Micro-Organismen - gut für den Körper?

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Die Zahl der Mikroorganismen (vor allem Bakterien), die auf und im menschlichen Körper existieren, ist etwa 10- bis 100-mal höher als die Zahl der Zellen, aus denen ein Mensch besteht: Etwa 1 Billiarde (1015) Mikroorganismen stehen 10–100 Billionen (1013–1014) menschlichen Zellen gegenüber. Dies entspricht einer Gesamtmasse von 0,5 bis 1 kg Mikroorganismen. Die individuelle Besiedelungsgeschichte setzt bereits während der Geburt ein. Nach und nach gestaltet sich diese Mikroflora unter Einfluss von Umgebung, Ernährung und Genen individuell um.

Was willst du mit noch ein paar mehr Mikroorganismen in deinem Körper? Das sind doch mikroskopisch kleine Lebewesen, Mikroben also Viren, Bakterien, Pilze, Algen, Pantoffeltierchen, Nematoden und soon Kram. Unser Magen ist extra mit einer etwa 5% -igen Salzsäure gefüllt, um derlei Dinge abzutöten, bevor wir davon zu viele bekommen. Wenn wir sie einatmen, werden sie von den Flimmerhärchen der Bronchien eingefangen in zähem Schleim gebunden und dann bei Gelgenheit abgehustet.

Nimmt man oral Mikroorganismen auf, z.B. Hefepilze, Bifidophilus oder Acidophilus, kommen davon höchstens 0,01 Promill im Darm an. Alles andere wird im sauren Millieu des Magens schon abgetötet. Eine haushoch überteuerte Minimal-Ausbeute. Das selbe erreicht man schon mit einer Portion Rohkost am Tag, vorusgesetzt man hat das Gemüse nicht zu tode geputzt und geschält, 100 g rohem Sauerkraut, einem Krümel Backhefe aus dem Kühlregal.

Meinst du vielleicht eher Mikronährstoffe? Vitamine, Mineralien, Spurenelemente. Proteine, Fette, Zucker (Makronährstoffe) sind reichlich in unserer Nahrung vorhanden. Die Mikronährstoffe sind ebenfalls darin enthalten. Bei der Verdauung wird doch alles bis ins kleinste Molekül zerlegt, wodurch auch die Mikronährstoffe ins Blut übergehen.

Unser Körper ist dabei Opportunist, nimmt so viele Mikronährstoffe aus dem Nahrungsbrei auf, bis der Sättigungsgrad erreicht bzw. der Bedarf gedeckt ist. Vorraussetzung dafür ist natürlich, qualitativ hochwertige Nahrung, in ausgewogener und abwechslungsreicher Zusammensetzung und möglichst unbehandelt, nicht zu Tode zerkocht. Und davon nicht zu viel aber auch nicht zu wenig.

Schon als wir noch viel zu blöd waren, um über Ernährung und unseren Bedarf an was auch immer für Stoffen nachzudenken, haben wir uns ausgewogen, gesund, und artgerecht ernährt. Wenn das Nahrungsangebot vor Ort zu einseitig wurde, gab es erste Mangelerscheinungen, und was hier vorhanden war, "schmeckte uns nicht mehr so recht". Dann sind wir weitergewandert, haben vielleicht auf dem Weg nach den Dingen Ausschau gehalten, auf die wir gerade Appetit bekommen hatten, weil unsderen Inhaltsstoffe gerade fehlten.

Das nennt sich Biofeedback. Der funktioniert auch heute noch genau so wie vor der Steinzeit. Allerdings vertun wir uns dabei heutzutage häufig, verstehen die Körpersignale nicht mehr so richitg. Heißhunger auf Süßes bedeutet meistens Mangel an Viamin C. Süßes bekamen wir nämlich nur mit Früchten. Sahne, Butter, Margarine, Majo gab es noch nicht. Fette bekamen wir mit Ölsamen, Sonnenblumenkernen, Nüssen, verschiedenen Grassamen ...

Tiere machen das übrigens immer noch so. Da bekommt ein Hund plötzlich Appetit auf Gras, ist aber bestimmt nicht zum Schaf mutiert. Dann braucht er gerade jetzt eben einmal etwas von den Nährstoffen, die in den Grashalten enthalten sind. Nach zwanzig Halmen ist er dann zufrieden, und interessiert sich eine lange Zeit nicht mehr die Bohne für Gras.

Dein Vergleich mit der Düngung von Pflanzen hinkt hier gewaltig. Damit auf unseren Feldern ein hoher Ertrag heranwächst, wird viel zu viel und einseitig gedüngt. Dadurch werden viele Feldfrüchte bereits ungesund nitrathaltig. Unser Grundwasser ist bereits durch diesen Nitrateintrag gefährdet und kaum noch für Säuglinge, kranke und immungeschwächte Menschen empfehlenswert.

Nie zuvor wuchsen die Brennesseln und Co. um die Felder so hoch und dicht wie heute, weil sie stets "mitgedüngt" werden. Was an Dünger allein durch Erosion in die Umgebung gelangt, sort für das Aussterben von Wildpflanzen, die auf karge Böden spezialisiert sind.

Eigentlich wollte ich praktische Erfahrungen mit Microorganismen
- erfolgreiche oder schädliche hier erfahren.

Inzwischen habe ich mich ein bisschen informiert möchte eine
kurze Meinung hierzu sagen, da mein Bekannter ja wirklich Erfolge
verzeichnet und ich eigentlich nicht daran zweifle aber eben auch
immer kritisch bin.

Fakt ist doch das es sich nicht um die Mikroben, Bakterien, Schimmel
etc. handelt sondern welche die z.B.gerade Schimmel vermeiden
. Die werden im Haushalt für Reinigung angewendet und
vor allem gegen Schimmel.     
Mein Bekannter hat z.B. den Test mit Salat gemacht, einen Teil
herkömmlich angebaut einen teil mit Microorganismen:
Der mit den EM ist stabiler aufgewachsen ohne Schimmel und
Fäulnis etc. und auch nach der Ernte haltbarer und stabiler
gewesen, der konventionelle ist leichter zusammen gefallen .
Das ist z.B. warum Gärtner mit den Microorganismen arbeiten.  

Ob jetzt nun EM was mit  Düngen zu hat weiß ich nicht,
aber eins ist sicher mit den Beispiel Brennnessel  hat nix damit
zu tun, den ich weiß persönlich, daß diese schon vor 65 Jahren
hoch und dicht gewachsen sind, auch jetzt obwohl ich eine
Magerwiese vor meinen Haus habe. Auch von Düngung habe
ich gar nicht gesprochen.

Ich wäre sehr dankbar wenn ich hier noch praktische also
wirklich persönliche Erfahrungen
bekommen könnte, egal in welcher Richtung. 

     

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