medizinischer Beruf als BERUFUNG?

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8 Antworten

Wenn du eine Möglichkeit siehst, doch Medizin zu studieren, dann tue das. Viele haben ihren Studienplatz auch erst nach einigen Jahren Wartezeit bekommen, du wärst da nicht allein.

Wie ich bei Freunden miterlebt habe, kann man auch während des Studiums eine Familie gründen, ggf. ein Kind bekommen. Kommt immer auf die jeweilige Umgebung und die eigene Energie an.

Und allen Unkenrufen zum Trotz: es gibt jetzt und auch in den nächsten 10 Jahren einen Mangel an Ärzten, daher wirst du immer einen ordentlich bezahlten Platz in deinem Traumberuf finden. Eventuell - wie viele - in Teilzeit.

kurz zum Facharzt: den macht man ja während man als Ärztin arbeitet quasi "on the job".

Wenn du dann doch nicht studieren möchtest: Wäre ein med. Assistenzberuf, z.b. MTA (davon wiederum gibt es unterschiedliche, z.b. MTRA oder MTLA...) etwas für Dich?

Heilpraktier:

Gibt es relativ viele und die Mehrzahl versucht teils fragwürdige Praktiken zu "verkaufen". Es gibt keinerlei geregelte oder gar staatlich anerkannte Ausbildung und die sog. Heilpraktikerschulen unterliegen auch keiner unabhängigen oder staatlichen Kontrolle bezüglich der vermittelten Inhalte.

Hallo, mit 27 Jahren kann man noch sehr gut den Beruf wechseln. Wenn Du bezügl. Deiner momentanen Tätigkeit unzufrieden bist, würde ich das machen. Ich habe selbst eine Ausbildung zur Krankenschwester (arbeite nicht als solche, hat aber andere Gründe). Ich habe diesen Beruf gerne ausgeübt. Je nachdem, wo Du lebst, ist auch die Verdienstspanne sehr unterschiedlich. Es kann Dir passieren, dass Du während Deiner Ausbildung zur Krankenschwester als Springer im OP eingesetzt wirst, dann kannst Du Dir selbst ein Bild machen. Ich persönlich hätte das jetzt nicht mein Leben lang machen wollen - den ganzen Tag da stehen und sehr oft unter stressigen Bedingungen Instrumente zureichen - aber vielleicht würde Dir das ja liegen. -- Zwischen dem Beruf der Krankenschwester und dem Beruf der Heilpraktikerin liegen Welten. Krankenschwestern verabreichen Medikamente aus der üblichen Humanmedizin und übernehmen die Pflege der Patienten. Eine OP-Schwester reicht Instrumente und Tupfer und Tücher zu. Eine Heilpraktikerin ist ja wohl eher davon überzeugt, dass diese Medikamente zum Teil schaden und man da einen anderen Weg einschlagen sollte (Homöopathie u.a.m.). Von daher musst Du schon selbst wissen, welchen Weg der Heilung Du bevorzugst Eine meine früheren Kolleginnen aus dem Krankenhaus hat nachträglich eine Ausbildung zur Homöopathin gemacht. . Alles Gute für Dich.

gerdavh 26.01.2015, 08:05

Reich wirst Du nicht unbedingt werden, aber es genügt sicherlich zum Leben. Hier mal eine grobe Übersicht zu den Nettoverdiensten im Vergleich

https://www.nettolohn.de/top50/beruf-daten.html

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bobbys 26.01.2015, 12:12
@gerdavh
Eine OP-Schwester reicht Instrumente und Tupfer und Tücher zu.

Eine Stellenbeschreibung die jeder OP Fachschwester und OTA sauer aufstoßen lässt.

Es kann Dir passieren, dass Du während Deiner Ausbildung zur Krankenschwester als Springer im OP eingesetzt

Auszubildende werden nicht als Springer im OP Bereich eingesetzt sondern haben innerhalb der Ausbildung einen Einsatz entweder im Bereich Anästhesie/OP oder Intensivmedizin für ca.4 Wochen je nach Haus.

Ich habe selbst eine Ausbildung zur Krankenschwester

und dann weißt Du nicht wie eine Bilanzierung (Ein und Ausfuhr) gemacht wird? siehe einer deiner Fragen vorher.

Sorry Gerda aber das ist eine schwache Kür denn das lernt man schon im 1.Ausbildungsjahr zur Krankenschwester.

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Deinen Kindheitstraum, Krankenschwester zu werden, solltest du zuerst einmal an der beruflichen Realität überprüfen - vielleicht siehst du diesen Beruf zu sehr durch die rosarote Brille.

Sicher ist es möglich, an einem Krankenhaus ein Praktikum zu absolvieren, bevor du mit einer Ausbildung beginnst.

Sollte dieser Beruf allerdings (nur) das Sprungbrett zu einem Medizinstudium sein, würde ich dir raten, dich direkt auf dieses Studium zu konzentrieren.
Es ist ein langes und anstrengendes Studium - je eher du damit beginnst, desto besser ist es für dich.

Der Beruf der Heilpraktikerin ist kein Ausbildungsberuf.
Bei den diversen Heilpraktikerschulen wirst du lediglich auf die Überprüfung beim Gesundheitsamt vobereitet, die dazu dient zu gewährleisten, dass du, wie es so schön heißt, keine Gefahr für die Volksgesundheit darstellst.
Der Besuch einer solchen Schule ist auch für diese Überprüfung nicht vorgeschrieben.
Die angehende Heilpraktikerin kann sich auch autodidaktisch zu Hause darauf vorbereiten.
Beachten solltest du außerdem, dass die Handlungsfähigkeiten von Heilpraktikern aufgrund der fehlenden medizinisschen Ausbildung sehr eingeschränkt sind - sie dürfen z.B. keine rezeptpflichtigen Medikamnete verschreiben oder keine meldepflichtigen Infektionskrankheiten und sexuell übertragbare Erkrankungen behandeln.
Auch wenden Heilpraktiker oft Verfahren an, deren Wirksamkeit nicht belegt ist.
Du mußt für dich selbst entscheiden, ob das dein Ding ist.
Da der Markt wegen der minimalen Zugangsvoraussetzungen für diesen Beruf mit Heilpraktikern überschwemmt ist, ist es auch zweifelhaft, ob du damit deinen Lebensunterhalt bestreiten kannst.

Mein Vorschlag:

Informiere dich ausgiebig über das Medizinstudium, sprich mit verschiedenen Ärzten darüber und über den Berufsalltag, versuche eine Praktikumsstelle in einer Arztpraxis oder einem Krankenhaus zu ergattern, und wenn dann Ärztin zu werden, immer noch dein Traum ist - dann mit Volldampf los!

Dafür wünsche ich dir alles Gute und viel Erfolg!

dorisfullofhope 25.01.2015, 18:28

Vielen Dank. Eine differenzierte, hilfreiche Antwort.

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Ich schätze es funktioniert nur wenn man solch einem Beruf als Berufung ansehen kann. Gut verdient wird evtl. noch in den Banken aber sonst sieht es bescheiden aus. Nun wenn selbst Medien in einem CDU- regierten Land solche Aussagen treffen.

"Wenn Sie verpflichtet sind, Geld zu verdienen und einen bestimmten Profit auch für einen Investor zu liefern, verträgt sich das nicht mit den wertfreien Aufgaben in Forschung und schon gar nicht mit einer Lehre, die junge Menschen an einen schönen Beruf heranführen soll. Und deswegen sind diese drei Dinge – Krankenversorgung, Forschung und Lehre – nicht gewinnbringend unter einen Hut zu bringen." (Quelle MDR)

http://www.mdr.de/nah_dran/profit_statt_patientenwohl100.html

Das heißt Stefanie XY wird aus der Klink YZ viel zu früh entlassen - in der Rehaklinik XZ stellt man fest das sie Wasser n der Lunge hat. Also erst einmal Reha nur mit halber Kraft. NIcht wenige Rehakliniken arbeiten am Limit. Rehakliniken die Mutter -Kind -Kuren anbieten müssen reihenweise schließen.

Der Patient ist nur noch eine Nummer. Allerdings das Klinikpersonal ist nicht besser dran wenn neben dem eigentlichen Geschäft "die Kinder" von der letzten Flatrate - Party dazu kommen ... von Patienten mit : Crystal Meth oder gar Desomorphin (Kroko) und Co gar nicht zu reden.

Zum Schluss bleibt nur noch Heilpraktiker bzw. niedergelassener Arzt in der Großstadt mit möglichst viel Privatpatienten.

Es ist wie bei der Polizei in Thüringen udgl. Mafia - NSU - Rockergruppen - Drogen - Prost. usw. Erfolge hat man bei den Falschparkern. ...

VG Stephan

Hallo!

Ich würde an deiner Stelle auch auf dein Bauchgefühl hören. Ich finde, der bestbezahlteste Beruf bringt einem nichts, wenn er einem keine Freude bringt. Manchmal merkt man auch erst nach Jahren oder durch eigene Veränderungen, dass der erlernte Beruf nicht der richtige war.

Deine Idee finde ich übrigens gut, du könntest dich über die verschiedenen Berufe informieren und dann entscheiden. Den Beruf einer Heilpraktikerin kann ich dir nur empfehlen, er ist vielseitig, du behandelst die Menschen ganzheitlich und lernst viele Zusammenhänge der Medizin. Es werden nicht schwerpunktmäßig die Symptome behandelt, sondern Ursachen herausgefunden. Hier z.B. ist eine Infoseite:

http://www.paracelsus.de/ausbildung/hp/heilpraktiker.asp

Alles Gute und viel Erfolg auf deinem Weg

dorisfullofhope 25.01.2015, 18:56

Vielen Dank für deinen Beitrag. Ich sehe das genauso.

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elliellen 25.01.2015, 20:35
@dorisfullofhope

Sehr gerne. Viel Erfolg. Ich würde mich einfach mal in verschiedenen HP Schulen umschauen und Infos besorgen. Danach hast du noch gute Möglichkeiten auf Erweiterungen und Zusatzqualifikationen, z.B. HP der Psychotherapie u.s.w. LG

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Mit 27 Jahren ist es noch nicht zu spät noch einmal ganz von vorn anzufangen. Wer einen medizinischen Beruf nicht als Beruf sondern als Berufung auffasst, den werden Überstunden, schlechte Bezahlung usw. usw. nicht abstoßen. Eine Heilpraktiker-Ausbildung würde ich in Deinem Alter anstreben. Ich glaube das würde alle Deine diesbezüglichen Wünsche erfüllen können. Ich selbst hatte das im bereits fortgeschrittenen Alter von 40 Jahren vor, leider kam etwas dazwischen, was meine Pläne zunichte machte. Kinderträume ziehen sich oftmals durch ein ganzes Leben. Es heißt nicht umsonst: Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum. Alles Gute für Dich und Deine Entscheidungen.

dorisfullofhope 25.01.2015, 18:57

Danke schön. Ich finde auch, dass ich noch nicht zu alt bin, um neu anzufangen. Ich weiß von einigen, die es später bereut haben, es nicht getan zu haben. Leben und leben lassen.

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Ich kann dich in deinem Vorhaben auch nur bestärken, eine Heilpraktikerausbildung zu machen. Eine Bekannte von mir hat vor ein paar Jahren auch diesen Beruf erlernt und ist sehr glücklich damit, hat viele Patienten und ist zufrieden. Ich muss dazu sagen, dass sie auch Mutter ist, knapp über 30 und sogar Krankenschwester war. Viele merken erst nach Jahren, dass das, was man macht, nicht das richtige ist. Ich finde, gerade was die Gesundheit eines Menschen betrifft, ist es wichtig, dass man dazu steht, was man macht.

Höre auf zu Träumen und komm mal in der Realität an. Du solltest Dich mal mit der Gesundheitspolitik in Deutschland beschäftigen dann wirst Du ganz schnell die Antwort finden. Und wenn Du noch eine Familie gründen willst dann solltest Du es jetzt tun. Du glaubst doch nicht wirklich das nach 3 jähriger Ausbildung dann eine gut bezahlte Stelle für dich möglich ist????? Bedenke ohne Berufserfahrung bist du dann ca.31 Jahre zu mal die Voraussetzungen für eine Umschulung wenn sie von der BfA finanziert werden soll sehr hoch sind. Desweiterem ist das ein Beruf mit sehr individuellen Arbeitszeiten und nach Beendigung der Ausbildung .....Kinderwunsch ? kommt auch blöd. Verstehst Du was ich meine? Im OP werden nur noch OTAs angestellt = Operation Technische Assistentin die sind billiger wie die Fachschwestern. Fazit der Zug ist für dich abgefahren hört sich jetzt zwar hart an ist aber so. :( Mit Berufung hat das nichts mehr zu tun es geht um Wirtschaftlichkeit.

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