Migräne Attacke verhindern?

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Hallo kokos3000,

man kann der Migräne vorbeugen indem man möglichst alle potenziellen Migräneauslöser vermeidet.

Leider kann man nicht alle Auslöser verhindern. Bei der Zyklus bedingten Migräne ist das plötzliche Absinken des Hormons Östrogen der Auslöser für eine Migräneattacke.

Bei der normalen Menstruation lässt sich das leider nicht verhindern. Wenn du aber die Pille nimmst, kannst du die Pille ohne Pause durchnehmen, um deinen Hormonspiegel konstant zu halten und somit einen Migräneanfall verhindern.

Es gibt außerdem spezielle Migräneschmerzmittel – Triptane (z. B. Sumatriptan) - die im Notfall zuverlässig gegen die Kopfschmerzen und die Begleitsymptome wie Übelkeit helfen. Die soll man aber erst nach dem Abklingen der Aura einnehmen, da sie nicht gegen die Aura helfen und die Aura manchmal sogar verschlimmern könnten.

Die Triptane, die am besten wirken, sind verschreibungspflichtig. Ein Neurologe ist bei Migräne der zuständige Facharzt.

Je mehr andere, mögliche Migräneauslöser man dauerhaft vermeidet, desto wahrscheinlicher ist es, dass auch der Hormonabfall nicht zu einer Migräneattacke führt. Eine Sicherheit gibt es hier aber nicht.

Bestimmte Nahrungsmittel sind manchmal Auslöser von Migräneattacken. Das können bei jedem Migränepatienten andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat.

Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat Migräne auslösend. Sie sind in den meisten Fertigprodukten enthalten: Tütensuppen, Chips, xxx-fix - Kochhilfen, Fertiggerichten, Gewürzmischungen, usw.

Menschen mit einer Veranlagung zu Migräne reagieren sehr sensibel auf Veränderungen, deshalb können bei ihnen ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf der Migräne vorbeugen. Man sollte auch einen geregelten Tagesrhythmus haben und vor allem die Mahlzeiten regelmäßig einnehmen (keine Mahlzeit auslassen). Immer ausreichend zu trinken ist sehr wichtig!

Histaminreiche Lebensmittel (Alkohol, reife Käsesorten, Nüsse,…) können bei Menschen, die zugleich auch eine Histaminintoleranz haben, auch zu einem Migräneanfall führen.

Aktiv-/Passivrauchen begünstigt ebenfalls Migräneattacken.

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase in der Entspannungsphase auftritt. Die Vermeidung von Stress ist wichtig. Regelmäßige Entspannungsübungen und leichter Ausdauersport können dabei vorbeugend helfen.

Weitere (nicht immer vermeidbare) Auslöser der Migräne sind: Wetterumschwung, Hormonschwankungen (Menstruation oder eine Pille, die Östrogen enthält), grelles oder flackerndes Licht.

LG Emelina

 

Danke für den Stern :)

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Grundsätzlich geht es bei der Migräne-Vorbeugung vor allem darum, die sog. Triggerfaktoren zu meiden. Das können beispielsweise Nahrungs- oder Genussmittel sein aber auch zu wenig Schlaf. Im Fall der menstruellen Migräne ist es schwieriger, vorzubeugen, da der Auslöser in diesem Fall hormonell bedingt ist.

Trotzdem schadet es nicht, die üblichen Tipps zu befolgen: viel trinken, ausreichend Schlaf sowie Entspannungsmethoden. Auch kleine Massageübungen (Akupressur) können dazu beitragen, dass die Migräneattacke nicht so heftig ausfällt.

Aha.

Das läßt sich ja dann u.U. leicht behandeln mit Naturhormonen, die wirken innerhalb von 8 Stunden.

Durch welche Hormone genau (oder Mangel daran) wird Migräne ausgelöst?

Bei zuviel Östrogen kanst Du Mandeln oder noc besser Marzipan essen, dadurch wird Östrogen ausgeschwemmt.

Bei zuwenig Östrogen kannst Du etwas frischer Hefe essen, daumennagelgroße Bröckchen. Oder Soja, Hugo...

Bei zuviel Progesteron hilft vermutlich auch etwas Östrogen.

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@Hooks

"Aus klinischen und experimentellen Studien wissen wir, dass der auslösende Faktor in einem Absinken des Östrogenspiegels zu finden ist. Der absolute Hormonspiegel – ob er also hoch oder niedrig ist – scheint dagegen keine Rolle zu spielen, nur das plötzliche Absinken.

Aufgrund des zeitlichen Zusammenhangs mit der Menstruation lag es nahe, hormonelle Therapieverfahren einzusetzen. Doch es zeigte sich, dass weder Hormonpflaster noch Östrogene in Tablettenform die Attacken verhindern konnten. Auch der Einsatz von Östrogen in Form eines auf die Haut auftragbaren Gels führt nicht zu zuverlässigen Behandlungsergebnissen."

http://www.schmerzklinik.de/service-fuer-patienten/migraene-wissen/frau-hormone/

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