Mein Arzt nimmt mich nicht ernst - wieso und was tun?

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4 Antworten

Es gibt verschiedene Arten von Schilddrüsenerkrankungen.

Der gemessene TSH schließt nur eine Art davon , und das auch nur relativ sicher , aus.

Autoimmune Ursachen können nur durch Testen der Antikörper bestätigt oder ausgeschlossen werden. ( Wobei die erfahrungsgemäß mit hohem TSH einhergehen, aber unsere Körper sind leicht komplex , das ist mehr möglich als sich so ein Auswendiglerner in Weiß vorstellen kann ).

Sowohl sekundäre als auch tertiäre Unterfunktion können mit dem TSH alleine weder bestätigt noch ausgeschlossen werden, wobei der niedrige TSH trotz klassischer Symptome eher für eine der Varianten spricht.

Es besteht unabhängig vom "Leidenszustand" meines Wissens in Deutschland leider KEIN Rechtsanspruch auf vernünftige medizinische Behandlung in Form von Prüfung aller in Frage kommender Krankheiten ( zumal mit der ärztlichen Logik eh die Hälfte übersehen wird ). Tut mir leid für dich. ( Ich habe ziemlich ähnliche Symptome seit über 20 Jahren, ich habs aber aufgegeben ).

... mein Hausarzt sich weigerte die Antikörper der Schilddrüese zu testen ...

Die wenigsten Ärzte mögen es, wenn ein Patient mit einer Theorie zu seinen selbst subjektiv beobachteten Symptomen kommt, und dann erwartet, dass er dessen Gedankengang freudig aufgreift. Aber was steckt dahinter? Überheblichkeit oder Faulheit ist es sicher nicht!

Dein Hausarzt hat ja eine Kartei von dir, in der alle früheren Diagnosen, Laborwerte, Symptome, Behandlungen usw. chronologisch aufgeführt sind. Dein TSH lag stets um 1,24, was für einen Allgemeinmediziner, also ganz vordergründig, keine Auffälligkeit der Schilddrüse zeigt.

Und nicht zuletzt sind Mediziner auch gehalten, vor jeder Aktion deren Nutzen/Kosten/Sinnfälligkeit abzuwägen. Ein großes Blutbild zu erstellen, oder eine Antikörper-Analyse sind wesentlich teurer, als das kleine Blutbild, das auch den TSH-Wert einschließt.

Es würden zwar sehr viel mehr Parameter erfasst, aber mit denen kann ein Allgemeinarzt in der Regel kaum etwas anfangen. Da müsste er bei auffälligen Werten ohnehin zum jeweiligen Facharzt überweisen.

Ein Endokrinologe, der sich ja explizit mit unseren Hormonen als Botenstoffe ganz genau auskennt, würde für eine Beurteilung nicht allein vom TSH-Spiegel ausgehen. Aber auch für ihn gilt, die Symptome des Patienten und deren Ausprägung müssen zunächst eine gründliche (teure) Untersuchung rechtfertigen. 

Jeder möchte als Patient ernst genommen werden:

Oft hört man, die Ärzte nähmen sich nie genug Zeit für die Patienten. Das Gesundheitssystem sei nur für die Ärzte da. Heutzutage wird man da nur durchs System geschleust und steht am Ende mit irgendwelchen Pillen da.

Beim Arzt in der Praxis oder in einer Fachklinik erwartet jeder eine gründliche Untersuchung, umfasende Auskünfte, eine passende Diagnose die verstehbar erklärt wird. Jeder wünscht sich eine Behandlung, die die vorliegenden Beschwerden rundum bessert und dazu eine Beratung für seine Situation.

Oft ist es aber so, dass man beim hinausgehen schon merkt, dass man etwas wichtiges vergessen hat zu fragen, etwas gar nicht verstanden hat. Schlimmstenfalls hat man das Gefühl nicht ernst genommen und am Ende mit irgendwelchen Pillen und lapidaren Ratschlägen abgespeist worden zu sein.

Man muss sich einmal vor Augen halten, dass eine Praxis oder Klinik ein Betrieb ist, bei dem es um Effizienz geht. Sie sind nicht der einzige Patient, der nächste möchte auch noch heute drankommen. Jeder Patient ist individuell, kommt aber jetzt vielleicht als ganz unbekannter Mensch zur Tür herein.

Nun soll ein Arzt sich ein ganzes Patientenleben oder selbst zusammengestrickte Theorien anhören. Kaum ein Arzt ist erfreut, wenn ein Patient mit einer "selbstgebastelten Diagnose", also einer mutmaßlichen Erkrankung kommt, von der er einmal irgendwo gehört hat, auf die zwei seiner Symptome vage passen könnten.

Es ist für jeden anstrengend, in einem Gespräch einer großen Anzahl von ungeordneten und nicht zusammenhängenden Symptomen zu lauschen, und diese auch noch nur vage geschildert zu bekommen. Der Arzt soll ja alles im Kopf mal auf die Schnelle einordnen, um sich ein umfassendes Bild zu machen. Gerade denkt er, der Patient ist fertig, dann kommt: "Ach ja, da fällt mir ein, ich hatte mal...". Das kann niemand leisten.

Sie als Patient müssen da schon selbst etwas Vorarbeit leisten. Machen Sie es dem Arzt nicht all zu schwer, er soll ja herausfinden, was mit Ihnen los ist. Bereiten Sie sich doch selbst auf ein kommendes Arztgespäch oder einen Untersuchungstermin in einer Klinik vor. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und schreiben Sie die Eckdaten Ihrer Krankengeschichte auf.

Fangen Sie nicht bei Adam und Eva an, aber lassen Sie nichts aus, das wichtig werden könnte. Überlegen Sie schon, wie Sie Ihre ganzen Symptome treffend schildern können, wann und wie es anfing, den ungefähren Verlauf welche Mittel Sie bekamen, ob und wie die geholfen haben, oder nicht.

Dann schreiben Sie sich auch noch auf, wann etwa welche Untersuchungen gemacht worden sind, und was die Ergebnisse waren. Außerdem halten Sie auch noch fest, welche Medikamente Sie seit wann ungefähr und in welcher Dosis einnehmen, damit Neben- und Wechselwirkungen gleich abgeklärt werden können.

Mit dem Arzt oder Klinikpersonal sprechen Sie dann über nichts anderes, als die Dinge, die auf Ihrer vollständigen Liste sind. Das machen Sie ohne Jammern und Stöhnen, und ohne irgendwelche Vermutungen und Spekulationen über mögliche Ursachen. Sie wollen ja ein sachliches Gespräch. Wer so vorbereitet zu einer Untersuchung kommt, ist der ideale Patient.

Geben Sie nur nüchterne Daten und Fakten an und lassen Sie Emotionen aus dem Spiel. Lamentieren Sie nicht über frühere Fehler anderer Ärzte, fehlerhafte frühere Diagnosen oder falsche Behandlungen.
Dort wo Sie jetzt hingehen, kann niemand etwas dafür, wenn Sie vorher woanders nicht richtig behandelt oder beraten worden sind.

So, und beim nächsten Arzttermin machen Sie Attacke!

Das hört sich für mich auch irgendwie nach Schilddrüse an. Wenn dich dein Arzt nicht ernst nehmen will, du aber dieses unwohle Gefühl hast, konsultiere einen weiteren Arzt.

Sieht für mich aus nach Mangel an Vitamin B1. Genießt Du Kaffee oder Tee, Zucker oder Mehl oder Produkte daraus? Kartoffeln, Reis, Mais? Alles Vitamin-B-Räuber.

guck mal hier rein:

http://www.vitalstoff-lexikon.de/index.php?PHPSESSID=tuchd25aunogtba5hjhlj2m0e0&activeMenuNr=3&menuSet=1&maincatid=169&subcatid=440&mode=showarticle&artid=444&arttitle=Mangelsymptome&

Die Ärzte werden auf Krankheiten getrimmt, nicht auf Mangelzustände. Dabei können die tödlich enden.



Werden
über die Nahrung weniger als 0,2 mg Thiamin pro 1000 kcal (4,2 MJ)
aufgenommen, können bereits nach 4 bis 10 Tagen die ersten Vitamin
B1-Mangelerscheinungen auftreten [11]. Ein marginaler Thiaminmangel äußert sich zunächst durch unspezifische Symptome, wie Müdigkeit, ...


Neurologische Symptome



Degenerative Polyneuropathien der Extremitäten (bilateral, symmetrisch) [1, 7, 8, 9, 17]        
Parästhesien – Kribbeln, Taubheit, Einschlafen der Glieder, Kälte- und Wärmewahrnehmungsstörungen [7, 9] 

Muskelatrophie 
Muskelschwund, fortschreitender Verlust der Muskelmasse sowie -kraft
und eingeschränkte beziehungsweise aufgehobene Muskelfunktion –
einhergehend mit Muskelschwäche, Muskelschmerzen und -krämpfen
(Wadenkrämpfe), unwillkürlichen Muskelzuckungen und einer erhöhten
Anfälligkeit [5, 14, 15, 17, 19, 20]

Je nach Verlaufsform und Mitbeteiligung weiterer Nähr- und Vitalstoffe (beispielsweise Proteinmangel) leiden Patienten an neurologischen Ausfällen – Polyneuropathien, Skelettmuskelschwund, Herzfunktionsstörungen und Herzmuskelschwäche sowie Ödeme



      

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