Medizinische Beratung im Internet - gefährlich?

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11 Antworten

Hallo rrepo ,

das ist sicher eine sehr schwierige Sache. Nun heute ist es so, dass man sich nicht mehr unbedingt traut so einfach krank zu machen. Also fragt man nach was man z.B. bei einer Erkältung tun kann. In einem guten Forum weist man immer darauf hin wende Dich unbedingt an einem Arzt wenn es sich verschlimmert z.B. bei Fieber udgl..

Die Frage ist auch ob ich von Laien (die hier zumeist..) eben soviel verlangen kann wie von Ärzten!!

Es wenden sich allerdings nicht wenige Menschen an solche Foren weil die meisten Ärzte kaum noch Zeit haben. Wenn ich zum Arzt gehe hat der Arzt für mich knapp drei Minuten Zeit .... Hier im Forum wird nicht selten die Frage gestellt der Arzt hat mir eine Diagnose in die Hand gedrückt die ich absolut nicht verstehe. Schon gar nicht in der Auswirkung.

Den nächsten Termin wo ich noch einmal nachfragen könnte bekomme ich u.U. in 7 Monaten.

Ich hatte einen sehr schweren Arbeitsunfall inclusive von Wirbelverletzungen, Ich wurde in einer Klinik (LB) in ein Bett gelegt ( 6 -Bett Zimmer) . Ja und bekam das übliche Valoron nach ca. 10 Tagen sagte der Assistenzarzt wir operieren ihre Wirbelkompressionsbrüche ab 50 % Zusammenbruch.

Nach ca. 12 Tagen sollte ich entlassen werden, also noch einmal geröntgt die Wirbelhöhen zum Teil 30 % eine Spitze des Bruchs auf das Rückenmark gerichtet . Ich habe mich an den Sozialdienst gewendet ob zumindest eine gewisse Hilfe zu Hause möglich ist ja machen wir. In der Realität würde NICHTS getan.

Nun hatte ich nicht nur diese Wirbelsäulenfrakturen.....

Ich hatte panische Angst im Rollstuhl zu landen die Röntgenbilder sahen nicht gut aus. An wem wende ich mich nun vor ca. 10 Jahren gab es noch keine Foren in dem Ausmaß. Also kam ein Tipp von der Physiotherapeutin zu einer Ambulanz ....

Eine gute Klinik war in der Nähe Wartezeit trotz Termin mitunter sechs Stunden. Auf den Unterlagen habe ich dann etwas von Wirbelsäule und Nekrose gelesen.

Nun sollte dringend operiert werden d.h. bei einer Sekretärin anrufen jede Woche und nachfragen ob ein OP-Termin frei ist. Diese Sekretärin hat nie etwas gehört von so ein klein klein bisschen Freundlichkeit odgl.. Nach ca. 7 Monaten wurde ich operiert aber nur deswegen weil eine Oberärztin einer Abteilung meinen Dialekt gesprochen hat und mir geholfen hat! Nun musste ich mich schlau machen was heißt z.B. Nekrose weil die Ärzte nach 6 Stunden Wartezeit keine Zeit hatten mir das zu erklären. Aber der Arzt der mich zuerst behandelt hat ist auf mich eingegangen was wichtig ist in solch einer Situation.

Der Arzt hat zu mir gesagt, das müsste operiert werden. Später war er sich dann nicht mehr ganz so sicher weil er meinte die Schmerzen sind nicht unbedingt besser geworden also OP .... Aber nach Monaten ohne richtige Schmerzbehandlung kann Schmerz chronisch werden. In der oben genannten Ambulanz meinte man OK eine große Packung Diclofinac + Muskelrelaxantien und gut ist es

Ich habe dann aus dem Internet erfahren was Nekrose usw. ist...nicht vom Arzt.

Weil viele Ärzte keine Zeit mehr haben auch eine Diagnose zu erklären fragen immer mehr Patienten in irgendwelchen Foren was soll ich tun ...

(von den Ärzten heißt es dann für 35 Euro / Quartal kann / will ich nicht mehr leisten - Patient kommt evtl. 4 x im Quartal (3 Minuten) als pro Quartal 12 Minuten = .....

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/media/visite8359.html

Ich kann inzwischen wieder gerade laufen weil ich durch Glück..., eine türk. Nachbarin hat darauf angenommen ich bekomme H4 und hat mich gefragt ob ich keine Lust zum arbeiten habe. Nun nachdem von meinem ca. 550 Bewerbungen 99,99 Prozent nicht beantwortet wurden auf Grund der Schwerbehinderung war das ...... Nachdem die Berufsgenossenschaft gesagt hat wir bezahlen keine Umschulung zur Steuerfachkraft nur eine Umschulung zur Bürokaufmann. Der Mitarbeiter der Arbeitsagentur der mich betreute sagte keine Umschulung zum Bürokaufmann da sind sie ganz sicher arbeitslos - was die BG absolut nicht interessiert hat. . *Aber dies nur ganz nebenbei!!! *

Allerdings wie auch immer Ferndiagnosen ohne Röntgenbilder usw. sind sehr schwierig. Vor allem wenn die hier Fragenden oft nur einen "Halbsatz" schreiben. Aber als Antwort eine halbe Doktorarbeit..... Kürzlich schrieb eine Frau von Bakterien odgl. die sie mit bloßen Auge.....

VG Stephan

Das Internet kann schnell in die Irre führen. Nicht alle Symptome haben immer eine eindeutige Ursache. Man wird schnell verunsichert und veängstigt. Natürlich wird das auch von einigen Scharlatanen ausgnutzt, die leicht Geld verdienen wollen. Darum sehr vorsichtig sein, wenn man bezahlen soll. Man kann verschiedene Dinge ausprobieren, aber verlässlich ist im Netz nichts. Da muss man sich schon auf sein eigenes Gespür verlassen.

Ich finde für gewisse Personen das Internet für Gesundheitsfragen gefährlich, ich persönlich nutze es nur zur Information und Aufklärung, ZB, als ich vor 2 Jahren zum Herzkatheter musste, der Kardiologe war ganz Begeistert das ich genau Bescheid wusste was er da macht, ich bin durch die Info (kleines Filmchen), ganz abgeklärt zur Untersuchung gegangen . Aber wenn ich hier so manche Frage lese, bekomme ich Gänsehaut

Hallo rrepo,

eine sehr gute, weil sehr berechtigte Frage!

Wer sich im Internet, - auf sogenannten Gesundheitsplattformen - , Ratschläge zu konkreten Fragen bzgl. einer Erkrankung holt, läuft dabei Gefahr, falsche Informationen zu erhalten.

Deshalb ist große Vorsicht geboten.

Doch woran erkennt ein Nutzer, -er ist ja meisten selbst med. Laie-, den Wahrheitsgehalt einer Antwort? Wie erkennt er, ob der Ratgeber ein Fachmann ist ?

Vielleicht ist der Ratgeber selbst nur ein Laie, der sich hier wichtig machen will, oder hier die Bestätigung sucht, die er zu Hause oder im Beruf nicht bekommt. Manche eine hier schreibt wohlformulierte Antworten, deren Wahrheitsgehalt auf dem Niveau des Tageshoroskops der Blöd-Zeitung liegt. Einige solcher User gibt es, auch hier auf dieser Plattform. Auch gibt es hier ein paar Ratgeber, die keinerlei Grundbildung in med. Dingen haben und sich die Antworten zu den Fragen selbst erst mal ergooglen müssen, und dann mit diesem Wikipedia-Wissen guttenbergern und hier glänzen möchten. Wie entlarvt man sie?

Diese Laberer und Dauergoogeler erkennst Du daran, dass sie zu ALLEN gesundheitlichen Fragen und Themen schreiben, die reinsten „Universal-Genies“.

Weitere Hinweise finden sich im Profil der Ratgeber. Manche sind erst seit einigen wenigen Monaten dabei und haben mysteriöser Weise bereits Platin-Status, sie haben also bereits sehr, sehr viele Antworten verfasst. Ich frage mich dann selbst, ob das mit rechten Dingen zugeht.

Auch ein Hinweis ist die Gestaltung des Profils. Viel schreiben da quasi nichts hin, verstecken sich in der Anonymität des Internet. Ich bin der Meinung, dass diejenigen, die nichts zu verbergen haben, die echt sind und keine Fake-Figuren, etwas über sich schreiben, Alter, Geschlecht, Beruf, sozusagen Referenzen hinterlegen.

Die Betreiber einer solchen Plattform sind sich der Gefahren einer solchen Gesundheitsratgeberplattform voll bewusst und schließen Rechtsansprüche aus. Scroll mal diese Seite ganz runter bis zum blauen Balken. Dort erkennst Du, dass Fragen und Antworten nicht moderiert und geprüft werden, bevor sie frei geschaltet werden. Deshalb sind die Ratschläge und Antworten mit Vorsicht zu genießen. Und ich möchte zu gerne mal die Gesichter der Ärzte sehen, wenn manche User als Patient dort auflaufen und den Arzt mit dem hier frisch erworbenen "Wissen" konfrontieren.

Soweit meine Meinung zu solchen Plattformen, andere werden das anders sehen.

Also Augen auf, trau schau wem, Herbert

Nic129 17.04.2013, 13:18

Ich bin der Meinung, dass diejenigen, die nichts zu verbergen haben, die echt sind und keine Fake-Figuren, etwas über sich schreiben, Alter, Geschlecht, Beruf, sozusagen Referenzen hinterlegen.

Dennoch ist im Internet trotzdem Vorsicht geboten! Auch in einem solchen Forum sollte man nur das öffentlich machen, was man auch wirklich möchte. Es ist auch durchaus berechtigt in der heutigen, modernen Zeit, weiterhin seine Privatsphäre (dazu gehören auch Angaben wie Geb.Datum, Beruf, usw.) zu schützen.

Das Eine hat mit dem Anderen also überhaupt nichts zu tun. Daran kann man jedenfalls nichts dingfest machen. Es gibt z.B. auch Menschen, die auf eine Anonymität wert legen. Zum Schutz. Und das ist der eigentliche Sinn.

Diese Laberer und Dauergoogeler erkennst Du daran, dass sie zu ALLEN gesundheitlichen Fragen und Themen schreiben, die reinsten „Universal-Genies“.

Das könnte gut möglich sein. Bedenke aber, das Med. Fachpersonal (Ärzte, GKP's, MFA's usw.) eine Ausbildung in allgemeinen medizinischen Themen haben. Vor allem Ärzte genießen eine breitgefächerte Ausbildung. Alleine das Studium spezialisiert sich nicht auf ein bestimmtes Fach, sondern auf die komplette Humanmedizin (im Klinischen Abschnitt werden alle (!) Fachbereiche abgedeckt). Im Praktischen Jahr werden mehrere Abteilungen durchlaufen. Hinzu kommen noch zuvor Famulaturen. Letztendlich dann die Assistenzarzt-Zeit, sowie die Facharztausbildung um dann auch wirklich eine spezifische Ausbildung zu haben. Humanmediziner / Ärzte können aufgrund des erworbenen Wissens doch schon eine Vielzahl an Fragen beantworten. In diesem Fall kann man auch anhand dieser Aussage keine klare Erkrennung feststellen.

Ein Medizinstudium, das sollte man bedenken, ist die komplette Grundausbildung aller medizinischer Fachbereiche.

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Winherby 17.04.2013, 14:34
@Nic129

Hallo Nic, ich meinte Dich in keinem Fall. Dir kaufe ich den Arzt ab, allein an Deiner Terminologie merkt man dies. Das breit aufgestellte Wissen des Arztes ist nicht anzuzweifeln. Jedoch stellt sich mir oft die Frage, warum ich bei einem gesundheitl. Problem bei drei Ärzten drei versch. Diagnosen bekommen habe. ( bei Hautärzten ! )

Natürlich legen manche Menschen im Net höchsten Wert auf Anonymität, mir stellt sich -im Kontext einer solchen Plattform- nur die Frage warum. Ich werde dann halt misstrauischer, als wenn ich ein ordentliches Profil sehe. Klar, auch das kann gefälscht sein, aber was ist im Leben denn schon sicher?

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Nic129 17.04.2013, 16:31
@Winherby

Hey,

quatsch, das war jetzt nicht auf mich bezogen. Keine Sorge. Das war nur mal so mein Gedankengang, den ich unbedingt mal loswerden wollte. Denn es gibt hier schon den ein oder anderen, bei dem weiß ich das Er/Sie als Arzt/Ärztin tätig ist/sind, es aber bewusst nicht im Profil stehen haben :-)

warum ich bei einem gesundheitl. Problem bei drei Ärzten drei versch. Diagnosen bekommen habe. ( bei Hautärzten ! )

Tja, das ist immer so eine Sache. Vor allem bei den Hautärzten. Aber das Problem gibt es durchaus auch bei Chirurgen/Orthopäden und vor allem Allgemeinmediziner. Eine Lösung des Problems ist nicht in Sicht.

Allgemeinmediziner sind überlaufen. Keine Frage. Da ist es durchaus auf die mangelnde Zeit zurückzuführen. Da geht es ja hopplahopp und die Diagnose steht, Medikament ist verschrieben. Bei Beschwerdepersistenz Wiedervorstellung. Dazu macht die Erfahrung, die die meisten Allgemeinmediziner haben, dann noch ihr übriges. Dann wird oftmals auf die Symptomatik Husten,Schnupfen, Halsweh, Übelkeit, Erbrechen nicht mehr näher eingegangen, da sie ja tagtäglich vorkommt. Vielleicht liegt aber dann der Ursprung ganz woanders und nicht bei einer typischen Grippe. Als reines Beispiel.

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Colleen19 20.04.2013, 00:31
@Nic129

Ohne jetzt über Kollegen herziehen zu wollen, ist gerade bei Hautärzten mir selbst (Medizinerin) Ähnliches widerfahren.

Hatte irgendwann mal während des Studiums juckende, trockene, schuppige Haut in der Ellenbeuge. Sah schon krass aus und war auf einmal da.

Meine Dermatologie-Dozentin hatte sich das dann nach einer Vorlesung sofort angeschaut und sagte nach 3 Sekunden, das wäre ein Pilz und empfahl mir eine dreitägige Ganzkörper-Waschgel-Antipilzbehandlung aus der Apotheke, anschließend eine sechsmonatige Nachbehandlung mit Salben. Bin also zu meinem Dermatologen gegangen, um mir ein Rezept für das Zeug zu holen.

Der sagte stattdessen, das wäre völliger Quatsch und es sei definitiv kein Pilz, sondern Neurodermitis. Ich solle ab jetzt nur noch Hautpflegeprodukte mit Urea und keine Hautdesinfektionsmittel mehr verwenden (haha, ich bin wie gesagt mittlerweile Ärztin, da geht das nicht ohne) und mein Leben komplett umstellen.

Wusste nicht, ob ich mich freuen sollte, dass es kein Pilz sein sollte oder heulen, dass es dafür was Chronisches ist?!?

Pilz ist zwar irgendwie eklig, aber heilbar. Aber warum ich? Bin kerngesund mit einem bisher quasi unverwüstlichen Immunsystem. Nicht so sehr der Pilzkandidat. Neurodermitis hingegen? Hatte nie Probleme bisher, keine Allergien, keine familiäre Vorbelastung (bei uns hat niemand Probleme mit irgendwas davon), keine sonstigen dafürsprechenden Voraussetzungen, kein Psychostress... Und das plötzlich mit Mitte 20 aus dem Nichts heraus? Auch komisch.

Ich hab das einfach mal ignoriert und mit normaler Nivea eingecremt, nach 2 Tagen war es weg und kam niemals wieder.

Soviel zum Thema...

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Winherby 20.04.2013, 18:51
@Colleen19

Ja, es ist schon irre, was alles so vorkommen kann. Ich komme mit meiner "Schuppenflechte" bestens zurecht, seit ich nur noch Alepposeife nehme.

Das ist Kernseife angereichert mit Schwarzkümmelöl, - aus Aleppo halt. Hoffentlich hört der Krieg dort bald auf, sonst sehe ich meinen Nachschub gefährdet;-))

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StephanZehnt 17.04.2013, 18:35

Hallo Winherby,

Zitat> Vielleicht ist der Ratgeber selbst nur ein Laie, der sich hier wichtig machen will, oder hier die Bestätigung sucht, die er zu Hause oder im Beruf nicht bekommt.

Ich fürchte in solchen Foren sind der aller allergrößte Teil medizinische Laien. Nun Laien im dem Sinn das sie selbst in einer ähnlichen Situation betroffen waren und nun versuchen hier entsprechende Tipps weiter zu geben damit es Patienten mit ähnlichen Problemen etwas leichter haben.

Nicht ganz zufällig gibt es einen regelrechten Boom von solchen Gesundheitsforen. Es gibt bestimmt in zwischen mind. ca. 50 von Akneforum.de bis hin zum Unfallopfer.de wo es z.T. auch um künstliche Gelenke geht (MRSA -Register für künstliche Gelenke...)

Ich erinnere mich noch ich war bei einer Dermatologin wegen einer größeren Flecks die Ärztin war mehr mit ihrem Baby beschäftigt und später kam dann noch ihr Mann dazu der auch in der Gemeinschaftspraxis arbeitet.

Mein Problem hat sie aus der Entfernung von ca. 3m angesehen und gemeint ja Schuppenflechte ..Cortisonsalbe und Tschüss. Erst mein Hausarzt hat dann später einmal genauer hingesehen es war eine Wanderröte durch einen Zeckenstich ..... Was die Folgen einer Borrelliose später für den Patienten darstellen brauche ich ja nicht zu erklären.

Also ist es auch Sache der Fachleute sich einmal zu fragen was läuft da schief wenn es soviel Foren gibt warum kann ein Orthopäde einen Patienten der wirklich starke Schmerzen hat nicht die Diagnose erklären??? Hängt da die Nase etwas hoch - wenn in einer Diagnose alles verwendet wird damit der Patient der das bekommt nur Bahnhof versteht??? Ja und er in einem Forum nachfragen muss was will der beh. Arzt damit sagen??? Wenn Zeit zum fragen wäre aber bei 3 Minuten ....

Natürlich gibt es hier auch Fragen wo man sich schon fragt (Blödzeitung) ist meiner zur kurz ...odgl.

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Hallo rrepo!

Ich selbst nutze das Internet, um mich z.B. über vom Arzt gestellte Diagnosen näher zu informieren, denn die wenigsten Ärzte nehmen sich die Zeit für ausführliche Erklärungen. Dazu kann ich dann - beim nächsten Arztbesuch - besser darüber diskutieren und mir die Dinge näher erklären lassen, die ich nicht so gut verstanden habe. So ist ein Gespräch "in Augenhöhe" möglich und wie ich glaube beiden Seiten damit gedient.

Bei meinem Mann sollte z.B. gleich bei den ersten Rückenschmerzen die LWS versteift werden, ohne vorher konservative Maßnahmen durchzuführen!!!! Das hat uns so sehr geschockt, dass wir dann erst durch das Internet auf alle sonst noch möglichen konservativen Behandlungsmöglichkeiten gestoßen sind, die dann auch alle der Reihe nach probiert wurden, ehe dann doch eine OP (ohne Versteifung) notwendig wurde. Wenn man so liest, was so eine Versteifung ggf. für Probleme bereitet, sind wir froh, diesen Weg gegangen zu sein!! Auch meine inzwischen sehr erfolgreiche und schonende Zwerchfell-Operation habe ich durch das Internet gefunden! Auch damit sind mir viele Komplikationen erspart geblieben!! Bei allen Internet-Recherchen sollte man aber immer den gesunden Menschenverstand einschalten und bei Unklarheiten beim Hausarzt des Vertrauens Rücksprache halten!!!

Zu den Ratgebern, die sich bei vielen verschiedenen Problemen äußern und Ratschläge erteilen, möchte ich zu bedenken geben, dass es sich dabei durchaus um Menschen mit einer medizinischen Ausbildung (z.B. Krankenschwestern, Arzthelferinnen etc.) handeln kann. Auch (leider oft) vielseitige eigene Erfahrungen mit Krankheiten tragen dazu bei, anderen gute Ratschläge zu erteilen, um ihnen eine selbst durchgemachte Ärzte-Odyssee zu ersparen. Dies ist jedenfalls meine eigene Motivation für dieses Forum. Ratgeber mit vielen Themen als "besserwisserisch" oder ähnlichem zu bezeichnen finde ich ganz einfach zu oberflächlich und abwertend!

Auf weitere gute Zusammenarbeit hier im Forum hofft walesca

Hallo! Im Internet kann man sich gut über Krankheiten und Therapieformen informieren. Ich kann es auch nur jedem Patienten raten, sich vorab zu informieren und dann erst mit dem nötigen Grundwissen zu seinem Arzt zu gehen. In vielen Fällen gibt es ja auch alternative Heilmethoden, die z.B. der Arzt gar nicht vorschlagen würde, weil er damit kein Geld verdient. Man darf nicht vergessen, unser momentanes Gesundheitssystem ist nicht unbedingt immer auf das Wohl des Patienten ausgelegt.(-; LG

pferdezahn 17.04.2013, 12:54

Das kann ich nur befuehrworten, elliellen. Jeder Mensch ist schliesslich selbt verantwortlich fuer seine Gesundheit, und kann dazu viel beitragen. Gewiss muss man nicht wegen jedem Furz gleich zu einem Arzt laufen, oder eine schmerzstillende Tablette nehmen. Ausserdem, welcher Arzt wuerde z.B. bei Kopfschmerzen ein Klistier oder eine Darmspuelung empfehlen? Wie unser Gesundheitssystem ausgelegt ist, sieht man an den langen Arztterminen, den ueberfuellten Wartezimmer der Aerzte und Krankenhaeuser.

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Zweimal 17.04.2013, 15:08
@pferdezahn

Ausserdem, welcher Arzt wuerde z.B. bei Kopfschmerzen ein Klistier oder eine Darmspuelung empfehlen?

Dieser Arzt hätte mich zum letzten Mal gesehen!

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Nic129 17.04.2013, 16:33
@Zweimal

Das höre ich heute zum ersten Mal. Also bei Kopfschmerzen ein Klistier. Irgendwie... Weltfremd. Ich habe etwas verpasst. Eindeutig. Ich glaube, ich sollte mal meinen Chef fragen... Und mich gleich zu einem Kurs anmelden um alles auffrischen zu lassen.

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StephanZehnt 17.04.2013, 13:48

Zitat -Man darf nicht vergessen, unser momentanes Gesundheitssystem ist nicht unbedingt immer auf das Wohl des Patienten ausgelegt.

Das kann man nur unterstreichen. Es gibt allerdings auch Ärzte die sich wirklich ins Zeug legen. Denn es wird immer schwerer z.B. auf dem Land einen Arzt zu finden .

Aber es ist auch Sache der Politik - Das man Ärzte unterstützt die aufs Land gehen und nicht nur eins sehen € € € .

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elliellen 17.04.2013, 18:56
@StephanZehnt

... ich denke, er meint "Klistier und Darmspülung" eher als Beispiel. Wenn ständig Kopfschmerzen oder andere chronische Beschwerden auftreten, rät man in der ganzheitlichen Medizin unter Anderem zur Entgiftung, da fast jeder Körper mit Giften, z.B. Schwermetallen u.s.w. belastet ist, auch wenn das eventuell einige nicht wahrhaben wollen. Darmreinigungen gehören nun mal zur ganzheitlichen Medizin und viele Menschen sind auf diese Weise ihre chronischen Beschwerden los geworden.

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Hallo,

Internet ist keine verlässliche Quelle wenn es um Symptome und mögliche Erkrankungen geht. Denn in vielen Fällen findet man im Internet massenweise Seiten, auf denen viele Sachen falsch oder nur unvollständig vorhanden sind. Zudem gibt es für Symptome etliche Erkrankungen. Oftmals bekommt man nur einen Bruchteil davon im Internet zu lesen und letztendlich wird daran alles festgenagelt.

Internet, Foren, usw. ersetzen den eigentlichen Arztbesuch in keinster Weise. Denn jegliche Symptomatik und jegliche Erklärungen geben alleine keinen Aufschluss über mögliche Erkrankungen. Auch sogenannte Erfahrungsberichte können dazu keinen besonderen Teil beitragen. Für den größten Teil der Erkrankungen ist eine Diagnostik notwendig (Labor, Röntgen, CT, MRT, Spiegelungen, usw.) um eine klare Diagnose stellen zu können. Das können Erfahrungen oder Texte aus dem Internet nicht ersetzen.

In der Tat ist es so, das häufig korrekte Behandlungsansätze bewusst durch einreden aus dem Internet abgebrochen wurden und man am Ende häufig schlechter da steht, als davor. Man muss schon in einer bestimmten Weise besonders seinem Hausarzt vertrauen, wenn es um die Behandlung der Erkrankungen geht. Letztendlich ist er die Person, die ein komplettes Studium der Medizin absolviert hat und darüber hinaus eine spezifische Facharztausbildung hinter sich gebracht hat. All diese medizinischen Ausbildungen können definitiv nicht durch das Internet, Laien mit ihren Erfahrungen oder auch anderes Med. Fachpersonal ersetzen.

Ich würde nicht so weit gehen und einem Arzt unterstellen, er würde seinen Beruf nur wegen Geld ausüben. Denn jeder, der diesen Berufswunsch hat und diesem nachgeht, der weiß das er nicht mit reich wird. Das ist kein Geheimnis. Der Beruf ist bei weitem nicht so gut bezahlt, wie es manche immer denken. Man übt diesen Beruf aus anderen Gründen aus. Ganz sicher aber nicht, um Patienten zu schaden oder ihnen Geld aus der Tasche zu ziehen.

Also:

Ja, eine medizinische Beratung im Internet kann gefährlich sein. Vor allem, wenn man an die falschen Personen gerät.

Viele Grüße

rrepo 17.04.2013, 12:11

In der Tat ist es so, das häufig korrekte Behandlungsansätze bewusst durch einreden aus dem Internet abgebrochen wurden und man am Ende häufig schlechter da steht, als davor.

Das ist auch mein Eindruck. Man hört immer wieder davon. Aber gibt es hier auch konkrete Fälle, die das belegen?

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Nic129 17.04.2013, 12:21
@rrepo

Da müsstest Du Dich mal an Deinen Hausarzt oder an sämtliche Ärzte in Deiner Umgebung wenden und diese Frage stellen. Da gibt es genügend Fälle. Durchaus auch bei uns im Krankenhaus. Das kommt häufiger vor, als man denkt.

Manche sind eben so blauäugig und glauben Laien eben viel mehr, obwohl die nur ihre Erfahrung vorweisen und Dr. Google spielen. Es macht einen höllischen Unterschied, ob man nur Erfahrungen hat, oder eine spezielle Ausbildung auf dem gesamten Gebiet der Medizin absolviert hat (in diesem Fall das Studium + ggf. Facharzt).

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rrepo 17.04.2013, 12:43
@Nic129

Da gibt es genügend Fälle. Durchaus auch bei uns im Krankenhaus. Das kommt häufiger vor, als man denkt.

Welches Krankenhaus? Kannst du das irgendwie quantitativ belegen?

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Nic129 17.04.2013, 13:09
@rrepo

Ich sage es mal so:

Frag doch einfach mal verschiedene Ärzte, vielleicht kennst Du ja einige. Die können Dir von solchen Geschichten wahrhaftig Lieder singen. Es gibt nicht mehr viele Patienten, die mit irgendwelchen sinnfreien Ideen in eine Arztpraxis oder in eine Klinik gehen. Meistens solche, die sich vor einen Arzt setzen und dann anfangen:

Ich habe Symptome: X, Y, Z

Ich glaube ich habe die Diagnose: X

Ich möchte Therapie: X,Y

Solche Patienten brauchen wir nicht! Das sind Patienten, bei denen jeder Arzt - auch wenn er es nicht zeigt - wahrlich an die Decke geht und in den Türrahmen beißen könnte. Denn für diese Arbeit (Anamnese, Untersuchung, Diagnosestellung und Therapie) sind wir Ärzte da.

Das Interessante dabei ist: Die Patienten wissen noch nicht einmal wovon sie sprechen und welches Geschütz sie mit bestimmten Therapien auffahren. Das zeugt dann wieder von einer Med. Grundbildung die einem Heuballen in der Landschaft gleicht.

So etwas erleben - vor allem niedergelassene Ärzte - häufig. Frage doch einfach mal nach. Schlimm ist es: Wenn Arzt dann ein Wort dazu verliert, wird Patient patzig.

Welches Krankenhaus? Spielt keine Rolle. Da kannst Du in jedes Krankenhaus gehen und auch in fast jede Praxis. Das kann Dir (wie oben schon beschrieben) fast jeder bestätigen. In der Belegungspflicht ist man dabei auch nicht. Die reine Aussage basiert auf der Erfahrung in der Behandlung von unzähligen Patienten in meinen ganzen Jahren. Wenn mir danach wäre, könnte man ein Best-Of-Buch darüber schreiben.

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rrepo 17.04.2013, 14:57
@Nic129

Vielen Dank für die ausführlichen Informationen! Falls Sie möchten, würde ich mich freuen, wenn Sie mir da ein paar konkrete Beispiele aus Ihrer eigenen Erfahrung nennen könnten. Gerne per Mail an soundsnice[ät]live.com. Hintergrund: Ich recherchiere für einen (seriösen) Radiobeitrag und benötige dafür zuverlässige Informationen - idealerweise ein reales Fallbeispiel. (Aus Spam- und Datenschutzgründen kann ich hier im Forum leider nicht die Mailadresse meines Senders angeben.) Herzlichen Dank!

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Nic129 18.04.2013, 09:44
@rrepo

Wenn Du mir einen entsprechenden Nachweis liefern kannst, das es sich um eine Recherche für einen Radiobeitrag handelt, dann gerne. Liegt mir ein solcher vor, bekommst Du eine eMail mit einer Adresse des Klinikums und dort besprichst Du das ganze dann mit der Pressestelle. Sofern sie grünes Licht geben, erhälst Du dann auch von mir die nötigen Beispiele aus dem Alltagsleben.

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rrepo 18.04.2013, 13:35
@Nic129

Schick mir doch bitte eine E-Mail - gerne von einer anonymen Mailadresse und ich schicke dir alle Informationen zu und zwar von meiner echten Sender-E-Mail-Adresse. Ich schreibe dir dann meinen echten Namen und den Sender, für den ich arbeite. Über Google dürftest du dann einige Beiträge finden, die ich produziert habe - zur Verifikation. Leider gibt es ja hier im Forum nicht die Möglichkeit private Nachrichten zu senden, sonst hätte ich davon bereits Gebrauch gemacht. Bitte habe Verständnis dafür, dass ich zwecks Recherche auch meine Identität schützen möchte und deshalb nicht alle Kontaktdaten und Nachweise hier ins Forum poste. Ich würde mich über eine schnelle Rückmeldung freuen, da wir den Beitrag heute senden. Danke!

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Im Internet wuerde ich nicht jede Beratung blindlings annehmen und vertrauen, sondern genau abwiegen, schliesslich sitzen ja nicht nur Mediziner vor dem Computer. Das soll allerdings auch nicht heissen, dass Aerzte sich ebenfalls nicht irren koennen, denn wie viele falche Diagnosen, Behandlungen, Operationen, Amputationen usw. werden jaehrlich ausgefuehrt. Ich habe schon des oefteren erwaehnt, dass man z.B. durch einen, zwei oder auch drei Fastentage, werlche man ersetzt durch reichliches trinken von viel minneralstoffarmes Wasser, und Darmspuelungen oder Klistiere, sich etliche Arztbesuche und Medikamente sparen kann. Ebenfalls durch eine gesunde Ernaehrung, vermehrt mit frischem rohen Gemuese und Obst. Ein gesunder Darm, ein gesunder Mensch, dies wusste selbst schon Hippokrates.

Man sollte schon vergleichen können und kann bei Zweifeln z.B. hier im Forum entsprechend nachfragen oder auch seinen Arzt und noch einen weiteren.

"Was bringt den Doktor um sein Brot?

a) die Gesundheit, b) der Tod. Drum hält der Arzt, auf daß er lebe, Uns zwischen beiden in der Schwebe." - Eugen Roth

Wer gesund sein will, tut genau das, nämlich sich eigenständig beschäftigen. Zu deiner Frage im zweiten Absatz eine Gegenfrage: Hast du schonmal erlebt, dass du von einem Arzt schlecht behandelt oder falsch beraten wurdest? Ich ja! Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht daran erinnern, wann ich RICHTIG beraten wurde. Mit einem Zahn habe ich Probleme, seit dem ich beim Zahnarzt war. Mein Augenarzt wollte mir eine Brille aufdrängen, während ich vom Brillenverkäufer (!!!) gesagt bekam, dass eine Brille keine Verbesserung bringen würde. Ich habe viele solcher schlechten Erfahrungen gemacht. Wer wirklich gesund sein will, der geht NICHT zum Arzt und nimmt möglichst KEINE legal verschriebenen, lebenslang abhängig machenden Drogen mit Nebenwirkungen. Die Schulmedizin ist veraltet und konzentriert sich auf reine Symptombekämpfung, das hat NICHTS mit "gesund werden" zu tun und dient nur dem Profit der Pharmaindustrie.

elliellen 17.04.2013, 20:35

...wie wahr er doch ist, der berühmte Satz des Eugen Roth. LG

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Nic129 18.04.2013, 09:51

Aha, da wären wir mal wieder angekommen. Die Schulmedizin konzentriert sich eben nicht auf die reine Symptombekämpfung. Sonst würde ich nicht jeden Tag in einem OP-Saal stehen und mit Messer und Schere hantieren. Denn DAS gehört auch zur Schulmedizin. Fällt übrigens unter den Abschnitt: Chirurgische Therapie. Außerdem hast Du scheinbar keine Ahnung, welche Wirkungsweisen die Medikamente haben. Sonst würdest Du wissen, das es dabei nicht um Symptombekämpfung geht,..

Oder möchtest Du mir einen Knopf auf den Backen malen? Hast Du schon einmal erlebt, das eine akute Appendizitis, ein Ileus, ein Colon-CA, usw. usw. einfach so von selbst verschwinden? Ohne das man binnen weniger Stunden in einer wunderschönen Kiste unter der Erde liegt?

Möchtest Du mir genauso erzählen, das Du beispielsweise für eine Chlamydien-Infektion kein Antibiotikum brauchst? Man könnte die Liste jetzt unendlich fortführen. Das würde auf massenweise Erkrankungen zutreffen.

Dir ist scheinbar die Tragweite dieser Aussage überhaupt nicht bewusst! Wenn sich jeder daran halten würde, was Du hier erzählst, dann würden täglich noch mehr Patienten das Zeitliche segnen und sich in die goldene Kiste legen!

Solche Aussagen können nur auf eigenen Erfahrungen beruhen... Denn jeder, der eine medizinische Ausbildung hat oder sich auch nur annähernd mit der Medizin beschäftigt, würde solch einen [Inhalt vom Support entfernt, da beleidigend] nicht erzählen.

Ich sagte bei solchen Beiträgen schon öfters:

Auf solche Patienten würde so mancher Arzt gerne verzichten. Solange es kein Notfall ist, dann mache ich das auch. Dann kann die betreffende Person gerade umdrehen und die Tür von draußen schließen.

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Ketzer 18.04.2013, 11:49
@Nic129

Du willst Kurzsichtigkeit wohl neu definieren: Selbstverständlich ist die Chirurgie auch eine Symptombekämpfung, wie kann man das nicht verstehen? Aber damit wir uns nicht falsch verstehen: Die Notfallchirurgie sehe ich durchaus als sinnvoll an. Wovon ich rede sind chornische Krankheiten und was das angeht ist auch die Chirurgie aus schulmedizinischer Sicht ein reiner Verzweiflungsakt: Rausschneiden und ggf. was neues einsetzen, wenn das mal nicht ein krankes Reparaturdenken ist.

"Außerdem hast Du scheinbar keine Ahnung, welche Wirkungsweisen die Medikamente haben. Sonst würdest Du wissen, das es dabei nicht um Symptombekämpfung geht,.." Kannst du vielleicht noch mehr Schwachsinn schreiben? Offenbar hast du keine Ahnung, was ein Symptom ist. Es wundert mich nicht, dass ein Handwerker sich nicht für die Ursache einer Krankheit interessiert - man kann es ja rausschneiden! Komm zurück auf den Boden der Tatsachen: In unserer Gesellschaft sind die meisten Krankheiten chronisch und die Medikamente, die dagegen helfen sollen, führen zu Folgeschäden. Nein, lieber Nic129, eine Depression z.B. kannste nicht rausschneiden.

"Solche Aussagen können nur auf eigenen Erfahrungen beruhen..." Na, du bist ja ein ganz Schlauer! Und deine Aussagen beruhen worauf? Wohl auf Statistiken, die von korrupten Unternehmen mit korrupten Forschern aufgestellt wurden, um überteuerte Medikamente vorteilhaft darzustellen. Korruption im Gesundheitssystem wird toleriert, weil ihr Schulmediziner keine Alternative seht.

"Denn jeder, der eine medizinische Ausbildung hat...", mit medizinischer Ausbildung meinst du wohl schulmedizinisch, oder? Ansonsten ist deine Aussage lächerlich - und so etwas von einem Chirurgen, oh Gott! Es gibt zum Glück viele Alternativen zur abhängig machenden Drogenpalette.

"Auf solche Patienten würde so mancher Arzt gerne verzichten." Natürlich wollt ihr keine skeptischen Patienten. Euch sind die am liebsten, die die Klappe halten und einfach das tun, was man ihnen sagt. Wunderbar, dann sind wir uns ja einig! Schönen Tag noch. [Inhalt vom Support entfernt, da beleidigend]

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Nic129 18.04.2013, 13:13
@Ketzer

Natürlich wollt ihr keine skeptischen Patienten. Euch sind die am liebsten, die die Klappe halten und einfach das tun, was man ihnen sagt. Wunderbar, dann sind wir uns ja einig!

Richtig. Bessere Patienten gibt es nicht. Die verbreiten wenigstens in 99% der Fälle keinen Blödsinn, den sie sich von irgendjemandem haben einreden lassen oder durch Dr. Google erfahren haben, was in den meisten Fällen völlig aus der Luft gegriffen ist.

Im übrigen habe ich mit fast keinem Patienten Probleme. Bei mir fallen nur Patienten durch's Raster, die sich bei uns vorstellen und Symptome, ihre Diagnose und dann gleich auch noch die Therapie nennen. Dort verweigere ich die Behandlung und da darf dann ein niedergelassener Kollege ran. Und ja, das dürfen wir auch. Es ist schließlich kein Notfall.

die Chirurgie aus schulmedizinischer Sicht ein reiner Verzweiflungsakt: Rausschneiden und ggf. was neues einsetzen, wenn das mal nicht ein krankes Reparaturdenken ist.

Mach erst einmal Deine Hausaufgaben und lerne, was alles hinter der Chirurgie steckt. Schnell wirst Du auf den Trichter kommen, das es dort um weitaus mehr geht, als nur um die operative Therapie. Auch ein Chirurg muss nicht immer alles herausschneiden. Im Gegenteil: Man operiert nur dann, wenn es sinnvoll und notwendig ist. Nur ist es leider so, das in den meisten Chirurgischen Fällen erforderlich ist.

Selbstverständlich ist die Chirurgie auch eine Symptombekämpfung, wie kann man das nicht verstehen?

Aha. Soso. Soweit ich mich erinnere, werden durch die operativen Maßnahmen der Ursprung der ganzen Symptomatik behoben... Das bei der fehlenden Ursache dann zeitgleich auch die Symptomatik verschwunden ist, das versteht sich wohl von selbst..

Die Notfallchirurgie sehe ich durchaus als sinnvoll an.

Es wird kein Unterschied in der Unterteilung der Chirurgie gemacht. Die Begrifflichkeit Notfallchirurgie gibt es nicht. Entweder es ist Chirurgie, oder es ist keine. Notfall hin oder her. Daran ändert sich nichts. Wenn Du sagen würdest, die Viszeralchirurgie wäre sinnvoll, dann könnte ich Dir ja noch zustimmen. Denn in diesem Bereich fallen die bekannten Notfall-Operationen an!

chornische Krankheiten

Reden wir hier von** chronischen** Krankheiten, oder wirklich von chornischen Krankheiten? Dazu würde ich Dir dann doch mal das Buch "Weiterbildung Chirurgie" aus dem Thieme-Verlag empfehlen. Da kannst Du nämlich noch bzgl. chronischer Krankheiten in Verbindung mit der Chirurgie sehr viel lernen. So ein kleiner Auffrischungskurs in Humanmedizin tut sicherlich gut.

Achso, es wäre schön, wenn Du mit diesem Wunschdenken nicht die ganze Ärzteschaft in den Dreck ziehst und abwertest. Nach wie vor haben sich die Alternativen nicht bewährt und keine ausreichenden Erfolge vorweisen können, die die Schulmedizin aber tagtäglich aufs neue belegt. Außerdem sind ein Großteil der Schulmediziner sehr wohl offen für Alternative Heilmethoden. Das Problem beruht aber auf Gegenseitigkeit. Solange Heilpraktiker nicht ihren eigenen Stolz in die Ecke stellen und Patienten zu einem "Arzt" schicken, wenn sie mit ihrem Latein am Ende sind, solange wird es auch nicht akzeptiert.

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radiologen 18.04.2013, 13:24
@Nic129

Guten Tag Nic129,

bei letzterem stimme ich vollkommen zu. Das Zusammenspiel zwischen den Ärzten und Heilpraktikern ist doch flächendeckend sehr schlecht. Es kommt einem vor, als würde man innerhalb einer gleichen Liga gegeneinander spielen. Natürlich geprägt vom eigenen Stolz. Sicherlich ist das die Mehrheit, aber es gibt auch einzelne Ausnahmen, bei denen das Zusammenspiel wunderbar funktioniert. Dort hilft man sich gegenseitig. Ist in diesem Fall der HP mit seinem Latein am Ende, so schickt er den Patienten zu einem Facharzt. Dieses Spiel ist leider nur sehr selten und daher kommt es im schlimmsten Fall zu schweren Komplikationen. Aber wie gesagt, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Weiterhin muss ich zustimmen, das sich die Schulmedizin natürlich jeden Tag auf ein Neues beweist. Nur mit dem feinen Unterschied: Die Schulmedizin ist auf einem Niveau, von dem die Naturheilkunde/Alternativmedizin träumt. Aber auch nur, weil sich die Wissenschaft eben überwiegend um die Schulmedizin kümmert. Da sind natürlich die Entwicklungen um einiges voraus. Daher auch das deutliche Absetzen gegenüber der "Konkurrenz". Die Ergebnisse können sich - vor allem aus der Chirurgie - natürlich sehen lassen. Das ist keine Frage. In der heutigen, modernen Medizin sind Sachen möglich, die hätte man früher nie gedacht. So ändert sich die Zeit. Das gilt aber auch für andere Fachbereiche.

Eine reine Symptombekämpfung ist die Schulmedizin allerdings wirklich nicht. Das sind Phrasen aus der "Gegen Schulmedizin"-Ecke. Bis heute hat sich doch immer wieder das Gegenteil gezeigt. Die Schulmedizin ist aktuell - auch schon vor vielen Jahren - in der Lage einen Großteil der Erkrankungen abzudecken. Sowohl durch operative, als auch durch konservative Therapie. Bei beiden Therapieformen wird in aller Regel die Ursache der Erkrankung bekämpft oder behoben. Sei es durch ein Medikament oder eine Operation. Das, was als Symptombekämpfung genannt wird - und da stimme ich zu - ist die Therapie mittels Analgetika. Schmerzmittel haben keinen weiteren Effekt, außer Schmerzen zu lindern. Beiläufig auch das Hemmen von Entzündungen.

Aber ausfallend werden, das muss man nun wirklich nicht, lieber Ketzer. Oder möchtest Du Deinem Nicknamen wirklich Ehre machen?

L.G.

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Ketzer 18.04.2013, 14:15
@Nic129

Hast du mich eigentlich gemeldet oder ist es ein Zufall, das dieses Thema plötzlich moderiert wird? Es passt dir wohl nicht, die Kehrseite der Medaille ins Gesicht geschlagen zu bekommen.

Richtig. Bessere Patienten gibt es nicht.

Hört hört! Der Arzt will keinen skeptischen Patienten. Er soll gefälligst gehorchen und die überteuerten und mit Nebenwirkungen verbundenen Medikamente der geschmierten Ärzte schlucken. Patienten mit einer eigenen Meinung machen nur Probleme. Aber wenigstens verweist du dann auf einen Arzt, der offener ist als du. Gute Arbeit!

Mach erst einmal Deine Hausaufgaben und lerne, was alles hinter der Chirurgie steckt.

Unter einer Bedingung: Du machst deine Hausaufgaben und akzeptierst, dass alles, was ich hier geschrieben habe, der Wahrheit entspricht. Du bist voreingenommen - das wundert mich nicht. Du verteidigst deinen Berufsstand - kann ich nachvollziehen. Aber in deiner Kritik bist du schon beim ersten Beitrag ausgewichen. Du gehst nicht auf alternative Behandlungsmethoden ein. Du gibst nicht zu, dass es in dieser Branche sehr viel Korruption gibt und diese sogar staatlich gestützt wird. Nur mal als Beispiel, wie krank das ganze Gesundheitssystem in Deutschland ist: Ärzte dürfen sich tatsächlich legal bestechen lassen.

Bei mir fallen nur Patienten durch's Raster, die sich bei uns vorstellen und Symptome, ihre Diagnose und dann gleich auch noch die Therapie nennen. Dort verweigere ich die Behandlung und da darf dann ein niedergelassener Kollege ran. Und ja, das dürfen wir auch. Es ist schließlich kein Notfall.

In meinem ersten Beitrag ging es nicht um deine Arbeit als Chirurg. Ich rede über schlechte Behandlung chronischer Krankheiten und Korruption im Gesundheitssystem, hast du das schon vergessen? Mittlerweile bist du nur noch in der Lage, dich selbst zu verteidigen. Deine Argumentation geht völlig an meiner vorbei. Offenbar fällt dir nicht wirklich viel zu meinen Anschuldigungen ein. Aber du bist nicht der erste, der die Missstände verdrängt, um in der eigenen Traumwelt zu überleben und sich als "einer der Guten" zu betrachten.

Man operiert nur dann, wenn es sinnvoll und notwendig ist.

Hahaha, selten so gelacht. Wir leben wohl auf verschiedenen Welten.

Notfall hin oder her.

Erst operiert man "nur dann, wenn es sinnvoll und notwendig" ist, und plötzlich heißt es, "Notfall hin oder her". Also was denn nun? Du nimmst es wohl selbst nicht so genau, wie?

Reden wir hier von** chronischen** Krankheiten, oder wirklich von chornischen Krankheiten?

Och wie süß! Jetzt muss er schon auf Tippfehler aufmerksam machen, weil er so planlos ist! Hör auf, sonst bekomme ich noch Mitleid, Super-Chirurg. Deine Überheblichkeit passt ins Bild: Du stellst deine eigene Bildung mit Fachbegriffen zur Schau, versuchst dein Gegenüber mit Augenmerk auf autodidaktische Laienhaftigkeit zu denunzieren und schiebst sogar bei deiner Arbeit Patienten ab, die deine Methode in Frage stellen. In dieser Diskussion weichst du ständig aus. Du hast einen Tunnelblick. So einen Chirurgen würde ich meinem schlimmsten Feind nicht wünschen. Außer im Notfall, gell?

Aha. Soso. Soweit ich mich erinnere, werden durch die operativen Maßnahmen der Ursprung der ganzen Symptomatik behoben... Das bei der fehlenden Ursache dann zeitgleich auch die Symptomatik verschwunden ist, das versteht sich wohl von selbst..

Hieran erkennt man wieder mal die typische Kurzsichtigkeit eines Chirurgen: Organ macht Probleme, Organ ist weg, Problem gelöst. Die Frage "Warum machte das Organ Probleme?" wird nicht gestellt. Lachhaft. Das Organ von dem Rest der Körpers und Geistes des Individuums zu betrachten - mal ganz abgesehen von der Umgebung, die einen immensen Einfluss hat - ist eine sehr abgrenzende Betrachtung. Wenn man die Ursache einer Krankheit erfahren und die Gesundheit des Individuums langfristig sichern will, muss man alle Faktoren berücksichtigen. Es ist eben diese ganzheitliche Betrachtung, die von der Schulmedizin komplett ignoriert wird. Warum wird sie ignoriert? Weil sie nicht profitabel ist. Medikamente und Operationen sind massentauglich, eine ganzheitliche Betrachtung des Individuums ist sehr zeitaufwändig und daher nicht profitabel. Und genau das ist der Grund, warum die Schulmedizin ein Auslaufmodell ist. Wohlgemerkt, was den Großteil der Beschwerden betrifft, nämlich chronische Krankheiten. Die Notfallmedizin - und damit auch die Notfallchirurgie - erfüllt weiterhin ihren Zweck.

Achso, es wäre schön, wenn Du [...] nicht die ganze Ärzteschaft in den Dreck ziehst und abwertest.

Ich zeige die Gegenseite auf zu der etablierten Meinung. Und diese Gegenseite ist mittlerweile nur noch in der Minderheit, weil der Mainstream aufgrund der kontrollierten Massenmedien noch keine Alternative zu der momentanen Ausbeutung sieht. Wohlgemerkt: noch.

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Ketzer 18.04.2013, 14:20
@radiologen

Nach wie vor haben sich die Alternativen nicht bewährt und keine ausreichenden Erfolge vorweisen können, die die Schulmedizin aber tagtäglich aufs neue belegt.

Soll das ein Witz sein? Es gibt viele Alternativen, die haben nur nicht so viele Lobbyisten wie die Pharmaindustrie und sind deshalb in Medien und Politik nicht annährend so präsent. Abgesehen davon steckt in diesen alternativen viel weniger Profit, wodurch diese in dieser krankhaft profitorientierten Gesellschaft auch nicht die verdiente Beachtung bekommen. Nebenbei bemerkt ist die Schulmedizin bei vielen Krankheiten alles andere als erfolgreich, wie z.B. bei den meisten Krebsarten. Die Studien, die alle paar Jahre eine angebliche Verbesserung vorweisen, sind natürlich nur show. Seit Jahrzehnten macht die Schulmedizin in diesem Bereich keine Fortschritte, vergiftet und tötet aber weiterhin u.a. mit der Chemotherapie Menschen, die mit anderen Behandlungsmethoden viel größere Heilungschancen hätten.

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Ketzer 18.04.2013, 14:25
@radiologen

Aber ausfallend werden, das muss man nun wirklich nicht, lieber Ketzer. Oder möchtest Du Deinem Nicknamen wirklich Ehre machen?

Nein muss man nicht, aber wie man in den Wald hineinruft so schallt es heraus, nicht wahr? Sachliche Gespräche sind mir eigentlich lieber, aber mit dem ersten Kommentar zu meinem Beitrag hat Nic die Messlatte gesetzt :)

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radiologen 18.04.2013, 15:00
@Ketzer

Ist schon klar, das steht außer Frage was die Messlatte betrifft. ;)

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elliellen 18.04.2013, 16:36
@Ketzer

Das stimmt in der Tat, Schulmediziner und Heilpraktiker sollten mehr zusammenarbeiten, was aber aus welchen Gründen auch immer "oft" nicht möglich ist (-:

Eines möchte ich nebenbei aber anmerken... Nicht die Patienten vom Heilpraktiker gehen zum Schulmediziner, sondern die überwiegenden Fälle sind eher umgekehrt. Wenn der Arzt nichts weiss ausser Pillen zu verschreiben oder laut des "gelben Buches" nichts anderes verschreiben darf, gehen seine Patienten zu einem Heilpraktiker oder Mediziner, der ganzheitlich behandelt und wird dann meistens seine chronischen Krankheiten los.

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Wenn Menschen Dir im Internet etwas anderes raten als Dein Arzt, dann gehst Du mit dieser Information zu Deinem Arzt und lässt Dir erklären, warum er Dir etwas anderes empfiehlt. Wenn Dich das überzeugt, dann lässt Du Dich behandeln, wenn nicht, dann eben nicht. Wenn Du das allerdings ständig machst, wird Dir Dein Doc raten, den Arzt zu wechseln, weil er ernsthafte Zweifel an Eurem Vertrauensverhältnis hat (womit er ja offensichtlich auch recht hat).

Kar will Dein Arzt "Geld machen" mit Deiner Behandlung. Davon lebt er ja schließlich ! Er ist aber für seine Empfehlungen im juristischen Sinne verantwortlich. Das gilt auch für Fehler aus Unwissenheit, denn er ist verpflichtet, sich fortzubilden. Dir eine falsche oder unnötige Behandlung zu empfehlen ist ein Behandlungsfehler, bei dem dem Arzt ernsthafte Konsequenzen drohen.

Winherby 17.04.2013, 14:37

....."eine falsche oder unnötige Behandlung zu empfehlen ist ein Behandlungsfehler, bei dem dem Arzt ernsthafte Konsequenzen drohen. "

Da gibt es aber einen Spruch mit Krähen...., ähem, ich komme grad nicht drauf....

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elliellen 17.04.2013, 20:40
@StephanZehnt

...mit den Krähen kann ich weiterhelfen, winherby... war es vielleicht: "Eine Krähe kackt der anderen kein Auge raus"? Da ist in der Tat etwas Wahres dran!

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Ketzer 21.04.2013, 10:37

Der Arzt ist mittlerweile so abgesichert, dass er nicht mal dafür haftet, wenn er so heftige Nebenwirkungen wie Selbstmordgedanken verschweigt. Die Praxis zeigt, dass Ärzte nicht rechtlich belangt werden. Es gibt viele Fälle von korrupten Ärzten die aufgrund der Gesetzeslage oder fehlender Mittel zur Durchsetzung dieser Gesetze nicht belangt werden. Die Pharmaindustrie und ihre Handlanger - Ärzte, Lobbyisten, Politiker, Meinungsmacher - hat mittlerweile mehr mit einer Mafia gemeinsam als mit einer gesellschaftlich dienlichen Einrichtung.

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