Frage von Joliana2008, 76

Mit Husten zu welchem Arzt?

Ich nehme seit wenigen Jahren Novopulmon200, doch mein Husten wird nicht besser. Laut Lungenfacharzt sei aber die Lungenfunktion in Ordnung . Ich huste aber so schlimm, als sei ich jahrelanger Kettenraucher. Ich bin aber Nichtraucherin. Nicht nur das Husten selbst ist nervig, sondern das Schlimme ist das Gefühl zu ersticken. Vor allem im Liegen habe ich das Gefühl, Schleim am Kehlkopf haften zu haben, als würde ich ersticken. Ich versuche ständig zu schlucken, doch es wird nicht besser. Mit jedem Husten schlucke ich erneut und das geht ständig so. Total schlimm für mich und dann auch noch heißt es, ich sei gesund. Es kann doch nicht normal sein, um Luft zu kämpfen, auch wenn es vuelleicht keine typische Atemnot ist :-( Auch wenn es nicht ganztags so ist, so nervt es trotzdem.

Würde mir gerne eine andere Meinung einholen. Mein Hausarzt hat demnächst keine Termine mehr frei und nun überlege ich, ob ich zum anderen Allgemeinarzt gehe oder zum Hno Arzt oder ganz woanders hin? Hat jemand Erfahrung und kann mir was empfehlen?

Antwort
von Lexi77, 42

Hallo!

Grundsätzlich sollte doch ein Hausarzt auch kurzfristige Termine haben. Das kommt mir schon recht eigenartig vor.

Vor allem im Liegen habe ich das Gefühl, Schleim am Kehlkopf haften zu haben, als würde ich ersticken. Ich versuche ständig zu schlucken, doch es wird nicht besser. Mit jedem Husten schlucke ich erneut und das geht ständig so.

Hast du zufällig auch Sodbrennen oder einen Reflux? Denn diese Schilderung lässt mich daran denken. Das kann es aber auch sein, wenn du kein Sodbrennen hast, das nennt man dann "stiller Reflux". 

Lies mal dies:

Diese Krankheit wird von Spezialisten auch als extra-ösophagealer Reflux, laryngopharyngealer Reflux (da am Kehlkopf auftretend) oder stiller Reflux bezeichnet. Patienten, die darunter leiden berichten oft von eher untypischen Reflux Symptomen wie:

- chronischer Husten ( Reflux Husten ) 

- chronische Rachenentzündung

- Kloßgefühl im Hals

- Räusperzwang

 -wiederkehrende Halsschmerzen

- Heiserkeit

- Schluckbeschwerden

- vermehrte Schleimbildung im Rachenbereich ...

(http://www.stillerreflux.de/was-ist-stiller-reflux.html)

Gerade, wenn man nachts liegt, kann die hoch-ätzende Magensäure leichter deine Speiseröhre hochsteigen und so Speiseröhre und Kehlkopf reizen und teilweise auch zu asthmaähnlichen Zuständen führen.

Ich würde dir raten, dies mal abklären zu lassen. Ansprechpartner kann - wenn du tatsächlich keinen Termin beim Hausarzt bekommst - z.B. ein HNO-Arzt sein. Er kann z.B. eine Kehlkopfspiegelung machen (ganz harmlos) und dabei ggf. eine Reizung der Kehlkopfschleimhaut feststellen. Alternativ wäre der richtige Ansprechpartner ein Gastroenterologe (Facharzt für Magen-Darm-Krankheiten). 

Aber auch du selber kannst schon vorher testen, ob dir folgende Maßnahmen, die man bei (nächtlichem) Reflux anwenden sollte, helfen:

- Kopfteil vom Bett hochstellen, - säurelockende Lebensmittel (findest du über Google) meiden, - mehrere kleine Mahlzeiten, - nicht zu spät essen, - kein Alkohol, - kein Nikotin, - keine einengende Kleidung am Bauch

Viel Erfolg! Lexi

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