Muss Chondropatie III Grades operiert werden? Wer kann MRT-Begund übersetzen?

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2 Antworten

Hallo Doros,

wie ich sehe, wurde deine Frage erneut eingestellt; eine "Übersetzung" hat man dir ja schon zukommen lassen - dennoch bist du anscheinend nicht ganz zufrieden.....

Zunächst mal "Hut ab" vor diesem Chirurgen und seiner ehrlichen Antwort; tatsächlich ist es so, dass man operativ leider nicht alles wiederherstellen kann - auch wenn manche Patienten und die Medien das gerne so sehen würden.

Generell ist es so, dass bei degenerativen Veränderungen dieser Art nur operiert werden sollte, wenn es wirklich nicht mehr anders geht - sprich, die Schmerzen und/oder Beschwerden mit anderen Methoden nicht in den Griff zu bekommen sind; und selbst bei erfolgreicher OP wird die Ursache verständlicherweise nicht "mitbeseitigt".

Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen, dass diese Entscheidung nicht vom Befund sondern in 1.Linie vom klinischen Erscheinungsbild abhängig ist.

Mein Rat: Sorge bitte für ein professionelles Muskelaufbautraining, möglichst unter Anleitung eines erfahrenen Physiotherapeuten; informiere dich darüber, was man unter "Squats" versteht und führe diese Übungen auch durch - für ein optimales Ergebnis und weitere Möglichkeiten befrage deinen Therapeuten - und auch, wenn es vermutlich Mit Kosten verbunden sein dürfte wird es sich höchstwahrscheinlich im Endeffekt lohnen.

Liebe Grüße, Alois

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Hallo Doros,

eine Chondropathie ist pathologische Veränderungen des Gelenksknorpels das weist Du.

Es gibt vier Grade der Chondropatie beim vierten Grad ist Knochen auf Knochen.

Nun dorsal bedeutet Richtung Rücken hier Anteil des mittleren Schienbeinplateaus also der oberste Bereich des Schienbeins. Dort gibt es auch ein Knochenmarksreizödem welcher auch die Bakerzyste verursacht

Chondropathie Grad II und III in der ventralen (seitlichen) Belastungszone der Femurkondyle Femur ist der Oberschenkelknochen der unten aussieht wie ein "Schanier" die beiden Seiten sind die Kondyle. http://www.dr-gumpert.de/html/kniegelenk.html
(Abbildung Kreuzbänder unter 1)

In dem Bereich verläuft auch die Patella (Kniescheibe) die auch hinten mit einem Knorpel geschützt ist. auch da gibt es ein Knochenmarksreizödem.

Die Bänder (Ligamente) da sind intakt. Genau so der Aussenmeniskus. Hier kannst Du ein paar Zusammenhänge sehen wo was .... medizinfo.de/orthopaedie/anatomie/kniegelenk.shtml

Nun ich weis nicht genau ob die Möglichkeit bestand die Meniskusrisse zu nähen. Wenn nun der Art zugibt das er den Meniskus beschädigt hat. ....

Also ich würde mir dringend eine Zweitmeinung holen. Wo man auf die Frage antwortet Wie das mit den Knochenmarksödemen aussieht
Das sind nach den Menikusschäden die größten Baustellen.die Dir im Moment die heftigen Schmerzen bringen. Ich weis nicht welche Medikamente NSAR (+ Magenschutz) Du einnimmst. wie alt Du bist. Wenn man privat versichert ist wie Wenige es gibt irgendwo bei Berlin ein Labor was Knorpelzellen züchtet. aus Eigenmaterial.

Also versuch Dir einmal eine Zweitmeinung zu holen, ja und frage den Arzt was hier noch möglich ist. Der erste Arzt hat ..scheint mir nur den Knorpel "begradigt" solche Begradigungen bringen eigentlich nichts. (Aussage eines Orthopäden).

VG Stephan

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Kommentar von Doros
01.07.2014, 19:12

Hallo Stephan,

Danke für Deine Antwort. Ich bin 45 und hatte schon ingesamt 4 Meniskus-OPs, die waren immer rausgeschnitten, nie genäht, vielleicht ging das einfach nicht. Als ich vor 8 Monaten wg Meniskusriss operiert werden musste, wusste ich noch gar nicht, dass der Knorpel beschädigt ist, denn dies stand auch nicht in dem MRT-Befund und auch nicht in dem OP-Bericht. Nur, dass der Meniskus teilweise entfernt wurde und die Falte(Plica) auch. Nach zwei Monaten Schwellungen, Schmerzen war bei MRT wieder einen Meniskusriss zu sehen. Wieder ein OP, aber immer noch Schmerzen. Ich glaube nicht, dass der Chirurg den Knorpel begradigt hat, denn es steht nichts von Knorpelschaden, weder im MRT-Befunden vor der ersten und zweiten OP noch in den beiden OP-Berichten. Bei beiden OP-s hat er aber lose Knorpelknochenflakes entfernt, desswegen habe ich gefragt, ob mein Knorpel nicht in Ordung ist und er sagte, dass er den manchmal beschädigt, wenn er mit den Geräten rein geht. Mein Physiotherapeut sagt, dass das eigentlich nur einem unerfahrenen Operateur passieren kann. Ich kann keine Information finden, in welchem Zeitraum sich so ein Knorpelschaden bilden kann. Ich kann es kaum glauben, dass ich innerhalb sechs Monaten oder kürzer Knorpelschaden des III Grades bekommen habe. Ich hab bereits zwei Mal die Schwelung mit Arcoxia 90 mg mit Omeprazol 20 mg weg bekommen. Die habe ich jeweils 8 Tage genommen und die Schmerzen waren auch weniger, danach aber wieder da. Ich muss mit den Schmerzmittel aber sehr aufpassen, da ich laut Magenspiegelung Magenschleimhautentzündung habe. Nächsten Montag habe ich einen Termin bei einem Chirugen, der 2012 den Meniskusriss im linken Knie operiert hat und am 23.07. bei einem Orthopäden, vielleicht kann er mir mit Akkupunktur helfen. Ich danke Dir nochmal für die Befundübersetzung.

LG Doro

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