Verfahren (nuklearmedizinisch) im Vergleich zu primär morphologisch orientierten bildgebenden Verfahren dar, und zwar keinesfalls das Neueste..... Es wird angewandt, weil das Risiko wesentlich geringer ausfällt als die invasive Untersuchung mittels Katheder; sie dient auch eher dem Ausschluß als der Diagnose einer KHK.

Bei Verdacht auf KHK wird dann eben doch eine invasive Untersuchung durchgeführt, die primär an der Morphologie der Gefäße orientiert ist und nicht lediglich auf der Anreicherung einer radioaktiven Substanz unter Belastung beruht.....

Ich hoffe, ich konnte dir damit dennoch weiterhelfen.

Liebe Grüße, Alois

hallo JessyFfly,

das du verunsichert bist kann ich mir gut vorstellen. Ich arbeite in einer internistischen Praxis und was du da gerade über deinen Mann beschrieben hast ist bei uns Alltag. Wir haben mindestens 1x pro Woche jemanden mit ähnlichen oder gleichen Beschwerden. Natürlich wird dann die "Diagnostikmaschine" angeworfen um zu schauen ob als Ursache eine KHK (Erkrankung der Herzkranzgefäße) in Frage kommt.

Dein Mann kam mit unklaren Brustschmerzen und ein paar anderen Symptomen zum Hausarzt. Dieser hat ihn sicherheitshalber in die Klinik eingewiesen, da die Symptome eine Herzerkrankung sein könnten. Dort gibt es außer dem EKG noch Bluttest, die erst einmal einen Herzinfarkt ausschließen können. Ist es sicher, das es kein Herzinfarkt war, kann man die Sache ambulant in Ruhe klären.

Dazu eignet sich z.Bsp.ein Belastungs EKG oder eben eine Myokardszintigraphie. Bei der Szintigraphie wurde der Verdacht geäußert, das besonders im Bereich der Hinterwand eine Minderversorgung (Ischämie) des Herzmuskels vorhanden ist. Diese kann verschiedene Ursachen haben. Die häufigste Ursache aber ist eine Verstopfung der Herzkranzgefäße die diesen Bereich des Herzmuskels versorgen.

Um heraus zu finden ob es im Bereich der Herzkranzgefäße Probleme gibt, wurde eine Herzkatheteruntersuchung empfohlen. Diese wurde ja durchgeführt und ergab, das die Koronarartherien in Ordnung sind und es keine Verengung oder Verstopfung in dem Bereich gibt. Bei einer Herzkatheteruntersuchung sieht man die Koronararterien und jede Verengung oder Verstopfung sehr genau. Wenn dort keine entdeckt wurde, kann man eigtl. davon ausgehen, das da auch keine ist. Damit ist er auch nicht akut Herzinfarkt gefährdet und wo soll man einen Stent setzten, wenn alle Gefäße gut durchgängig sind ?

Festgestellt wurde, das es durch den erhöhten Blutdruck eine leichte Überlastung des linken Ventrikels gibt, welche aber nicht relevant ist, solange der Blutdruck gut eingestellt ist.

Manchmal gibt es im Szintigramm falsch positive oder scheinbar dramatischere Befunde als sie in Wirklichkeit sind.

Die Beschwerden deines Mannes können auch von der Wirbelsäule kommen.

kleiner Nachtrag :

man könnte sicher noch eine Echokardiographie machen lassen um zu schauen, ob die Pumpfunktion, die Herzklappen und Muskelbewegungen in Ordnung sind.

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Ich gebe dem HA nicht Unrecht denn

Ischämie im Bereich der Hinterwand ( RCA-Gebiet) wird im automatisierten Vergleich mit dem Normalkollektiv als signifikant bzw. prognoserelevant bewertet (SDS=5).

Jetzt lasst erstmal die Feiertage vergehen und dann besprecht in Ruhe mit dem Arzt das weitere Vorgehen.

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