Multimorbider Hochrisiko Patient mit Zahnarzt-Phobie?


27.01.2020, 20:59

Dreifach Prophylaxe mit ThromboProph (Blutverdünner) ist Standard nach Herzinfarkt Für 1 Jahr (Infarkte waren 2019 Jan-Feb). Kardiologe sagt bin OP-fähig aber mit Vorsicht und Sorgfalt/Erfahrung im Klinikum mit entsprechender Kardiologie. Ich bin hier im Umfeld von Stuttgart beheimatet. Denke da an das Katharinen-Hospital Stgt. Die haben dort einen Herzkatheter-Platz.

2 Antworten

Die Zahnbehandlung als solche wird von der Krankenkasse bezahlt. Ebenso der Krankentransport. Dafür braucht man 2 Transportscheine, jeweils einen für die Hin- und Rückfahrt. Diese Scheine stellt der Hausarzt aus, aber auch Zahnärzte dürfen das mittlerweile.

Schwieriger wird es eine Praxis zu finden, die für solche Behandlungen eingerichtet ist. Abgesehen von der Ausstattung mit den notwendigen Geräten muss ein Anästhesist die Narkose durchführen, und die Patienten müssen nach der OP 24 Stunden intensivmedizinisch überwacht werden. Heißt, die Praxis muss Belegbetten haben.

Soweit meine eigenen Erfahrungen.

Wegen der Narkose frage bei der Krankenkasse nach, ob vielleicht ein Attest vom Arzt nötig ist, auch wenn der Allgemeinzustand der Kasse bekannt sein sollte.

Bei Zahnbehandlungen muss es nicht immer die Vollnarkose sein, vielleicht genügt auch eine Lachgassedierung. Die Voruntersuchung geht vielleicht auch ohne, da kann schon die LmaA - Tablette (z. B. Midazolam) genügen. Entscheiden müssen das der Anästhesist und der Kieferchirurg.

Die Krankenkasse würde ich auch nach einer entsprechenden Praxis fragen. Die werden dir zwar keine bestimmte empfehlen dürfen, können dich aber beraten, wie du eine findest. Kommst du da nicht weiter, wende dich an die Kassenzahnärztliche Vereinigung deines Bundeslandes.

Eine weitere Möglichkeit wäre die nächste Uniklinik. Wäre meine persönliche erste Wahl, hängt halt von der Entfernung ab.

Viel Erfolg!

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ich glaube in so einem Fall würde ich mich mal an eine Zahnklinik wenden. Die müssten doch die entsprechende Ausstattung haben, um im Notfall entsprechend handeln zu können.

Was die Angst angeht kann ich das sehr gut nachempfinden. Ich habe im letzten Jahr zum Glück einen Zahnarzt gefunden, der auf Angstpatienten spezialisiert ist (da gibt es immer mehr von) und entsprechende Behandlungen mit Lachgas macht. Zum einen ist das aber ziemlich teuer und muss i.d.R. selber bezahlt werden (man könnte ja trotzdem mal bei der KK nachfragen, wenn ein Zahnarzt die Notwendigkeit attestiert), zum anderen weiß ich auch nicht, ob das mit den Vorerkrankungen überhaupt möglich wäre. Müsste man sich vielleicht mal erkundigen. Denn es macht ja keine Nebenwirkungen oder sowas.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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