medikamenteninduzierter Kopfschmerz

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3 Antworten

Nee, also daß man von Opiaten auch diesen speziellen Kopfschmerz bekommt, halte ich für ausgeschlossen. Ich nehme schon seit vielen Jahren Valoron, und das öfter und in höherer Dosierung.

Die Opiate haben ein anderes Wirkprinzip - ich vermute mal, daß Dein Hausarzt damit nicht so die Erfahrung hat.

50 mg ist ja nun auch nicht die Welt. Mein Rat wäre, erhöhe die Dosis von Valoron auf 3 x 50 mg und schau, ob Dich das schmerzfrei macht.

Wenn Du es damit nicht in den Griff bekommst, ist ohnehin ein Gang zu dem Arzt fällig, der Dir das Valoron verschreibt. Besprich mit ihm Deine Dosisänderung. Er wird Dir schon nicht den Kopf abreißen!

Gute Besserung! :o)

Lexi77 03.02.2011, 10:39

Danke! Ich fand diese Aussage auch etwas eigenartig. Hatte dazu auch nichts weiter gefunden, steht ja auch nicht im Beipackzettel. Das Valoron bekomme ich aber immer von ihm verschrieben, nachdem der Neurochirurg das empfohlen hatte. Da der NCH aber über 400 km entfernt ist und ich da eben nicht regelmäßig hin kann, übernimmt mein Hausarzt das. Und ich bin eigentlich froh, dass das bisher alles so unkompliziert läuft. Es ist für mich auch immer schwer gewesen, einen Arzt zu finden, der mir glaubt, da diese Verletzung so selten und bei "normalen" Ärzten kaum bekannt ist (mein Hausarzt hat sich da damals extra schlau gemacht und in die Thematik eingelesen).

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Ich hatte 2 Prolapse und eine Protusio in der HWS diagnostiziert bekommen nachdem ein MRT gemacht wurde. Meine Beschwerden waren heftige Kopfschmerzen und Nackensteife, nichts half, wie bei Dir. Erst Wochen später kamen Probleme im li. Arm hinzu. Ich bekamm Manuelle Therapie und Elektrotherapie sowie Wärmeanwendungen verordnet.

Lexi77 03.02.2011, 10:35

Das ist aber keine Antwort auf meine Frage... leider... Ich habe eine chronische HWS-Verletzung aber nichts akutes. Das letzte MRT der HWS war vor 7 Wochen (damals aus einem anderen Grund) und zeigte sonst keine Auffälligkeiten...

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Winherby 07.02.2011, 02:20
@Lexi77

Ich finde schon, dass mein Beitrag eine Antwort war. Ich hatte die gleichen Symptome und es stellten sich die Prolapse als Ursache heraus. Ich wollte Dich auf diese Möglichkeit hinweisen. Dass Du vor 7 Wochen ein MRT gemacht bekommen hast und keine weiteren Auffälligkeiten bzgl. der HWS zu erkennen waren, ist ja kein Widerspruch, schließlich war es vor 7 Wochen, Deine üblen Kopfschmerzen hast Du erst seit 1,5 Wochen. Was spricht da gegen die Möglichkeit, dass Du in den 5,5 Wochen nach dem MRT einen Prolaps erlitten hast? Zumal Du berichtest, bereits chronische Probleme zu haben. Diese Probleme können sich ja durchaus zu einem Prolaps verschlimmert haben, leider...

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warum nicht einen Neurochirurgen in der Nähe suchen wenn der ursprünglich behandelnde so weit weg ist? Es gibt mehr als einen in D.

http://www.kbv.de/arztsuche/178.html


Schon mal bei einem Schmerztherapeuten versucht? Das sind Ärzte mit zusätzlicher Spezialisierung.


Wichtig ist, dass der Teufelskreis des Schmerz - Psyche durchbrochen wird. Schmerz ist immer ein Signal, mal des Körpers und mal der Seele. (Von Depressionen weiß man, dass wird der Schmerz genommen, sich eine Depression schon allein dadurch bessern kann.) Man sollte also weder vor Medikamenten Angst haben noch vor einer (unter-) stützenden Psychotherapie zurückschrecken, sonst kann einen der Schmerz sehr lange verfolgen.


Auch die Angst vor Sucht bei der Einnahme starker Schmerzmittel ist unbegründet, fcahärztliche Begleitung vorausgesetzt.

Lexi77 04.02.2011, 12:08

Danke für deine Antwort. Ich weiß, dass es mehr als einen NCH in Deutschland gibt ;-) Es ist aber leider nur so, dass es - wenn überhaupt - nur eine Handvoll von NCHs in D gibt, die sich mit meinem Verletzungsbild (Ruptur der Kopfgelenksbänder mit daraus resultierender Instabilität C1/C2; deutliche Translationsbewegung zwischen Dens und Massa lateralis von C1. Translationsbewegung des C1-C2-Gelenks (Überdehnung der Gelenkkapsel auf beiden Seiten)) auch wirklich auskennen, da dies sehr selten ist. Und mindestens von einem von diesen weiß ich, dass der nur behandelt, wenn das Versicherungsverfahren abgeschlossen ist. Und da beginnt bei mir gerade erst die 2. Instanz...
Schmerztherapeutisch bin ich eigentlich ganz gut eingestellt. Bekomme die Medis nach WHO-Stufe 2 , also unterstützend zum Valoron auch Amitriptylin 10 mg. Außerdem regelmäßig (3x/Woche) KG und manuelle Therapie. Außerdem Wärmeanwendungen. Entspannungsverfahren (PM nach Jacobson) mache ich selber auch. Eine unterstützende Psychotherapie wollte ich mal machen, da sagte mir dann aber der aufgesuchte Psychotherapeut, dass das nicht nötig sei, weil ich sehr gut mit der ganzen Situation umgehen würde. Und dann bezahlt das die Kasse natürlich auch nicht, wenn ich das trotzdem machen wollen würde.
Angst vor einer Sucht habe ich auch nicht, denn ich weiß, dass diese nicht bzw. nur in geringem Umfang auftreten kann, wenn man diese Medikamente bestimmungsgemäß nimmt. Ich hatte nur mal leichte Entzugserscheinungen als wir mal die Dosis reduziert haben. Deswegen war ich ja auch etwas verwirrt, als mein Arzt jetzt sagte, dass es auch bei Valoron zu medikamenteninduziertem Kopfschmerz kommen könne...
Trotzdem danke für deine Antwort!

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