Frage von Karoline111, 65

Könnte es Multiple Sklerose sein?

Hallo und frohe Ostern !

Letztes Jahr im Juli verspürte ich ein kribbeln im Rücken, armen und Beinen. Nach 1 Monat ging ich zum Arzt. Ich war beim Orthopäden, Allgemeinmediziner und beim Neurologen! Ein MRT der Wirbelsäule und Hals\ Nacken( Kopf + Augenhöhle waren auch zu sehen... )wurde gemacht =mein Hals sei zu weit vorne? Ich habe oft Nackenschmerzen, allerdings ohne Verspannungen.

Bis zu dem Termin vom Neurologen war ich einmal in der Notaufnahme..weil ich so Angst hatte vor MS, der Arzt meinte er denke nicht dass ich MS hätte, aufgrund der Überprüfung der Feinmotorik.3 Wochen später hatte ich dann den Termin beim Neurologen.

Der Neurologe orderte eine Lumbalpunktion an, dort wurde auf meinen Wunsch nach MS-typischen Erregern gesucht. Dann wurde noch überprüft ob ich eine Sehnerventzündung habe/hatte und meine Nervenleitgeschwindigkeit wurde auch getestet in meinen Beinen und Armen + Untersuchungen der Motorik.

Sprich Finger mit geschlossenen Augen zur Nase, er hat meinen Gang beobachtet usw. das war alles in Ordnung und der Neurologe betonte immer, dass wir die Untersuchungen nur durchführen zur Beruhigung meinerseits. Und er meinte MS könnte man total ausschließen und man bräuchte kein MRT. Die Lumbalpunktion war auch ohne Befund, keine Eiweiße und keine oligoklonalen Banden. Er riet mir die Symptome einfache zu vergessen und nach ca 2 Wochen waren die Beschwerden so gut wie weg, das war Anfang Januar.

Seit 1 Woche habe ich nun wieder kribbeln, nur sehr leicht in den Händen und Füßen. Oft kann ich auch nicht in einer Sitzposition sitzen, mein Rücken fühlt sich dann irgendwie seltsam an, tut weh. Ich stehe seit Mitte 2015 unter totalem Stress, habe eine 50 Stundenwoche + lernen, aber ob es daran liegt weis ich nicht. Ich bin ehemaliger Krebspatient, aber das ist schon 23 Jahre her. Ich habe gelesen, dass das Mittel was ich verabreicht bekommen habe ototoxisch und neurotoxisch wirkt. Seit 2012 habe ich chronischen Tinnitus beidseitig. Ob das einfach Spätfolgen der Chemo sein können? Ich habe einfach totale Panik und Angst es könnte doch MS sein..

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Charite17, 45

Es ist zwar tendentiell besser, dass Sie sich an das Form wenden als an eine Notaufnahme- es wäre aber definitiv sinnvoll einen Psychologen azfzusuchen. Wenn Sie trotz (meiner Ansicht nach zu) ausführlichen Ausschlussdiagnosen weiterhin Angst vor MS haben, spricht das schon mehr für  Hypochondrie als für eine reguläre Angststörung. Lassen Sie sich helfen, Sie rauben sich jeder Lebensqualität...

Kommentar von Karoline111 ,

Vielen Dank für die Antwort. 

Würde ich bei Hypochondrie nicht schon längst beim Arzt sitzen? Ich hatte eigentlich vor garnicht zum Arzt zu gehen.

Aber die Beschwerden sind eben da, wenn auch sehr gering :/ 

Kommentar von Charite17 ,

Ein Merkmal der Hypochondrie ist das Festhalten am Glauben an eine Krankheit, selbst wenn alle durchgeführten Diagnosen unauffällig sind. Ich will Ihnen ja nichts unterstellen, aber ich glaube Sie sollten Ihre Angst wirklich ernst nehmen. Zu einem wahrscheinlich ohnehin vorhandenem Stress machen Sie sich zusätzlich noch einen, und zwar einen immensen. Damit muss man aufpassen, wie in einem anderen Kommentar hier angeführt sind auch psychogene Lähmungen möglich...

Kommentar von Tigerkater ,

Es wird Dir ganz sicher niemand unterstellen wollen, dass Du die geschilderten Symptome nicht hast. Du solltest aber endlich davon ausgehen, dass es keine Symptome einer MS sind !!

Diese wäre ganz sicher bei den vorausgegangenen Untersuchungen festgestellt worden.

Antwort
von Lordsim, 26

MS im eigentlichen Sinn wäre wohl schon beim ersten MRT aufgefallen. Spätestens wenn das MRT mit Kontrastmittel gemacht wurde (per Infusion, wenn man in der Röhre liegt). Die typischen Läsionen sind dann für den Fachmann recht deutlich zu sehen. Bei meinem ersten Kopf-MRT sollte eigentlich die Hypophyse untersucht werden - aber es stellte sich heraus. Da ist alles in Ordnung - aber der Radiologe sieht eine MS. Eine Menge Untersuchungen sind ja bereits gemacht worden. Scheint mir eine recht ordentliche Untersuchungsserie gewesen zu sein. Anscheinend wirklich zur "Beruhigung". Wobei ich respekt bekunden muss - bei mir war ein super konkreter Verdacht - aber ich habe trotzdem eine Höllenangst vor der Lumbalpunktion gehabt. Was auf jeden Fall hilft - Psychotherapie. Der Stress erscheint mir offengestanden etwas sehr hoch. 50 Stunden Woche + Lernen - da bleibt wohl nicht sonderlich viel Zeit zu regenerieren. Aus das Gewerbeamt sollte das NICHT spitz bekommen. Geht die Zeit nicht runter und die "Zeit" kann abgebummelt werden ist das ein Thema. Insbesondere, wenn länger als 10 Stunden arbeitest. DAS ist eindeutig nicht gut für dich. Wird dir so ziemlich jeder Arzt bestätigen. Stress kann (dummerweise) schrecklich viel bewirken. Sogar Teilparesen (Lähmungen) sollen möglich sein. Und MS (wie befürchtet) - und Stress sind zwei Dinge, die sich gar nicht vertragen. Wobei das Thema Oligloklonale Banden etwas schwieriger ist. Diese sind oftmals erst nach 8 Jahren nachweisbar. Und das nicht in alles Fällen. Wenn du persönlich den Verdacht MS weiter haben möchtest - schaue zu wenn das Thema Kribbeln & Co länger als 24 Stunden anhält nach einem Termin beim Neuro. Denn MS ist eine "demyneralisierende" Krankheit. Heißt übersetzt - du kannst dir deine Nerven wie Elektrokabel vorstellen. MS verursacht jetzt, dass das "Kabel" abisoliert wird. Die Oligokonalen Banden sorgen dafür, dass schäden am "Kabel" wieder repariert werden. Mit der Zeit können sie das nicht mehr so gut. Ernähre dich gut und gesund, fahre deinen Stress herunter, treibe Sport. Ob MS oder nicht - das ist auf jeden Fall eine gute Idee. Mach dich nicht verrückt. Das ist das letzte was du brauchst.

Kommentar von Karoline111 ,

Danke dir ! Es kribbelt nicht durchgängig sondern eher nur kurz und es ist kein kribbeln, ganz schwer zu beschreiben. Die Ärzte waren sich halt echt sicher dass ich kein MS habe, vor allem der Neurologe. 

Und Angst vor der Lumbalpunktion hatte ich nicht, ich wollte diese unbedingt. Weil ich wissen wollte ob Eiweiße etc. Enthalten sind, war auch garnicht schmerzhaft. 

Ich hätte auch ein halbes Jahr ein Druckgefühl auf der Luftröhre / Halsbereich und seit 2014 chronische Halsschmerzen  ( man könnte nichts tun) + Mandelentfernung. 

Antwort
von DrPille, 11

Ich würde empfehlen den Nacken-Schulter-Halswirbelbereich untersuchen zu lassen, ob dort Verspannungen sind. Ggf. würde ich einen Osteopahten aufsuchen.

Gute Besserung.

Antwort
von Magdalena125, 3

Meines Wissens nach haben die dich auf MS und direkt noch differenzialdiagnostisch auf andere Möglichkeiten abgeklopft. Also, Ruhe bewahren und nicht hypochondern. 

Wieso rückst du eigentlich mit der Stressbelastung erst am Ende raus? Das klingt viel logischer: Tinnitus, Rückenbeschwerden/-schmerzen und so. Und in dem Fall ist es auch etwas leichter zu widerlegen oder zu bestätigen.

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