Morbus Chron Patientin nach Laparoskopie Schmerzen im falschen Bauchabschnitt?

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2 Antworten

Als selbst Betroffene kann ich Dir nur sagen, daß sich die Schmerzen bei Morbus Crohn immer wieder ändern.

So lange ich noch einen Dickdarm und kein Stoma hatte, waren meine Schmerzen eher im Eierstockbereich angesiedelt, weshalb ich immer zuerst darauf geschlossen habe. Bei mir war nur der Dickdarm betroffen, aber wie Stephan schon richtig sagte, kann Morbus Crohn in allen zum Verdauungstrakt gehörenden Organen auftreten und Probleme bereiten.
Die Gallen-OP war nur minimalinvasiv, wird also an den übrigen Problemen nichts geändert haben. Deshalb würde ich zuerst auf einen neuen Schub tuippen, vielleicht nur einen ganz kleinen, kurzen, oder auf eine neue Stenose, die können sehr schnell auftreten und sind ja auch ziemlich schmerzhaft. Auch Fistelbildungen sind bei MC sehr häufig.

Wenn Die Schmerzen anhalten, solltest Du in jedem Fall etwas unternehmen. Nur Du kannst entscheiden, ob Dir erst mal Medikamente, die Du in Notfällen nimmst, über einige Tage helfen (Cortison-Erhöhung, Sadofalk, Budesonid o. ä.). Ansonsten würde ich in jedem Fall zum Arzt gehen. Ich weiß, ich mache da auch immer einen Riesenbogen drum, weil man ja diese dumme Erkrankung hat, von der sich niemand vorstellen kann, wie sehr sie einen einschränkt und mitnimmt.

Ich bin heute erst aus dem Krankenhaus gekommen, weil ich plötzlich am Donnerstag akutes Nierenversagen bekam, zuerst hatte man eine Fistel zwischen Blase und Darm infolge MC vermutet, ich sah mich schon wieder auf dem OP. Aber es hat mir auch so gereicht, und ich bon noch ziemlich fertig.

Gute Besserung für den Augenblick und alles Gute!

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Kommentar von laura05
10.03.2016, 20:33

Hallo Renate, vorab vielen Dank für deinen Beitrag, vor Allem nach dem du gerade so viel mit dir selbst zu kämpfen hast!

Ich habe definitiv einen Schub für die Diagnose brauche ich mittlerweile auch keine Arzt mehr, so routiniert bin ich schon längst... :) wahrscheinlich auch noch durch die blöde OP ausgelöst, was Besseres fällt mir momentan nicht ein, denn ich war jetzt schon über 3 Jahre weitestgehend drogenfrei, wie ich das nenne :) Aber wie du eben geschrieben hast, man kann, als professioneller Kranker (kleiner Scherz am Rande), seine Wehwechen mit der Zeit lokalisieren und auch definieren! Und das ist es was ich nicht begreife... Bei mir war es immer rechts unter dem Rippenbogen und jetzt ist es genau konträr... Das hat mich auf die Vermutung gebracht, der Darm hätte sich anders gelegt, denn um ganz ehrlich zu sein, hört sich etwas doof an, aber ich habe noch einige Tage nach der OP meine Organe herum kullern gespürt! Mein Chirurg meint nur möglich ist Alles! Von der Aussage kann ich mir jetzt was kaufen?!! Und ich habe momentan weder Zeit noch Lust auf weiteren Untersuchungen, habe schon Alles was möglich war (Kapselendoskopie, Kolo/Gastroskopie, MR Entereoklysma etc) mehrfach hinter mir. Daher dachte ich vielleicht gibt es änliche Fälle mit derartigem Krankheitsbild, bevor ich wieder irgendwelche Untersuchung zum Frühstück verspeise...

Aber wie geschrieben, vielen lieben Dank an dich, ich drücke dir die Daumen und wünsche dir alles Liebe und gute Besserung!

Gruß Laura 

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Hallo Laura,

ich fürchte unser Körper als Menschen sind doch etwas komplizierter als wir hoffen.

Also Du hattest eine OP die war minimalinvasiv also dürfte es da eigentlich keine Probleme geben. Wenn wir keine Faszien hätten.

Fasziales Bindegewebe hat einige Aufgaben Trennung der Muskeln aber  Lymphe wird zwischen den Faszien abgeleitet. Es werden Abbauprodukte und wichtige Nähstoffe zu den Muskeln transportiert

Die Faszien können aus unterschiedlichen Gründen verkleben wenn es Aufgrund von Verspannungen zu einem Stau der Lymphe kommt

In den Faszien sind jede Menge symphatischen Nervenendigungen. Ja und dann sind wir bei Dir.durch das Ganze hat man bei Dir nun einen kleinen Schnitt gemacht .Ja und man bringt das gar nicht mit der OP in Verbindung!

Weil man ja ganz andere Probleme hat z.B. Morbus Chron. Ich hatte auch einmal eine OP und musste dann zur Physio die hat mich wieder zum Arzt geschickt Rezept Lymphdrainage.

Sie ist dann nachdem die OP-Wunde weitesgehend zu war mit dem Streichholz quer über die OP -Wunde (vorher etwas Öl auf die Haut) ja und die Narbe ist kaum noch zu sehen danach Narbensalbe drauf.

Ja und das sollte man auch bei solchen kleinen Narben wie bei Dir machen auch wenn es nicht gerade ein nettes Gefühl war /ist.. Wenn man all das nicht macht und man dazu Pech hat kann unter der Narbe Bindegewebe "wuchern" und das Ganze noch verschärfen.

Es wird aber in ganz seltenen Fällen die OP -Wunde noch einmal da jeder neue Schnitt das Problem auch verschärfen könnte. So denkst OK ich habe halt Morbus Chron und da muss ich halt irgendwie damit zurecht kommen.

Allerdings kann Morbus Chron auch in anderen Bereichen und zwar in der Mundhöhle bis zum After. Auch wenn die Allermeisten das Ende des Dünndarms / oberen Abschnitt des Dickdarms entzündet haben.

Ich kann nun nicht wissen ob Du gerade keinen Schub hast und dadurch das "andere Problem" verstärkt merkst. Wenn dann u.U. noch Jemand sagt das ist ja psychisch da auf der anderen Seite.....

Also nicht einmal ein Ratschlag sondern nur  eine Erklärung zum Thema! Allerdings nur unter den Aspekt Deiner Zeilen. Ein Arzt vor Ort  hat andere Möglichkeiten da Gewissheit zu bekommen.

Gruss Stephan

http://www.swr.de/swr2/wissen/faszien/-/id=661224/did=12693638/nid=661224/1iztqkj/

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