Müdigkeit nach Fleisch wegen Candida?

3 Antworten

Dass dich der Verzehr von Fleisch generell müde macht, glaube ich nicht so direkt. Ich vermute eher, dass dein Verdauungstrakt mit Mischmahlzeiten nicht zurecht kommt.

Candida schert sich nicht um Fleisch. Der Pilz ist auf Einfach-, Doppel- und Mehrfachzucker aus.

Ohne groß ins Eingemachte zu gehen:

In der Nahrung kommen alle Saccharide (Kohlenhdrate) als eine Mischung von Mono-, Di-, Tri-, Oligo- und Polysacchariden mit jeweils unterschiedlichen Kettenlängen vor. Bei der Verdauung werden diese Ketten nach und nach für die Energiegewinnung aufgebrochen in die jeweiligen Zwei- und Einfachzucker.

Monosaccharide (Einfachzucker) sind in der Natur in höheren Konzentrationen in Früchten und in Honig zu finden. Disaccharide (Zweifachzucker) kommen als längere Ketten aus Saccharose überwiegend in Zuckerrüben, Zuckerrohr und der Stärke des Getreides vor.

Saccharose ist das Futter für Candida.

Obst und Gemüse enthalten eher Fruchtzucker, aber je süßer und je mehr Stärke es enthält, desto mehr Saccharose ist darin. Eine Tabelle dazu findet sich hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenhydrate#Vorkommen

Denken wir einmal eine Millionen Jahre zurück. Da haben wir das alles noch nicht gewusst. Aber weil die Verteilung der Kohlenhydrate, Fett und Proteine in unserer Nahrung auch damals schon so war, und man nur essen kann, was gerade da ist bzw. gefahrlos erreicht werden kann, hat sich unsere Lebensweise und unser Verdauungssytem daran angepasst.

Als schneller Energielieferant für den leeren Magen am Morgen sind Früchte die beste Wahl. Die überwiegend darin enthaltenen kurzen Zuckermoleküle brauchen nicht erst gespalten zu werden, können schon im ersten Abschnitt des Dünndarms ins Blut gehen, liefern sofort Energie für den Tag.

Dann ist auch Zeit und Muße Grassamen abzustreifen und druchzukauen, ein paar Knollen auszugraben und nach leckeren Blattpflanzen Ausschau zu halten. Auch Pflanzenfette sind leicht verdaulich und die Stärke liefert längerfristig Kohlenhydrate.

Abends fanden sich vielleicht liegengebliebene Beutereste der Raubtiere oder Pilze unter dem Schlafbaum für die Nacht, über die man sich hermachte. Mageres Fleisch und tierisches Fett aus dem Knochenmark machen satt für die Nacht und auch Pilze enthalten relativ viele langkettige Proteine.

Zum Verdauen von Stärke und pflanzlichen Fetten brauchen wir andere Verdauungsenzyme als für die Verdauung von Proteinen. Welche Enzyme da gerade bereitgestellt werden entscheidet sich danach, was im Magen ankommt.

Dummerweise heben sich diese Verdauungssäfte im Magen gegenseitig auf. Ganz extrem wird das bei Hülsenfrüchten mit Fleisch gegessen (Auch Erdnüsse sind Hülsenfrüchte). Um Proteine zu spalten, braucht der Magen außerdem Ruhe.

Vielleicht solltest du deine Fleischmahlzeit auf den späteren Abend verlegen, und kohlenhydrathaltiges dazu weglassen. Falls das „Müde werden“ durch Fleischverzehr entsteht, würde es dann ja nicht stören, sondern sogar einer besseren Verdauung dienen.

Versuch macht Kluch ;-)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hi lieber Anton,

wie dir selbst schon aufgefallen ist, scheint die Müdigkeit von dem Fleischkonsum zu kommen. Wie sieht es denn aus, wenn du mehrere Tage lang nur Gemüse isst? Hast du das schon mal ausprobiert?

Vielleicht geht es dir dann auch an diesen Tagen besser.

Kannst du dich bei deinem behandelnden Arzt über deine Müdigkeit und dem Fleischkonsum mal telefonisch erkundigen?

Gute Besserung!

Ja ich hab auch eine Woche nur Gemüse gegessen aber hab angefangen 2mal täglich Fleisch zu essen, weil ich sonst Gewicht verliere. Ich wiege nur noch 59 kg auf leeren Magen. Sieht man mir nicht so krass an da ich doch trainiert bin aber viel Fett bleibt da nicht übrig wenn ich weiter abnehme. Dann verschwinden die Muskeln irgendwann. Ich probiers mal mit weniger Fleisch pro Mahlzeit und kompensier mit mehr Fett vielleicht.

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Ja, würde ich auch so machen, wie du es unten kommentiert hast. Das Fleisch scheint dir jedenfalls nicht sonderlich gut zu bekommen.

Also ich hab jetzt rumprobiert mit den Fleischmengen und Fleischarten oder nur Fleisch zu essen ohne Gemüse dazu. Ich glaub ich hab einen Leaky Gut mit Candida. Das kann nicht dass ich jedes mal den ganzen Tag einen Hirnnebel hab und meine Verdauung teilweise Spüre. Fühl mich so richtig Depressiv jedes mal nach Fleisch. Je öfter ich Fleisch esse, desto Schlimmer wird es wieder mit den Unverträglichkeiten. Ich versuche mal einen Monat ohne Fleisch und probier dann mal wieder aus.

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Ständig müde und Appetitlosigkeit - was kann ich tun?

Hi. Ich bin 16 W und ich bin seid einigen Monaten (ungefähr Sommer) ständig müde und könnte in der Schule fast einschlafen. seid neuestem ist es besonders schwer. Ich habe um die 9 stunden Schlaf, bei 10 stunden bin ich ausgeschlafen. Ausgeschlafen kann ich es nicht richtig nennen, denn auch wenn ich mal Ausschlafen kann bin ich den Tag über trotzdem schlapp und auch müde, ich gähne auch ständig. Einmal ist das ein Problem was mich stört und das zweite ist meine Ernährung. Ich esse keine gesunden Sachen d.h kein Obst/Gemüse. Ich weiß das es ungesund ist und ich versuche immer wieder etwas zu probieren. Bei den meisten Sachen genügt es schon drauf rauf zu beißen und es löst so eine art Würgereiz aus, dann kommt da meistens noch der Geschmack hinzu. Wenn ich mich dann selber dazu zwinge es trotzdem zu essen kann ich es nicht runterschlucken, ich kann es wortwörtlich nicht, nicht weil ich es nicht will sondern weil mein körper es irgendwie ablehnt und dann einfach nicht schluckt. Das habe ich auch beim normalen essen, ich kann Sachen erst runterschlucken wenn ich es zum tausendsten mal gekaut habe... Ich bin es echt leid von Leuten sowas zu hören wie "Mach die Augen zu und durch" oder "Anscheinend willst du es ja nicht wirklich". Ich will es wirklich und versuche es immer wieder... Dazu kommt noch das ich auch nicht gerade viel esse. Ich habe mir immer eingeredet das ich ja eigentlich normal viel esse aber ich esse zu wenig und das habe ich erst letztens bemerkt... Ich habe oftmals einfach keinen Appetit. Meine mutter kocht mir dann was und bei der hälfte habe ich keinen Appetit mehr aber immer noch Hunger. (das ist ja bei den meisten anders, bei meiner Mutter ists so das sie Appetit hat aber keinen Hunger...) Ich esse meistens dann weiter und zwinge mich dazu. Nach ein paar Bissen wird mir dann schlecht weil ich halt keinen Appetit mehr habe (ist ganz merkwürdig..) Vielleicht kommt die Müdigkeit ja vom zu wenig essen und keiner Gesunden Ernährung aber ich weiß nicht was ich dagegen tun soll! Ich versuche es immer und immer wieder... Ich bin nicht magersüchtig.. ich bin am rande des Normal Gewichtes, also fast im Untergewicht. Ich weiß nicht ob ich wegen sowas zum Arzt gehen kann, er wird mir wahrscheinlich auch nur sagen das es sich im alter verändert. Aber ich brauche jetzt was dagegen und muss jetzt lernen mich gesund zu ernähren, sonst schaffe ich es in der Schule nicht mehr...! Ich habe wahrscheinlich total viele Sachen die ich mir unnötiger weise einbilde, aber Müdigkeit kann man sich doch nicht einbilden. Ich bitte nur um ernst gemeinte Antworten denn ich will wirklich dagegen etwas tun, nur weiß ich nicht wie. Ich hoffe mir kann jemand irgendwie helfen, ich freue mich über jede (ernst gemeinte) Antworten :) Achso und einen Eisenmangel habe ich nicht.

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Ständige Verdauungs Probleme

Hallo allerseits,

seit mehr als 4 Monaten leide ich unter Verdauungsbeschwerden:

  • häufiges Völlegefühl etwa 2 - 4 Stunden nach dem Essen (egal was ich esse)
  • ständiges Unwohlsein, unterschwellige Übelkeit
  • zweitweise Druckgefühl im Bauchraum (links oberhalb vom Bauchnabel)(von mir aus)
  • zeitweise Blähbauch
  • sehr unregelmäßige Stuhlgänge (volminös gelblich breiig oder mal dunkel verklummt oder beides zugleich)(Unverdaute Bestandteile sind häufiger zu erkennen)
  • Selten Durchfall (Wenn, dann oft mit Übelkeit)
  • Selten Verstopfung (Wenn, dann oft mit Übelkeit)
  • Übelkeit tritt vor dem Stuhlgang auch allgemein häufiger auf
  • Übelkeit schwenkt häufig in plötzlichen Hunger um
  • Appetit dann meist normal
  • Trinke keinen Alkohol mehr
  • Esse wenig Fleisch oder fettes allgemein, wenn, dann Fisch
  • Esse sehr wenig Süßes
  • Zu fettes oder zu süßes brachte meist eine Verschlimmerung der Symtome (aber nicht immer)
  • Weizen Produkte (besonders in Form von Brot) haben die Symtome meist verstärkt
  • Trinke viel Tee (Ich achte auch allgemein auf ausreichend Flüssigkeit)
  • Esse viel Müsli und Nüsse mit Yogurt (Immer verträglich)
  • Esse auch bevorzugt Gemüse oder Kartoffel-Produkte (keine Pommes)

Blutuntersuchung (Kein Befund) Ultraschall (Kein Befund) Magenspiegelung (Internist sagte, ich hätte Galle im Magen) Darmspiegelung (kein Befund)

Habe schon viele Diäten probiert. Sie schaffen meist eine Linderung. Bekannte Mittel wie Perenterol oder Iberogast helfen weniger. Habe schon Kuren mit Symbio Lact und Kijimea unternommen, keine Besserung. Habe auch wegen Verdacht auf Candida den Zucker fast eingestellt - ebenfalls keine Besserung. Zurzeit ist Zucker in moderaten Mengen sogar verträglich. Lactoseintolleranz ist auch auszuschließen, da ich außer dem Yogurt keine Milchprodukte esse - wobei der Yogurt gut verträglich bei mir ist.

Die Ärtzte tippen auf einen Reizdarm oder psychischen Hintergrund und bemühen sich keiner weiteren Diagnose. Psychisch bin ich allerdings nicht angeschlagen, mir geht es gut! (Außer der Verdauungsprobleme kann ich mich nicht Beklagen) Pantoprazol konnte anfangs eine Besserung bringen. Dies allerdings jetzt nicht mehr. Sodbrennen habe ich nicht.

Ich selbst bin nach Recherchen nun auf noch 2 Dinge gestoßen die ich mir vorstellen kann:

  • Pankreasinsuffizienz
  • Übersäuerung des Körpers

Kann es etwas davon sein? Beim ersten werden oft starke Schmerzen beschrieben, die bei mir allerdings nicht auftreten. Und beim zweiten hätte es nach meiner Umstellung der Ernährung doch bereits besser werden müssen, oder nicht? Hat jemand Erfahrung oder ähnliche Probleme? Danke für eure Hilfe!

Lieben Gruß!

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