Mirabellenkerne gegessen - Blausäure?

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5 Antworten

Hallo, in Mirabellenkernen ist keine Blausäure enthalten. Die werden einfach wieder ausgeschieden. Mir drängt sich hier aber die Frage auf: Warum machst Du das? Wozu soll das gut sein? Hier ein Ausschnitt eines Artikels zum Thema Blausäure in Lebensmitteln.

  1. Was ist Blausäure?

Blausäure ist eine mandelartig riechende Flüssigkeit, die in großen Mengen hoch giftig wirken kann. Sie wird in Pflanzen produziert und kann vom menschlichen Körper nicht aufgespalten werden. Vor allem bei Kindern können daher zum Teil schon kleine Mengen akut toxisch wirken.

  1. Was bewirkt Blausäure im Körper?

Durch eine Störung des Sauerstofftransportes in den Zellen kommt es bei übermäßigem Verzehr zu einer inneren Erstickung. Besonders betroffen sind Gehirn- und Herzzellen von diesem Zelltod. Symptome einer akuten Blausäurevergiftung sind Atemnot, Krämpfe und Bewusstlosigkeit. Bei regelmäßigem Verzehr kann es zu neurologischen Störungen führen.

  1. Wo ist Blausäure enthalten?

Blausäure kommt vor in • Leinsamen • bitteren Mandeln • Holunderbeeren und einigen tropischen Pflanzen wie • Bambussprossen • Süßkartoffeln • Maniok oder der • Yamswurzel.

  1. Wie gehe ich mit blausäurehaltigen Lebensmitteln um?

• Blausäurehaltige Lebensmittel nicht in großen Mengen verzehren. • Lebensmittel vor dem Verzehr einweichen, kochen und das Kochwasser abgießen. • Auf bittere Mandeln ganz verzichten. • Bittermandelaroma verwenden - Bittermandelöl nicht selber herstellen. • Blausäurehaltige Lebensmittel wie z.B. Holunderbeeren nicht roh essen.

(Quelle: landhsut.org/giftigestoffein-lebensmitteln)

Und hier noch ein Ausschnitt aus einem Artikel von Wikipedia

Bittere Aprikosenkerne, Apfelkerne, Bittere Mandeln und Samen von anderen Steinfrüchten enthalten Amygdalin in hohen Konzentrationen. Dieses kann bei der Verarbeitung der Ölsamen, beispielsweise zu Persipan, in Blausäure, Benzaldehyd und Glukose aufgespalten werden. Die freigesetzte Blausäure muss entfernt werden, die Kerne werden „entbittert“. Vorkommen in Lebensmitteln

Amygdalin, Prunasin und andere cyanogene (blausäureabspaltende) Glykoside (Linamarin, Lotaustralin (Lein, Hülsenfrüchtler, Maniok u.a.), Dhurrin (Hirse), Taxiphyllin (Bambussprossen), Sambunigrin (Holunder) und über 70 weitere) kommen in einigen unverarbeiteten Lebensmitteln in relevanten Mengen (> 0,02 % gebundene Blausäure) vor. Durch traditionelle Verarbeitungsweisen wird der Blausäuregehalt aber auf ungefährliche Konzentrationen reduziert. Aprikosenkerne

Die höchsten Blausäuregehalte weisen die Steinfrüchte einiger Rosengewächse auf, v.a. Bittermandeln und Aprikosenkerne. So enthalten Aprikosenkerne bis zu 8 % Amygdalin [7], entsprechend etwa 0,4 % gebundene Blausäure, Bittermandeln bis zu 5 % (0,3 % Blausäure).[8]

Von Anhängern des Amygdalin werden oft auch andere Lebensmittel genannt, die aber entweder nur unwesentliche Mengen an cyanogenen Glykosiden enthalten (Brombeeren, Erdbeeren, Gartenbohnen, Erbsen) oder bei denen durch traditionelle Zubereitungsweisen die Blausäure weitestgehend entfernt wird (Maniok/Tapioka, Yams, Limabohne).

Die Limabohne enthält in rohem Zustand beispielsweise 0,2–0,3 % gebundene Blausäure (200–300 mg/100 g), Gartenbohnen und Erbsen aber nur 0,002 % (2 mg/100 g).[9] Kirschsaft immerhin noch 0,00005 % (500 µg/l). Die tödliche Dosis beim Menschen liegt bei etwa 50 mg Blausäure (0,5–3,5 mg/kg Körpergewicht). Als unbedenklich dagegen gelten 5 µg/kg Körpergewicht, wie sie durch gewöhnliche Lebensmittel niemals überschritten werden, zumal die mit etwas höherem Gehalt an gebundener Blausäure (Hülsenfrüchte) auch bei uns nicht roh verzehrt werden. Ein einziger Aprikosenkern enthält aber bereits 0,5 mg Blausäure, so dass man besser nicht mehr als ein bis zwei solcher Kerne pro Tag verzehren sollte

lg Gerda

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Kommentar von beamer05
11.08.2014, 12:19
Ich hab den Inhalt der Mirabellenkerne gegessen

Offenbar hat der Fragesteller den Amygdalin-haltigen "Inhalt" der Kerne gegessen, und dabei wird im Körper sehr wohl Blausäure gebildet.

Nur der unverletzte "Stein" würde unverdaut ausgeschieden, die zerkauten "Innenkerne" werden verstoffwechselt.

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Tot umfallen wirst Du von den 15 Kernen nicht, aber "gesund" ist was anderes!

Bitte lies Dir die Links von @beamer durch, dann weißt Du, warum der Verzehr von Steinobstkern-Inhalten nicht zu empfehlen ist und dass das nicht nur für Aprikosenkerne, sondern - unter anderem - auch für Mirabellenkerne gilt.

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Hallo! Keine Sorge, sie enthalten keine Blausäure. Sonst würdest du jetzt nicht mehr leben. Das was du meinst, ist Amygdalin oder Laetrile, gesunden Zellen können sie nichts anhaben. Der Stoff ist in geringen Mengen auch in Apfelkernen enthalten. Deshalb esse ich diese( zerkaut) auch immer mit.

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Kommentar von Zweimal
11.08.2014, 14:03
sie enthalten keine Blausäure

Aber für Amygdalin gilt:

Der Bitterstoff Amygdalin aus den Kernen werde im Körper zu Blausäure umgewandelt - ein Gift, das die Aufnahme von Sauerstoff in den Zellen verhindert. "Dadurch ersticken die Zellen, was schließlich sogar zum Tode führen kann", sagt Ebbecke. Erste Symptome seien Übelkeit, Kopfschmerzen und Lähmungen.

Quelle siehe oben bei meinem ausführlichen Kommentar.

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Das in den Kernen vieler Steinfrüchte ist Amygdalin enthalten.

Dieses IST zwar nicht Blausäure, aber nach dem Verzehr wird daraus im Körper Blausäure gebildet. Und diese ist nichts, was unser Körper furchtbar toll findet.

Näheres hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Amygdalin

Da wird dann auch gleich erklärt, dass es sich NICHT um ein Vitamin und auch nicht um ein Heilmittel handelt, wie das manche "alternative" Künstler gerne behaupten...

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Kommentar von yvEdroL
10.08.2014, 23:54

Das heißt, das ich bei Mirabellen nichts zu bedenken habe, aber bei Aprikosen schon?

Lg

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Kommentar von beamer05
11.08.2014, 12:21

edit:

streiche "Das" im ersten Satz...

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Du kannst die Kerne ruhig essen, sie sind sogar gesund. Natürlich enthalten sie keine Blausäure, sondert wertvolle Inhaltsstoffe wie das hier schon genannte Amygdalin. Dieser Stoff wird auch in Krebskliniken angewandt.


Ähnlich ist die Zusammensetzung von bitteren Aprikosenkernen, die reichlich Vitamin B17 enthalten.

Du kannst aber selbst hier etwas zu dem Thema nachlesen, denn leider kursieren dazu die absurdesten Geschichten über Blausäure u.s.w.:

http://www.bittere-aprikosenkerne.de/seite_118.html

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Kommentar von beamer05
11.08.2014, 12:15

Amygdalin IST DEFINITIV kein Vitamin, auch wenn die Verkäufer und die entsprechende "Szene" das immer gerne behaupten.

Der Artikel:

http://de.wikipedia.org/wiki/Amygdalin

illustriert das recht verständlich - und für die Interessenten auch mit weiterführenden Links (nicht dass hier wieder argumentiert würde, Wikip. sei doch keine Quelle)

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